Ökologisch dämmen? Ökologisch dämmen?

05.12.2018
Das Dach dämmen – aber wie? Natürliche Materialien sind nicht immer die ökologisch sinnvolle Lösung, wenn es um Dämmleistung, schlanke Dachaufbauten und Langlebigkeit geht. Foto: djd/Paul Bauder/acilo-Getty Images
Das Dach dämmen – aber wie? Natürliche Materialien sind nicht immer die ökologisch sinnvolle Lösung, wenn es um Dämmleistung, schlanke Dachaufbauten und Langlebigkeit geht. Foto: djd/Paul Bauder/acilo-Getty Images

So umweltfreundlich bauen oder sanieren, wie nur möglich: Bei der Wahl eines umweltverträglichen Dämmstoffs kommt es auf viele Faktoren an.

Dies liegt Hausbesitzern und Bauherren heute ganz besonders am Herzen. Nur was ist ein sinnvoller Weg, um die eigenen Vorstellungen von Wohnkomfort und Langlebigkeit mit der Ökologie in Einklang zu bringen? Auch wenn viele dabei zuerst an natürliche Materialien denken, überzeugen die Naturbaustoffe nicht in jedem Vergleich, wie etwa das Beispiel der Dachdämmung zeigt.

Nachhaltig von der Herstellung bis zur Dämmwirkung

Dächer sind schon aufgrund ihrer großen Fläche für einen Großteil der Energieverluste in Altbauten verantwortlich. Spätestens wenn eine Neueindeckung ansteht oder ein Dachausbau geplant wird, ist es daher sinnvoll, im selben Zuge einen wirksamen Wärmeschutz vornehmen zu lassen. Dämmstoffe aus Naturmaterialien wie etwa Holzfasern weisen aber nicht in jedem Fall eine positive Ökobilanz auf. Aufgrund von Waldrodungen, sehr hohem Energieeinsatz bei der Herstellung, weiten Transportwegen oder der Verwendung von Bioziden gegen Schädlingsbefall sind manche Öko-Dämmstoffe in die Diskussion geraten. Bewährte Materialien wie etwa PU-Hartschaum bieten im direkten Vergleich eine Reihe von Vorteilen. Beim Primärenergiebedarf, der Gesamtbilanz für Rohstoffgewinnung, der Herstellung, und bei Transport sowie der Verarbeitung, schneiden PU-Dämmsysteme spürbar besser ab als Mineralwolle und sogar um ein Mehrfaches besser als Holzfaser. Zwar wird für die Herstellung von PU Rohöl verwendet – jedoch deutlich weniger, als ein gut gedämmtes Haus während der Nutzungszeit an Energie einspart.

Von Natur aus geschützt gegen Schädlinge und Schimmel

Neben der hohen Dämmwirkung, die besonders schlanke Dachaufbauten etwa in Form einer empfehlenswerten Aufsparrendämmung ermöglicht, weist Hartschaum eine besonders lange Lebensdauer auf. Das Material ist quasi von Natur aus resistent gegen einen Schädlings- und Schimmelbefall und nimmt obendrein keine Feuchtigkeit auf. Bei den verrottbaren Naturdämmstoffen hingegen ist es zum Schutz vor Schädlingen häufig nötig, spezielle Schutzmittel, sogenannte Biozide, zu verwenden. djd

Nicht immer muss man dick auftragen

Neben der Langlebigkeit und der ökologischen Bilanz kommt es bei der Wahl eines Dämmstoffs auf dessen Effizienz an – umso dünner und leichter kann somit bei identischer Wirkung die Dämmschicht ausgelegt werden. Schließlich ist nicht jede Dachkonstruktion unbegrenzt belastbar. Hochleistungsdämmstoffe wie etwa PU punkten in dieser Hinsicht mit hoher Dämmwirkung und einem geringen spezifischen Gewicht. Nach Angaben von Spezialisten bringen Materialien wie Holzfasern oder Mineralwolle bei gleicher Dämmleistung bis zu neunmal so viel auf die Waage wie PU. Das kann bei vielen Dächern, etwa im Altbaubereich, bereits zu viel sein.
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