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Job-Börse Digital Alles auf Grün

Projekt: Die Azubis der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim haben sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigt. Über einen Teil der Ergebnisse sprach Lena Wörner vor der Kamera.

Fotos: VR Bank

19.05.2020

Ausleuchtung und Co. Wer kann von sich schon behaupten, das erlebt zu haben? Zumindest, wenn man nicht gerade Matthias Schweighöfer oder Emma Watson heißt? Lena Wörner kann das. Die 20-Jährige aus Sulzbach-Laufen macht derzeit eine Ausbildung zur Bankkauffrau mit Zusatzqualifikation Finanzassistentin bei der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim. Vor der Kamera sprach sie über die Ergebnisse eines Azubi-Projektes zur „Nachhaltigkeit“.

„Think Green! Meide Plastik und kaufe regional! Durch Greta Thunberg und die Fridays for Future-Bewegung ist Nachhaltigkeit aktuell in aller Munde“, beschreibt Lena. Trotzdem war ihr das Thema in ihrem Alltag nie wirklich präsent. „Ich habe aus Glasflaschen getrunken, das war es aber auch schon.“ Das sollte sich im vergangenen November aber von Grund auf ändern. „Denn da ging unser Azubi-Projekt an den Start.“

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Die 47 Lehrlinge der VR Bank kamen dazu am Haller Hauptsitz des Kreditinstituts zusammen. Was sich unter dem Projekttitel „Zukunftshelden“ verbarg, wussten sie bis dato noch nicht. „Ein Zukunftsheld ist jemand, der sich schon frühzeitig für seine Zukunft einsetzt“, das hat Lena inzwischen gelernt. „Beispielsweise über den Umweltschutz.“ Der spielte für die Azubis im November daher eine übergeordnete Rolle. „Für das Projekt wurden wir alle in kleine Gruppen aufgeteilt“, erzählt sie. Jedes Team bekam eine andere Aufgabe, an der es während des Tages zu arbeiten galt. „Meine Gruppe hat sich etwa überlegt, wie man Nachhaltigkeit in der Region konkret umsetzen könnte.“ Bei der Lösung war viel Kreativität gefragt. „Wir haben sehr lange gebrainstormt und uns dann darauf geeinigt, die Einführung von E-Rollern in Schwäbisch Hall vorzuschlagen.“ Die kennt Lena schon aus größeren Städten wie Stuttgart. „Im nächsten Schritt haben wir ausgearbeitet, wie so eine Einführung wohl aussehen und funktionieren könnte.“ Die Ergebnisse wurden am Ende des Tages vor den Kollegen präsentiert. Das Azubi-Projekt zur „Nachhaltigkeit“ war damit aber noch längst nicht abgeschlossen.


"Wir übernehmen sehr viel Verantwortung."


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„Denn schon eine Woche später ging es für uns mit dem Bus nach Frankfurt am Main.“ Dort besuchten die VR-Nachwuchskräfte das Unternehmen „Union Investment“. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Entwicklung verschiedener Investmentfonds, also mit Möglichkeiten, wie Menschen ihr Geld weitestgehend sicher oder gewinnbringend anlegen können. Zum Beispiel, indem sie Anteile von Unternehmen an der Börse erwerben. Kreditinstitute wie die VR Bank bieten diese Fonds dann ihren Kunden an. „Da fragt man sich natürlich, was hat das denn jetzt mit Nachhaltigkeit zu tun?“, sagt Lena. Dass es allerdings auch „nachhaltige Geldanlagen“ gibt, erfuhr sie noch vor Ort. „Bei einem nachhaltigen Fonds wird nur in Unternehmen investiert, die die sogenannten ‚ESG-Kriterien‘ erfüllen“, erläutert sie. ESG steht dabei für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Aufsichtsstrukturen). Der Betrieb muss also selbst rundum verantwortungsvoll handeln, um überhaupt für eine Anlage in Frage zu kommen.

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Nach diesem Input bekamen die VR Bank-Azubis die Gelegenheit, ihre Ideen zum Umweltschutz bei den Finanzprofis vorzustellen. Dabei wurden sie von einem Kamerateam begleitet. „Das war für uns alle natürlich sehr aufregend“, sagt Lena, die auch im Nachgang noch einmal für eine Foto- und Video-Kampagne über nachhaltige Geldanlagen vor die Kamera treten durfte. Im Film verriet sie unter anderem, wieso Nachhaltigkeit für sie auch ein „soziales“ Thema ist. „Während des Azubi-Projektes habe ich gelernt, dass Nachhaltigkeit eben nicht nur mich selbst, sondern jeden einzelnen von uns betrifft“, sagt sie. „Und dass wir durch unser Handeln – im Privaten wie im Berufsleben – sehr viel beeinflussen können.“ Von Julia Weise


Ein vollwertiges Teammitglied

Organisiert: Michelle Keck macht bei BTI Befestigungstechnik in Ingelfingen eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel.

Foto: BTI
Foto: BTI

Hammer, Bohrer, Säge – es stimmt, ohne das passende Handwerkszeug würde ein Handwerker bei der Arbeit nicht allzu weit kommen. Aber wo bekommt er das her? Michelle Keck aus Leibenstadt/ Adelsheim weiß das genau. Als Auszubildende zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel hilft sie dabei, die Kunden des Befestigungsspezialisten BTI aus Ingelfingen mit den passenden Waren auszustatten.

„Ich saß schon auf dem Rücken eines Pferdes, da war ich noch ganz klein“, erzählt die fröhliche 19-Jährige, die ihren Berufsalltag aktuell im Homeoffice bestreitet. „Daher lag es für mich während meiner Realschulzeit nahe, dass mein Job später einmal etwas mit Tieren zu tun haben sollte.“ Das passende Praktikum in einer Tierarztpraxis brachte aber schnell Ernüchterung. „Da habe ich gemerkt, das ist doch nicht so mein Ding.“ Ähnlich ging es ihr beim Reinschnuppern in den Beruf als Chemielaborant. „Zu langweilig!“, lautete das Fazit von Michelle. Also was werden? Getreu des Mottos „Aller guten Dinge sind drei“ traf sie mit ihrem dritten und letzten Praktikum endlich voll ins Schwarze. „Bei BTI in Ingelfingen habe ich mich sofort wohlgefühlt.“ Somit war die Sache geritzt. „2017 habe ich in den Sommerferien bei BTI gejobbt. Im September 2018 ging dann die Ausbildung los.“

Inzwischen ist Michelle im zweiten Lehrjahr angelangt. Einige Abteilungen, wie den „Einkauf“, das „Marketing“ oder den „Verkauf“, hat sie durchlaufen. Dabei lernte sie die vielseitigen Aufgabengebiete als Kauffrau im Groß- und Außenhandel immer besser kennen. „BTI ist ein Handelsunternehmen“, erläutert sie. „Das bedeutet, wir stellen unsere Ware nicht selbst her, sondern kaufen sie an und verkaufen sie dann weiter.“ Die Spannweite an Produkten im Handwerkerbedarf ist groß.


"Ich komme vom Ankauf der Ware bis hin zur Abwicklung von Bestellungen zum Einsatz."


„Vom Hammer bis zur Bohrmaschine gibt es bei uns alles.“ Das Sortiment wird klassisch über stationäre „Handwerkercenter“ oder über den Onlineshop veräußert. Außerdem gibt es einen Außendienst, der die Kunden mit dem Auto besucht. Bei allen Schritten, vom Ankauf der Ware bis hin zur Abwicklung von Bestellungen, kommt Michelle zum Einsatz. Word, Excel und Powerpoint gehören dabei zu ihren täglichen Wegbegleitern.

Foto: Topperest/Shutterstock.com
Foto: Topperest/Shutterstock.com

Derzeit arbeitet sie in der Abteilung für „Sonderbeschaffung“. „Wir organisieren Waren, die nicht zu unserem üblichen Sortiment gehören. Also wenn ein Kunde beispielsweise einen pinken Akkuschrauber haben möchte, statt des üblichen in Schwarz.“ Der Durchlauf einer Abteilung dauert für gewöhnlich sechs bis acht Wochen. „Glücklicherweise war ich schon vor Corona einige Zeit in der Sonderbeschaffung dabei. So kann ich meinem Team auch vom Homeoffice aus zur Hand gehen, weil ich die Abläufe bereits kenne.“ Mit Videokonferenzen bleiben die Mitarbeiter in Kontakt. „Da fühle ich mich jetzt schon wie ein vollwertiges Teammitglied“, freut sich Michelle, die ihre Arbeitszeit von 40 Wochenstunden flexibel über ihr Arbeitszeitkonto managen darf. Die Berufsschule, die sie normalerweise in Künzelsau besucht, ist derzeit anders organisiert. „Unsere Lehrer schicken uns Aufgaben, damit wir die Inhalte selbstständig zuhause nachholen können.“ Zum Lernen kann Michelle ein kleines „Bonbon“ ihres Unternehmens verwenden: „Alle Azubis werden mit einem Tablet-PC ausgestattet“, sagt sie. „Das ist ziemlich cool, denn so braucht man bei einem Termin nicht noch Stift und Papier mitzunehmen.“ Auch das BTI-„Azubi-Car“ findet sie gut. Das bekommt jeder Auszubildende, der über 18 Jahre alt ist und einen Führerschein besitzt, im Lehrjahr für zwei Wochen. Insgesamt sind rund 30 Azubis und duale Studenten bei dem Unternehmen beschäftigt. „Wir alle kommen sehr gut miteinander klar.“ Das zeige sich auch bei verschiedenen Projekten. Etwa, wenn die Mitarbeiter der Ingelfinger „Lebenswerkstatt“, einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung, zu Besuch kommen. „Im letzten Jahr haben wir gemeinsam mit ihnen Bienenhotels gebaut“, erzählt sie. Auch nach der Ausbildung möchte Michelle gerne bei BTI bleiben. „Jetzt hoffe ich, dass es im Sommer nächsten Jahres eine Stelle für mich gibt.“ Denn dann hat sie ihren Abschluss in der Tasche. Von Julia Weise
  

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