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Stadt Donzdorf Wer möchte den Bürgerbus fahren?

Auch in Donzdorf soll es bald, wie auf dem Bild in Tamm, einen Bürgerbus geben. Foto: Martin Kalb

Donzdorf bekommt einem Bürgerbus. Jetzt werden Fahrer gesucht.

Von Iris Ruoss

Seit rund eineinhalb Jahren ist ein Bürgerbus für Donzdorf im Gespräch. Er soll durch die Straßen rollen und vieles in der Stadt erreichbarer machen, auch für diejenigen ohne Auto. Die Verwaltung hat ein Stadtbus-Modell ausgearbeitet, das schon vor einem Jahr bei den Gemeinderäten Anklang fand.

Starten soll der Bürgerbus an der Stadthalle und dann drei Linien befahren, in Richtung Marren, zur Rechbergsiedlung und zum Lautergarten. „Im Stundentakt“, erklärt Donzdorfs Ordnungsamtsleiter Gerd Rayer. Das geplante Liniennetz in der Kernstadt kann vom Bürgerbus in einer Stunde geschafft werden. Für die Teilorte Reichenbach und Winzingen war ein Rufbus im Gespräch, aus dem im Laufe der Zeit ein Rufauto geworden ist. „ Das Rufauto kann bei Bedarf bestellt werden“, erklärt Rayer. Die Teilorte ins Bürgerbus-Liniennetz mit einzubinden ist schwierig. Beide Orte werden jetzt von der RBS (Regional Bus Stuttgart) stündlich angefahren.


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Mit den Vorplanungen ist der Bürgerbus praktisch in erreichbare Nähe gerückt, was jetzt noch fehlt, sind ausreichend Fahrer. „Rund 20 potenzielle Fahrer haben wir bereits“, freut sich Rayer, mindestens weitere 15 müssen noch gewonnen werden. Die Voraussetzung: Man muss über 21 Jahre alt und im Besitz des Pkw-Führerscheins der Klasse B oder in der alten Variante, der Klasse 3 sein. „Die Kosten für beispielsweise die notwendige Fahrtauglichkeit und den Sehtest übernimmt die Stadt“, erklärt Rayer. Je größer das Bürgerbus-Team, desto flexibler kann beim Fahrplan gestaltet werden. „Die Fahrer legen ihren Zeiteinsatz selbst fest“, betont Rayer.

Fahren soll der Bürgerbus von Montag bis Freitag sowohl vor-, als auch nachmittags und das rein ehrenamtlich betrieben. Ob ein Bürgerbusverein oder die Stadt selbst Träger des Busses werden wird, muss noch entschieden werden. Der Antrag auf Bezuschussung des Bürgerbusses ist gestellt, auf die Zusage wartet die Lautertalstadt noch. Der Bürgerbus beschert den Donzdorfern mehr Mobilität, er verursacht aber auch Kosten. Für einen neuen Bus müssen zwischen 90 000 und 110 000 Euro gerechnet werden. „Bis zu 35 000 Euro schießt das Land zu, je nach Fahrzeugtyp“, sagt Rayer. Auch die Nebenkosten, wie Versicherung, Sprit, Reifen oder Wartung werden mit rund 14 000 Euro jährlich zu Buche schlagen, die Kosten für neue, durch Schilder gekennzeichnete, Haltestellen, sind bereits mit eingerechnet. „Dazu kommen ja auch Einnahmen“, sagt Gerd Rayer. Für die Fahrt mit dem Bürgerbus müssen die Nutzer natürlich ihren Obolus berappen. In den allermeisten Gemeinden ist man mit einem Euro dabei.


Info für zukünftige ehrenamtliche Fahrer

Wer Interesse am ehrenamtlichen Bürgerbus-Dienst hat kann sich per E-Mail stadt@donzdorf.de melden. Rückfragen werden unter Telefon 07162 922305 oder 07162 922306 gerne beantwortet.


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