Sonderveröffentlichung

Consenio – Tagespflege Feste Struktur im Alltag

Pflege und Arbeit unter einen Hut zu bekommen, ist für Angehörige oft schwierig. Die Tagespflege hilft dabei.

Malstunde in der Tagespflege. 
© BELUSHI/SHUTTERSTOCK.COM© BELUSHI/SHUTTERSTOCK.COM

24.06.2020

Viele Angehörige kümmern sich um ihre Partner, Eltern oder Großeltern, wenn sie mehr und mehr Unterstützung im Alltag brauchen. Wer noch voll im Berufsleben steht, kann seine Angehörigen aber oft nur in der Freizeit versorgen. Doch viele Betroffene brauchen Betreuung rund um die Uhr.

Die Tagespflege kann dabei helfen. Sie ist eine sogenannte teilstationäre Pflegeleistung: Pflegebedürftige wohnen weiter zu Hause, verbringen den Tag oder Teile davon aber in einer Einrichtung. So können pflegende Angehörige zum Beispiel arbeiten gehen oder Zeit für sich nutzen. Gleichzeitig haben die Pflegebedürftigen soziale Kontakte und sind dabei beaufsichtigt. Die meisten Einrichtungen bieten Dienstleistungen an, die weit über die reine Pflege hinausgehen: So werden je nach individuellem Gesundheitszustand die Motorik, das Gedächtnis und die körperliche Fitness durch entsprechende Angebote gefördert. Beschäftigung wird in Form von gemeinsamem Spielen, Singen oder Kochen geboten, auch Ausflüge stehen auf dem Programm. Häufig handelt es sich bei den Patienten um Menschen mit dementiellen Erkrankungen, die tagsüber nicht allein bleiben können. Das Personal in der Tagespflege ist genau auf solche Gäste eingestellt und hat einen sensiblen Umgang mit ihnen gelernt.


75 Tagespflegeplätze gab es im September 2019 in Deutschland. Da der Bedarf stetig steigt, rechnen Experten mit rund 5000 neuen Plätzen in diesem Jahr. Quelle: pflegemarkt.com


Ab Pflegegrad 2 haben Betroffene Anspruch
Auf Tagespflege haben alle Pflegebedürftigen mit mindestens Pflegegrad 2 Anspruch. Je nach Pflegegrad stehen Bedürftigen zwischen 689 und 1995 Euro pro Monat zu. Damit sind auch Kosten für den Transport zwischen der Einrichtung und dem Zuhause abgedeckt. Unterkunft und Verpflegung müssen Pflegebedürftige jedoch selbst bezahlen. Weiter wichtig: Die Tagespflege wird nicht mehr wie früher auf Pflegegeld und Sachleistungen, für eine ambulante Pflege etwa, angerechnet. Pflegebedürftige können die Leistungen also parallel in Anspruch nehmen und beliebig miteinander kombinieren. Von Kerstin Auernhammer
      

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