Sonderveröffentlichung

Start ins Berufsleben - Die besten Tipps! Als Azubi ins Ausland

Möchten Auszubildende einen Aufenthalt in einem anderen Land machen, ist zunächst Verhandlungsgeschick gefragt. Diese Tipps helfen bei der Überzeugung des Arbeitgebers.

Solch ein Aufenthalt bietet die Gelegenheit, gleichzeitig andere Länder zu entdecken. Foto: Yongkiet Jitwattanatam/shutterstock.com

27.09.2021

Eine Sprache, unbekannte Arbeitsabläufe und neue Kulturen kennenlernen: Auszubildende können von einem Auslandsaufenthalt auf vielen Ebenen profitieren. Wer in der Ausbildung Lust auf andere Länder hat, braucht aber etwas Verhandlungsgeschick, schreibt das Portal „abi.de“.
  

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Kein grundlegendes Recht

Zwar sei im Berufsbildungsgesetz geregelt, dass Azubis während der Ausbildung ins Ausland gehen können. Es bestehe aber kein Recht darauf. Sprich: Sie müssen ihren Arbeitgeber erst einmal überzeugen. Dazu sollte man das Thema beim Betrieb offen und interessiert ansprechen, rät Berthold Hübers, stellvertretender Geschäftsführer der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA BIBB) in einem Beitrag.
  

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Schon früh aufmerksam machen

Koffer gepackt und los: Viele junge Leute wünschen sich, andere Arbeitskulturen zu erkunden. Foto: Roman Samborskyi/Shutterstock.com
Koffer gepackt und los: Viele junge Leute wünschen sich, andere Arbeitskulturen zu erkunden. Foto: Roman Samborskyi/Shutterstock.com

Am besten stellt man die Vorteile für das Unternehmen heraus: Etwa, dass man im Ausland neue Dinge lernt, die man mit in den Betrieb bringt. Es kann sich lohnen, schon bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz aufmerksam zu sein: Ist das Unternehmen international organisiert? Bietet es üblicherweise Auslandspraktika an? Welches Programm unterstützt mich? Praktika im europäischen Ausland werden über das Programm „Erasmus+“ ermöglicht. Für Länder außerhalb der EU gibt es das Programm „AusbildungWeltweit“.

Laut Berthold Hübers fangen die Auslandsaufenthalte nach Corona derzeit „langsam wieder an“. Wichtigste Voraussetzung sei, dass Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes für einige Länder inzwischen weggefallen sind. Bei der Vorbereitung sollte man darauf achten, welche Einreisebestimmungen für das jeweilige Land gelten und wie die Wohnund Mobilitätsvoraussetzungen vor Ort sind.

Weitere Infos dazu gibt es online unter www.erasmusplus.de oder www.ausbildung-weltweit.de. dpa/tmn
   


Abgesichert auch bei frühem Ausfall

Erwerbsminderungsrente bei Unfall oder Krankheit: Für Berufseinsteiger gelten einige Sonderregelungen.

Manchmal kommt es schneller oder unerwarteter als gedacht: Ein Unfall oder eine Krankheit machen es einem nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt möglich, arbeiten zu gehen. Unter gewissen Umständen können Betroffene dann eine Erwerbsminderungsrente erhalten.

Doch normalerweise ist es so: Bevor Versicherte Leistungen aus der Erwerbsminderungsrente erwarten können, müssen sie zunächst fünf Jahre lang Beiträge einzahlen. Für Berufseinsteiger gelten aber Sonderregelungen: Sie sind ab dem ersten Arbeitstag durch die Rentenversicherung geschützt. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.

Kann der Berufseinsteiger durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten, hat er Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung – dafür reicht bereits ein Beitrag zur Rentenversicherung aus. Außerdem gilt für Berufseinsteiger: Tritt die Erwerbsminderung innerhalb von sechs Jahren nach dem Ende der Schulzeit oder einer Ausbildung ein, kann die Rente gezahlt werden.

Voraussetzungen erfüllen

Das greift unter einer weiteren Voraussetzung: Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden für mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge gezahlt. Bei der Berechnung der Rentenhöhen gilt dann: Es kommt nicht nur auf die bisher eingezahlten Beiträge an. Betroffene werden durch die sogenannte Zurechnungszeit so gestellt, als hätten sie im Schnitt weiter für ihr bisheriges Einkommen gearbeitet und Beiträge gezahlt. Ein Beispiel: Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2021 würde die Rentenhöhe so berechnet, als ob die Person noch bis zu einem Alter von 65 Jahren und 10 Monaten Beiträge gezahlt hätte. dpa/tmn


Nur kein Stress

In der Ausbildung prasseln viele neue Eindrücke und komplexes Wissen auf Berufsanfänger ein. Das kann unter Druck setzen.

So ein Ausbildungsvertrag kann ganz schön beflügeln. Selbst wer eher widerwillig zur Schule gegangen ist, fühlt sich beim Start ins „richtige“ Berufsleben oft hochmotiviert. Doch gerade der Anfang einer neuen Ausbildung kann auch enorm fordernd sein: Alles im Betrieb ist neu, die Aufgaben sind ungewohnt, und die Berufsschule kommt ja noch hinzu.

Atmosphäre ist entscheidend

Was also tun, damit der Schwung des Anfangs nicht gleich verfliegt oder sogar in Stress und Frust umschlägt? Zum einen für Ausgleich sorgen – durch Sport, Bewegung und Begegnungen mit Freunden. Noch wichtiger ist es aber, Druck und Sorgen nicht in sich hineinzufressen. „Viele glauben, Stress entsteht durch Zeitdruck in Verbindung mit einem hohen Arbeitspensum. Inzwischen ist jedoch nachgewiesen, dass die Arbeitsatmosphäre selbst viel entscheidender für das persönliche Stresslevel ist“, erklärt Petra Timm, Pressesprecherin von Randstad Deutschland.

Unbedingt ansprechen

Sie rät: „Wenn Konflikte oder ein Gefühl der Überforderung sich negativ auf die Motivation auswirken sollten Auszubildende unbedingt das Gespräch mit Kollegen, Ausbildern oder auch Berufsschullehrern suchen.“ Sehr vieles lässt sich durch klärende Gespräche aus der Welt schaffen. Und wer Angst hat, Fehler zu machen oder etwas nicht zu können, bittet am besten erfahrene Kollegen um Hilfe. Schließlich heißt Ausbildung, etwas lernen zu dürfen – und nicht alles können zu müssen. Weitere Infos gibt es dazu online unter www.randstad.de/karriere. pm