Sonderveröffentlichung

Start ins Berufsleben - Die besten Tipps! Schnuppern lohnt sich fast immer

Mit einem Praktikum bekommen junge Menschen am ehesten einen ehrlichen Einblick in ihren Wunschberuf. Einige Verbände unterstützen das mit Kampagnen.

Immer mehr Auszubildende starten mit einem Schülerpraktikum, um zu prüfen, ob ihnen der Beruf liegt. Foto: ZVSHK/TXN

27.09.2021

Mal ehrlich, wer als Schüler in die Berufswelt startet, hat meist noch keine konkrete Vorstellung, was sich hinter den einzelnen Ausbildungsberufen verbirgt, oder? Deswegen empfiehlt es sich häufig, mit einem Schülerpraktikum oder einem anderen freiwilligen Praktikum ein Gefühl für die Arbeit im Wunschberuf zu bekommen.
  

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So kann vorher getestet werden, ob Wunsch und Wirklichkeit auch tatsächlich übereinstimmen. Entscheidet man sich für verschiedene Praktika in unterschiedlichen Bereichen, helfen sie mitunter sogar sehr gut bei der finalen Entscheidung, welche Ausbildung für die eigene berufliche Zukunft die richtige ist.
  

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Hilfe bei Entscheidung

Egal ob als Tiermedizinische Fachangestellte, Medienkaufmann oder Zimmerer, im technischen, handwerklichen oder kaufmännischen Bereich – nahezu überall ist „Reinschnuppern“ möglich, und häufig sogar gerne gesehen. Einige Verbände und Organisationen haben deshalb dafür sogar extra Kampagnen ins Leben gerufen: Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hilft Schülern etwa mit der Ausbildungskampagne „Zeit zu starten“ schon seit mehreren Jahren bei der Entscheidung für ihre persönliche Zukunft.
  

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Dabei wird nicht nur umfangreich über die vier Ausbildungsberufe, die dem Verband zugehören, informiert, sondern es gibt auch Tipps zur Bewerbung. Azubis und Ausbilder kommen zu Wort und berichten über den abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Unterstützend laden bundesweit viele SHK-Fachbetriebe die Jugendlichen ein, um bei einem Praktikum den abwechslungsreichen Arbeitsalltag kennenzulernen. Weitere Infos zu dieser Kampagne gibt es online unter www.zeitzustarten.de. pm/gra
  


Urlaub als Praktikant?

Das erste Mal die Arbeitswelt erkunden: Das machen viele bei einem Praktikum. Manche Regeln sind ihnen dabei noch unbekannt.

Die Oma hat Geburtstag, das Festival mit den Kumpels steht an: Wenn man für längere Zeit ein Praktikum macht, könnte man den ein oder anderen Urlaubstag für solche Gelegenheiten gut gebrauchen. Aber hat man im Praktikum Anspruch darauf?

Nicht immer ist Urlaub vorgesehen: „Das hängt von der Art des Praktikums ab“, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Häufig würden Pflichtpraktika, die im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums absolviert werden, keinen Urlaub vorsehen. „Das ist in Ordnung“, so der Fachanwalt. Praktikanten müssten sogar vorsichtig sein, wenn ihnen der Praktikumsgeber freiwillig Urlaub anbietet. „Es kann dann sein, dass dadurch die vorgegebene Praktikumsdauer nicht erreicht wird.“ Im Zweifelsfall müsse man das Praktikum entsprechend um die Zahl der Urlaubstage verlängern. Wird allerdings ein freiwilliges Praktikum absolviert, besteht Bredereck zufolge grundsätzlich Anspruch auf Urlaub – wie bei Arbeitnehmern auch.

Staffelung nach Alter

Der gesetzliche Mindestanspruch beläuft sich auf 24 Urlaubstage pro Kalenderjahr bei einer Fünf-Tage-Woche. Eine längere Urlaubszeit kann der Arbeitgeber im Vertrag festhalten. Der Rechtsexperte weist darauf hin, dass jüngere Praktikanten sogar einen längeren gesetzlichen Anspruch haben: Wer unter 18 ist, hat 25 Urlaubstage pro Jahr, unter 17 sind es 27 und unter 16 besteht ein Anspruch auf 30 Urlaubstage pro Jahr. Aber Achtung: Wenn das Praktikum sechs Monate oder kürzer dauert, besteht nur ein anteiliger Anspruch, so Bredereck. dpa/tmn