Sonderveröffentlichung

Weltspartag 2019 Die Finanzprofis von morgen

Die Bankinstitute in der Region belohnen die jungen Sparer, die ihr Schwein immer fleißig gefüttert haben, am Weltspartag mit Geschenken. Foto: Proxima Studio/Shutterstock.com
Die Bankinstitute in der Region belohnen die jungen Sparer, die ihr Schwein immer fleißig gefüttert haben, am Weltspartag mit Geschenken. Foto: Proxima Studio/Shutterstock.com

Früh übt sich: Der richtige Umgang mit Geld will gelernt sein. Mit einfachen Tricks und ein paar Regeln können schon die Kids zu echten Experten werden.

Wenn am Mittwoch, 30. Oktober, wieder die Münzen durch den Zählautomaten fallen und die Kinder mehr oder weniger geduldig auf das Endergebnis warten, weiß jeder sofort: Es ist wieder Weltspartag. Auch die Bankinstitute in der Region locken dann wieder mit Geschenken und Angeboten in ihre Filialen und wollen damit Kinder und Eltern zum Sparen anregen.

Doch gerade bei den Kleinen gestaltet sich das oft schwieriger. Oftmals fehlt ihnen der Bezug zum Geld und sie wissen nicht, was teuer und was billig ist. Dann sind die Eltern gefragt, denn sie leben ihren Kindern den Umgang mit Geld vor.

In den Alltag integrieren

Eine ganz einfache Maßnahme ist dabei, über Geld zu sprechen – die Deutschen tun sich allerdings oft schwer damit. Doch Kinder müssen verstehen, dass sich Scheine und Münzen nicht von alleine vermehren. Nur so erkennen sie, dass man damit sorgsam umgehen muss. Was also tun? Eine Möglichkeit wäre, das Kind mit zum Einkaufen zu nehmen und dort mit ihm Preise und Produkte zu vergleichen. So bekommen die Kleinen einen ersten Eindruck davon, was Lebensmittel überhaupt kosten – das lässt sich ganz einfach in den Alltag integrieren.

Zudem können Eltern den Kindern zeigen, wie sie ihr Geld verwalten oder sparen. Je mehr man dem Nachwuchs über das Thema Finanzen mitgibt, desto besser.

Klappt es mit der Theorie, darf die Praxis nicht fehlen: Deshalb ist es wichtig, dass das Kind regelmäßig Taschengeld bekommt – und das circa ab dem sechsten Lebensjahr. Nur so lernt es nachhaltig mit Geld umzugehen. Dabei sollten aber ein paar Regeln beachtet werden: Es gibt keinen Kredit und keinen Vorschuss. Hat der Nachwuchs sein Geld ausgegeben, muss er bis zum nächsten Zahltag warten. Nur so lernen die Kids, dass man das eigene Geld einteilen muss.

Eine weitere Regel: Das Taschengeld kommt regelmäßig. Egal ob der Sprössling eine Fünf in Mathe geschrieben hat oder frech war – Taschengeld sollte unabhängig vom Verhalten gezahlt werden. Das Kind sollte lernen, mit dem eigenen Geld planen zu können.

Ausgaben im Blick behalten

Wenn der Nachwuchs dazu neigt, das gesamte Taschengeld immer schnell auszugeben, sollten Eltern in die Offensive gehen und dieses Problem ansprechen. Dann können beide Partien gemeinsam herausfinden, wofür das Geld draufgeht, was davon notwendig ist und wo es Einsparpotenziale gibt. Ein Tipp: ein Haushaltsbuch. Hier kann der Sprössling notieren, wie viel Geld wohin geflossen ist. Am Wochen- oder Monatsende wird dann Bilanz gezogen.

Außerdem muss das Kind lernen, dass sich nicht alle Dinge sofort bezahlen lassen und dass nicht alle Wünsche sofort realisierbar sind. Hier kommt das Sparschwein oder ein Girokonto zum Einsatz. Wer einen gewissen Teil seines Taschengeldes anspart, kann sich nach kurzer Zeit vielleicht schon den einen oder anderen Wunsch erfüllen.

Nicht selten ändern sich Wünsche, schon bevor das große Ziel erreicht ist. Auch diese Erkenntnis ist wichtig, um erfolgreicher Finanzprofi zu werden. Ein sehnlicher Wunsch von heute ist eine Woche später oft schon nicht mehr so wichtig. Die Lektion: Größere Anschaffungen sollte man immer überdenken. pm/es


So viel kostet das Leben

Sparfüchse können durch den Vergleich mit anderen Budgets viele Einsparmöglichkeiten herausfinden.

Wer mehr finanziellen Durchblick erreichen möchte, kann das eigene Budget mit Werten anderer Familien vergleichen. Foto: fotolia
Wer mehr finanziellen Durchblick erreichen möchte, kann das eigene Budget mit Werten anderer Familien vergleichen. Foto: fotolia

Wie viel Geld geben andere Familien im Monat für Kleidung und Lebensmittel aus? Ist die Wohnung nicht zu teuer, wohnen andere vielleicht günstiger? Oder liegt die eigene Familie beim Geldausgeben im guten Durchschnitt? Nachmessen und vergleichen lohnt sich: Wer das eigene Budget den Durchschnittswerten anderer Familien gegenüberstellt, kann direkt erkennen, wo der Rotstift anzusetzen ist.

Veränderungen überblicken

Mit sogenannten Referenzbudgets lässt sich schnell ermitteln, wo und wie viel man pro Monat einsparen kann – zum Beispiel, was die durchschnittlichen Ausgaben für Miete, Ernährung oder Freizeit angeht. Für transparente und faire Vergleiche haben Wissenschaftler umfangreiche Daten des Statistischen Bundesamtes zusammengestellt und für etliche unterschiedliche Haushaltstypen errechnet. Somit stehen realistische Vergleichswerte für nahezu jeden Haushaltstyp zur Verfügung. Viele der örtlichen Banken bieten diese Budget-Checks als kostenlosen, anonymen Service im Internet an.

Vor allem in den Bereichen, in denen die eigenen Ausgaben von den Referenzwerten deutlich abweichen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Kann man dort etwas einsparen? Oder entsprechen die Mehrausgaben einfach dem persönlichen Lebensstil? Ebenso ermöglicht der Onlinevergleich, bei anstehenden Veränderungen im eigenen Leben die finanziellen Folgen zu überblicken – etwa bei der Geburt eines Kindes oder einem Berufswechsel. djd

Sparkasse Schwäbisch Hall Crailsheim
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