Sonderveröffentlichung

Saisonstart Team Ehingen Urspring Neue Herausforderung für den Headcoach von Team Ehingen Urspring

Interview: Headcoach Felix Czerny erläutert, wie er mit Team Ehingen Urspring in der 2. Bundesliga ProA Erfolg haben will.

Trainer Felix Czerny setzt bei seinem Kader auf Teamgeist. Fotos: Emmenlauer

13.09.2021

Felix Czerny hat bei Team Ehingen Urspring Domenik Reinboth als Headcoach abgelöst. Er ist zwar in Urspring ein alter Bekannter, doch die neue Aufgabe ist für ihn auch eine neue Herausforderung.

Nach zehn Jahren sind Sie wieder zurück als Trainer in Ehingen, wie war das Gefühl auch nach drei Jahren ohne Trainertätigkeit wieder täglich in der Halle zu stehen?

Czerny: Es ist eine Umstellung gewesen. Es wurde von Herrn Meth in der Pressemitteilung schon richtig gesagt. Ich war immer in Kontakt mit vielen Personen hier. Der Ort war nicht neu für mich. Für mich war es neu eine Mannschaft zusammenzustellen. Mit dem Trainerteam um Johannes Hübner, Oli Heptner, Merlin Opitz und Athletiktrainer Stijepan Sucic ist eine ganz tolle Gruppe von Leuten an meiner Seite, die es mir auch leicht machen. Den Job zu machen, mit all seiner Intensität, das war schon eine Umstellung für mich.

Wie schwer war die Kaderzusammenstellung für Sie und auf was wurde bei den neuen Spielern Wert gelegt bei der Verpflichtung?

Czerny: So eine ganze Mannschaft zusammenzustellen, war für mich das erste Mal. Ein paar Spieler aus Urspring hatten wir ja schon, dennoch war es neu. In Bamberg bei meiner letzten Station war schon viel gemacht. In Ludwigsburg und bei Bayern München war der Großteil des Kaders bei meiner Ankunft schon da. Deshalb war es für mich auch ein Novum. Dennoch war es richtig interessant. Wir haben eine bestimmte Idee verfolgt. Das Ganze wurde im Rahmen unserer Möglichkeiten versucht, das war eine zeitintensive Herausforderung. Jetzt steht alles so da und wir arbeiten damit.

Viele neue, gerade junge Spieler wurden verpflichtet. Einige davon spielen zum ersten Mal im Ausland. Eine Philosophie, die Ehingen immer verfolgt. Wie war der Prozess diese zu integrieren in die Mannschaft, damit sich ein Team bildet?

Czerny: Das ist eine große Herausforderung. Wir haben damit angefangen, uns ein paar Tage im Allgäu abseits vom Basketball kennenzulernen. Das war schön und trotzdem ist jetzt jeder an seinen Plätzen und nicht die ganze Zeit zusammen. Es gilt jetzt die Jüngeren und auch die ausländischen Spieler zusammenzubringen und eine Einheit daraus zu machen. Da sind wir als Trainerteam gefordert, das zu schaffen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung auf die Saison?

Czerny: Also erstmal bin ich glücklich, dass wir bisher keine größeren Verletzungen und Corona-Fälle hatten. Das darf gerne so weiter gehen. Natürlich würde ich mir wünschen, dass die Entwicklung schneller geht und wir schneller als Team zusammenwachsen. Aber es ist wie mit vielen Sachen im Leben, die es gilt anzunehmen und positiv, kontant und konsequent den Weg zu gehen, den man sich vorstellt.

Wie soll die Mannschaft im Idealfall im Laufe der Saison dann aus Ihrer Sicht spielen?

Czerny: Die Idee ist, dass wir sehr aggressiv und schnell sind. Das sind die zwei Hauptschlagpunkte. Wir müssen etwas tun, das die Gegner vor Probleme stellt. Das ist die Geschwindigkeit und das Zusammenspiel, dass wir eine Einheit sind und zusammen verteidigen.

Wie schätzen Sie die Liga ein und was sind die eigenen Ziele?

Czerny: Ich schätze die Liga als sehr hart ein. Ich glaube, dass wir mit dem, was wir haben, realistisch sein müssen. Was nicht heißen soll, dass wir keine Ambitionen haben gut zu sein. Aber es ist einfach ein infrastruktureller Unterschied zu vielen Teams. Es gibt auch welche, die nicht so weit entfernt sind und die wollen wir angreifen. Maurice Glienke