20 Jahre Innovationsregion Ulm Der Zukunft immer einen Schritt voraus

17.10.2018
© SUNSHADOW/SHUTTERSTOCK.COM
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Im Jahr 2010 und aktuell zum 20-jährigen Bestehen hat sich der Vorstand des Vereins die Frage nach der Zukunft gestellt.

Bei der Gründung der Innovationsregion Ulm hatte man sich zum Ziel gesetzt, den Großraum Ulm – bestehend aus den Städten Ulm und Neu-Ulm sowie dem bayerischen Landkreis Neu-Ulm und dem baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis – mit einem einheitlichen Standortmarketing-Konzept als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort weiterzuentwickeln, um ihn im Wettbewerb der Regionen zu stärken und zukunftsfähig zu halten.

2010 entwickelte man ein neues Kommunikationskonzept

Selbstkritisch wurde im Jahr 2010 die bisherige Entwicklung hinterfragt. Man gestand sich ein, dass dieses Ziel nur bedingt erreicht worden war. Der Vorstand der Innovationsregion gab deshalb ein Marketingkonzept in Auftrag. Das neue Kommunikationskonzept basierte auf den Ergebnissen einer umfassenden Marktforschung und einem Strategie-Workshop des Vorstands. Im Ergebnis wurde der Fokus nun ausschließlich auf das Thema „Fachkräftesicherung“ gerichtet.

Als wichtigstes Ziel wurde definiert, die Bekanntheit der Region bei den relevanten Zielgruppen – wie Fach- und Führungskräften sowie Studenten – zu erhöhen. Die Region positionierte sich als clevere Alternative zwischen Stuttgart und München, die beste Standortbedingungen und höchste Lebensqualität zu günstigen Konditionen vereint. In der Kommunikation wurde dies durch den neuen Claim „Die clevere Alternative“ deutlich. Als Hauptinstrument wurde das Internet definiert.

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Der Slogan „Spitze im Süden“ soll mehr genutzt werden

Weitere Kommunikationsmedien sollten vorrangig dazu dienen, Interessierte auf die neu gestaltete Website der Innovationsregion zu bringen. Zudem wurde das ursprüngliche Logo überarbeitet. Eine erste Evaluation des neuen Konzeptes nach fünf Jahren brachte die Erkenntnis, auf dem richtigen Weg zu sein. Allerdings wurde beschlossen, den Slogan „Spitze im Süden“ wieder verstärkt zu nutzen.

Bedingt durch neue Vorstandsmitglieder – Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch und die Landräte Thorsten Freudenberger und Heiner Scheffold – und im Vorfeld des 20-jährigen Bestehens wurde erneut ein Reformprozess angestoßen. Nach zahlreichen Klausursitzungen beschloss der Vorstand eine Ergänzung der bisherigen Ausrichtung. Beim Regionalmarketing wird das Thema „Fachkräftesicherung“ nach wie vor eine große Rolle spielen. Dabei werden die Kommunikationsaktivitäten für die bestehenden Zielgruppen – Fach- und Führungskräfte, Studierende und Absolventen – durch Maßnahmen für Schulabgänger ergänzt. Sie sollen auf die vielfältigen Möglichkeiten für Ausbildung und Studium in der Region hingewiesen werden. Die Wirtschaftsförderung in der Region soll durch eine Intensivierung der grenzüberschreitenden Vernetzung und durch gemeinsame Veranstaltungsformate gestärkt werden. Zudem ist eine Übersicht über das vorhandene Gewerbeflächenpotenzial geplant.

Netzwerk für Zukunftsthemen wie die Digitalisierung

Ein besonderes Anliegen ist es der Vorstandschaft, den Begriff „Innovation“ mit neuem Leben zu erfüllen. So soll die Innovationsregion künftig als Vernetzungs-Plattform und Dach für die verschiedensten Akteure dienen, die sich mit den Zukunftsthemen Digitalisierung, Energie und Mobilität in der Region beschäftigen. „Es macht Sinn, viele Aufgabenstellungen in diesen Bereichen gemeinsam anzugehen und zu gestalten“, erläutert Oberbürgermeister Gunter Czisch, der als neu gewählter erster Vorsitzender nun dem Verein für zwei Jahre vorstehen wird. pm/ka

Warum das „Die“ aus dem Logo verschwand

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Kurz und knapp sollte es sein, einprägsam - das Logo der Innovationsregion Ulm. Schließlich einigte man sich auf das Schlagwort „Spitze im Süden“, die fünf Säulen und die Spitze im Hintergrund. Dazu natürlich noch der Name des Vereins: „Die Innovationsregion Ulm“. Eine runde Sache ... dachte man – doch als das Logo im Einsatz war, wurde deutlich: Im englischsprachigen Raum wirkt es nicht. Denn „die“ ist hier ein Verb und heißt „sterben“. Das Logo wurde daraufhin überarbeitet. Um es auch im internationalen Zusammenhang verwenden zu können, fiel das missverständliche „Die“ weg – es blieb die „Innovationsregion Ulm“.
Konrad Allgaier Spedition GmbH & Co. KG Neu-Ulm
Hensoldt Detect and Protect
Verband der Matell- und Elektroindustrie Baden-Württemberg E.V.
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