Sanieren & Modernisieren Behaglich warmes Zuhause

Wohlige Wärme auch im Winter: Eine Wärmedämmung trägt gleichermaßen zu geringeren Heizkosten wie auch zu einem angenehmen Raumklima bei. Foto: djd/Qualitätsgedämmt e.V./Getty
Wohlige Wärme auch im Winter: Eine Wärmedämmung trägt gleichermaßen zu geringeren Heizkosten wie auch zu einem angenehmen Raumklima bei. Foto: djd/Qualitätsgedämmt e.V./Getty
10.02.2019

Bei vielen Hauseigentümern weckt der Griff zum Heizungsthermostat das schlechte Gewissen. Schließlich geht in Altbauten ein Großteil der Wärmeenergie ungenutzt verloren.

Das Dämmen des Zuhauses macht sich dank eingesparter Heizkosten mit der Zeit von selbst bezahlt. Viele Eigenheimbesitzer unterschätzen aber, wie spürbar eine energetische Sanierung auch den Wohnkomfort steigern kann. Gut gedämmte Fassaden sorgen auf der Innenseite für wärmere Wandoberflächen. Dies vermindert auch eine als unangenehm empfundene Luftzirkulation, die bei geheizten Räumen und dabei ausgekühlten Außenwänden entsteht. So als ob es in den Wohnräumen „zieht“.

Das Haus kann zur Sparbüchse werden

Wer sich für eine Dämmung entscheidet, profitiert gleich in mehrfacher Hinsicht – von einer Wertsteigerung der Immobilie ganz zu schweigen. Die Außenwände haben mit über 40 Prozent den größten Flächenanteil an der Gebäudehülle und sind somit im ungedämmten Zustand für kostspielige Wärmeverluste verantwortlich. Durch eine Sanierung lassen sich über die gesamte Nutzungszeit der Immobilie viele tausend Euro sparen. „Die Wärmedämmung ist ein entscheidender Baustein der Gebäudesanierung“, bestätigt etwa Dr. Volker Kienzlen, Leiter der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH. Wie groß die individuellen Einsparmöglichkeiten sind, hängt von vielen Faktoren ab, die nur in einer Analyse vor Ort ermittelt werden können.

95 % der Wärme kann eine moderne Lüftungsanlage zurückgewinnen. Lüftet man von Hand, entweicht die vorher gewonnene Heizungswärme zum größten Teil.

Energieberater zeigt Einsparmöglichkeiten auf

Der erste Weg vor einer Sanierung sollte daher zum Energieberater führen, der das Haus und vor allem seine Gebäudehülle gründlich unter die Lupe nimmt. Bereits die Energieberatung wird mit 60 Prozent der Kosten (bis maximal 800 Euro pro Vor-Ort-Beratung bei Ein- und Zweifamilienhäusern) staatlich bezuschusst. djd

„Gedämmte Wände schimmeln“ - Was ist wirklich dran?

Dass die Wände anfälliger für Schimmel sind, wenn die Fassade gut gedämmt ist – das hört man immer wieder. Doch im Prinzip ist genau das Gegenteil der Fall. Bautechnisch richtig gedämmte Wände können nicht schimmeln.

Richtig ist: Gedämmte Wände können nicht schimmeln, da die Oberflächentemperatur auf der Innenseite gedämmter Außenwände so hoch ist, dass dort kein Tauwasser (Kondensat) entstehen kann.

Technisch einwandfrei gedämmte Wände sind trocken. Damit fehlt eine wichtige Komponente für die Schimmelpilzbildung: Feuchtigkeit.
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