Sonderveröffentlichung

Gartenlust Der Zauber des Herbstes

Der Herbst hat begonnen. Nun wird im Garten gepflanzt, zurückgeschnitten und geputzt – aber natürlich auch genossen.

Im Herbst bieten sich im Garten auch allerlei Naschmöglichkeiten für kleine Leckermäuler.

14.09.2020

Der September ist der erste Herbstmonat. Doch das bedeutet natürlich nicht, dass man seinem Garten jetzt den Rücken kehren kann. Ganz im Gegenteil – jetzt geht es erst so richtig los mit der Gartenarbeit. Und mal ehrlich: Bei der klaren Luft im Herbst und dem zauberhaften Farbenspiel fällt das doch ohnehin leicht.
    

An den nächsten Frühling denken

Nach dem Gartenjahr ist vor dem Gartenjahr. Wer die Zahl seiner Stauden für das kommende Jahr vermehren möchte, der kann diese ab Mitte September teilen und am neuen Standort einpflanzen. Auch für immergrüne Gehölze ist dieser Monat eine gute Pflanzzeit. Etwas Aufmerksamkeit sollte man auch dem Rasen schenken. Braune Stellen, die zu viel Sonne und zu wenig Wasser abbekommen haben, lassen sich jetzt gut ausbessern. Dazu die Schadstelle einfach abstechen und die Erde darunter lockern. Dann Rasensamen einstreuen, andrücken, gut einwässern und die Stelle in den nächsten Wochen feucht halten. Solange die Bäume noch Blätter abwerfen, sollten diese regelmäßig vom Rasen entfernt werden. Bleibt das Laub liegen, kann sich darunter Schimmel bilden. Wer eine geschützte Ecke im Garten hat, kann die Blätter dort zu einem Haufen zusammenharken – vielleicht zieht ja ein Igel für den Winterschlaf ein.

Wer einen Nutzgarten hat, hat im Herbst auch immer einiges zu tun. Denn nur weil der Winter bald kommt, muss man auf eigenes Obst und Gemüse nicht verzichten.

Im September ist zum Beispiel die passende Zeit, um Winterkopfsalat vorzuziehen. Auch Mangold, Karotten oder Rote Bete können jetzt gepflanzt werden. Außerdem steht jetzt das Reifefinale der späten Apfelsorten an. Wer an seinen Tomatensträuchern noch grüne Früchte hat, kann diese nun abernten und im Haus nachreifen lassen. Wichtig: Die Tomaten dabei nicht stapeln, denn sich brauchen eine gute Durchlüftung.


14 Celsius ist die Temperaturgrenze für die Tomatenreife. Sinken die Temperaturen darunter, erreichen die Früchte im Freiland nicht mehr ihren vollen Reifegrad.


Pflege für die Helferlein

Sind am Ende des Herbstes alle Gartenarbeiten erledigt, haben sich auch Schere, Schaufel und Co. eine Pause verdient. Bevor man sie aber in der Hütte oder Garage einlagert, sollte man sie pflegen. Des bedeutet von Schmutz reinigen, einfetten und prüfen, ob die scharfen Teile einen neuen Schliff brauchen. Ein geeigneter Überwinterungsort sollte trocken und gut gelüftet sein. Für Geräte mit Akku gilt: Diesen aus dem Gerät nehmen und separat lagern. Kälter als fünf Grad sollte es dort, wo der Akku gelagert wird, nicht sein. Sonst kann es vorkommen, dass er im nächsten Frühjahr nicht mehr seine volle Leistung erbringt.
   

Schutz vor dem kalten Winter

Wer Kübelpflanzen im Garten oder auf dem Balkon hat, sollte jetzt schon an deren Winterschutz denken. Denn der erste Nachtfrost kann ganz plötzlich kommen, auch wenn die Tage noch warm sind. Immergrüne Kübelpflanzen überwintert man am besten im Haus. Die meisten fühlen sich im kühlen Keller oder Treppenhaus bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad wohl. Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein. Laubwerfende Kübelpflanzen wie Fuchsien kann man auch in ganz dunklen Räumen überwintern. Für Kübelpflanzen wie Hibiskus, Schönmalve oder Zier-Banane endet die Freiluftsaison, sobald die Temperaturen unter zehn Grad Celsius fallen. Sie vertragen beim Überwintern etwas mehr Wärme und freuen sich über Licht. Aber bitte nicht direkt an die Heizung stellen. Trockene und heiße Luft begünstigt den Schädlingsbefall. Von Anne Meßmer
     

Rezept

Zwetschgenkuchen mit Streuseln und Thymian

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Zutaten für den Hefeteig:
400 g Mehl
30 g Hefe
50 g Zucker
150 ml lauwarme Milch
50 g zerlassene Butter
1 Ei
1/2 TL Salz

für Belag und Streusel:
1,5 kg Zwetschgen
10 Stiele Thymian
150 g Mehl
100 g Zucker
1/2 TL Zimt
100 g Butterflöckchen
    

1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel füllen, in der Mitte eine Mulde machen und die zerbröckelte Hefe mit 1 EL Zucker und 3 EL von der Milch in die Mulde geben. Mit etwas Mehl vom Muldenrand zu einem weichen Vorteig anrühren. Mit ein bisschen Mehl bestreuen und zugedeckt im warmen Raum gehen lassen, bis an der Oberfläche Risse auftreten. Die restlichen Teigzutaten dazugeben und alles mit den Knethaken des Rührgerätes zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat.

2. Dann den Teig auf Blechgröße ausrollen und auf das eigefettete Blech legen. Die Ränder ringsum leicht hochziehen.

3. Die Zwetschgen waschen, entsteinen und halbieren. Den Thymian waschen, die Blätter abzupfen, fein hacken und mit den Früchten mischen. Dann die Zwetschgen dicht an dicht auf dem Teig verteilen. Das Blech zudecken und alles nochmal kurz gehen lassen. Den Ofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

4. Für die Streusel das Mehl mit Zucker, Zimt und Butterflocken vermischen und mit den Fingern zerkrümeln. Dann auf dem Kuchen verteilen und ab in den Ofen damit. Rund 40 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun ist.

Quelle: „Ich helf dir backen“, Hedwig Maria Stuber, blv Verlag