Sonderveröffentlichung

Mobile Banking Die Bank in der Hosentasche

Noch machen viele ihre Bankgeschäfte am PC - Banking über das Smartphone wird aber immer beliebter.
Noch machen viele ihre Bankgeschäfte am PC - Banking über das Smartphone wird aber immer beliebter.

Sämtliche Finanzgruppen in Deutschland arbeiten derzeit intensiv daran, ihre Angebote an flexiblen Lösungen für mobiles Bezahlen weiter anzupassen.

Von Thomas Spengler 

Dazu zählt auch die Adaption des iPhone-Bezahldiensts Apple Pay, der Ende 2018 in Deutschland an den Start gegangen war. Die Nutzer können dabei im Laden mit dem iPhone oder der Apple Watch wie mit einer Kreditkarte bezahlen. Noch im laufenden Jahr wollen Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken Deutschland Apple Pay anbieten. Beide Finanzgruppen verhandeln darüber aktuell mit dem US-Konzern. Wie weit die Digitalisierung des Bankgeschäfts fortgeschritten ist, zeigen exemplarisch die Zahlen des Sparkassenverbands Baden-Württemberg (SVBW). So hat sich die Zahl der Privatkunden, die über das Internet mittels PC, Tablet oder Smartphone auf ihr Konto zugreifen, inzwischen auf gut 50 Prozent erhöht. Bei den Firmenkunden sind es laut SVBW aktuell 75 Prozent. „Die mit Abstand am meisten besuchte Filiale ist die Internetfiliale“, sagt dazu SVBW-Präsident Peter Schneider. Inzwischen hätten viele Kunden ihre eigene kleine Filiale in der Westentasche. Dazu trägt auch das Bezahlsystem Kwitt der Sparkassen bei, mit dem sichere Überweisungen von Handy zu Handy ohne Kenntnisse von IBAN und BIC möglich sind. 1,2 Millionen Nutzer sind dafür bundesweit registriert. Schneider nennt in diesem Kontext auch das 2018 eingeführte Angebot der Echtzeit-Überweisung, das monatlich auf eine Größenordnung von 1,4 Millionen Echtzeit-Transaktionen kommt.


VR-Bank Neu-Ulm eG

Nach Kleingeld kramen fällt weg

Seit vergangenem Jahr können in Deutschland die Kunden mit einem sogenannten NFC-fähigen Android-Smartphone überall kontaktlos bezahlen, wo auch kontaktlose Kartenzahlungen möglich sind. „Verbraucher halten ihr Handy oder ihre Karte einfach vor das Lesegerät im Supermarkt und begleichen so in Sekundenschnelle ihre Rechnung“, erläutert dazu Barbara Scholten, Leiterin des Onlinebanking Centers der Volksbank Stuttgart. Die erforderlichen Transaktionsdaten wie IBAN, Kartennummer, Gültigkeitsdatum und der zu zahlende Betrag werden über die sogenannte Near Field Communication (NFC) übertragen. Die Verbraucher legen über die App auf dem Smartphone im Vorhinein fest, über welche Karte sie bezahlen wollen. Insbesondere die lästige Suche nach Kleingeld, die für lange Schlangen an der Supermarktkasse sorgen kann, soll sich durch mobiles Bezahlen erübrigen. Dabei funktioniert die Technik bei allen Kassen im stationären Handel von Supermärkten und Warenhäusern, die bereits heute kontaktloses Bezahlen zulassen.


"Die am meisten besuchte Filiale ist die Internetfiliale."



Smartphone-Banking im Trend

Mobile Bankdienstleistungen werden für Verbraucher in Deutschland und Europa immer wichtiger.

PANUWAT PHIMPHA/SHUTTERSTOCK.COM
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