Sonderveröffentlichung

Tag des deutschen Bieres Ein Prosit auf den maßvollen Genuss

Bier ist mit großem Abstand das alkoholische Lieblingsgetränk der Deutschen. 

Dank dem Deutschen Reinheitsgebot darf Bier nur vier Zutaten enthalten: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.

22.04.2020

Im Biergarten mit Freunden auf ein Radler oder ein Weizen treffen – aktuell muss das noch auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aber träumen darf man ja und warum dazu nicht ein kühles Bierchen im heimischen Garten trinken?

Derweil wird das alkoholische Lieblingsgetränk der Deutschen, das Bier, gefeiert. Denn vor 504 Jahren – am 23. April 1516 – ist das Deutsche Reinheitsgebot in Kraft getreten, nach dem die deutschen Brauer heute noch ihr Bier brauen. Nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe dürfen demnach ins Bier. Aus den vier Zutaten werden dank unterschiedlicher Brau-Stile, Malz-, Hopfen- und Hefesorten sage und schreibe rund 6000 verschiedene Biersorten gewonnen.

Finkbeiner Getränke-Fachmarkt

Das beste Getränk der Welt

Jack Nicholson soll mal kurz und knackig gesagt haben: „Bier, das verdammt nochmal beste Getränk der Welt.“ Viele Deutsche sehen das genauso wie der amerikanische Schauspieler. Immer wieder gibt es auch Untersuchungen, welche auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Bier verweisen. Malz – also zum Keimen gebrachtes Getreide, meist Gerste – punktet mit Mineralstoffen, Spurenelementen und B-Vitaminen. Das Hanfgewächs Hopfen enthält ätherische Öle und Bitterstoffe. Bier ist also gut für die Gesundheit? Leider nur bedingt, denn bekanntlich enthält es ja auch Alkohol.

Alkohol und Kalorien

Außerdem hat Bier ziemlich viele Kalorien. In einem halben Liter Weizen tummeln sich rund 190 Kilokalorien. Bier sollte für einen Genuss ohne Reue daher nur in Maßen genossen werden. Allerdings gilt das ja so ziemlich für alle Nahrungsmittel und Getränke. Alternativ kann man auch die Light- oder alkoholfreien Varianten wählen. Für Sportler ist alkoholfreies Bier aufgrund seiner Mineralien und Elektrolyte eine prima Wahl zum Flüssigkeitsausgleich. Von Claudia Wohlhüter

Getränk mit Geschichte

Früher kamen auch mal Fliegenpilz und Stechapfel ins Bier.

Aus der Gerste wird im Bier Malz. ©Horulko/shutterstock.com
Aus der Gerste wird im Bier Malz.
©Horulko/shutterstock.com

In Bayern – wo sonst? – wurde ein „besonderer Gerstensaft“ 736 nach Christus erstmals schriftlich erwähnt. Drei Jahrzehnte später wurde mit der ersten Bierurkunde eine Lieferung des Gerstensaftes von Geisingen an der Donau in das Kloster St. Gallen bestätigt. Klöster und Ordensgemeinschaften spielten bei der Geschichte des Bieres eine besondere Rolle.

Was vor Jahrhunderten allerdings als Bier bezeichnet wurde, hat mit unserem heutigen Gebräu nicht allzu viel zu tun. So kam manch einer auf die merkwürdigsten Ideen, um sein Bier haltbar zu machen oder ihm einen eigenen Geschmack zu verleihen. Besondere Kräuter, Ruß für die dunkle Farbe, ja, sogar von Fliegenpilz und Stechapfel ist in den alten Schriften zu lesen.

Herzog Wilhelm IV machte mit diesen fragwürdigen Zutaten Schluss. Auf seinen Befehl wurde am 23. April 1516 das Deutsche Reinheitsgebot, die älteste Lebensmittelverordnung der Welt, erlassen. cw

Rund 110 Liter Bier pro Jahr

Rund 110 Liter Bier trinkt der durchschnittliche Deutsche im Jahr. Aus den vier Grundzutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe werden rund 6000 Biersorten gebraut. Bier-Sommeliers können rund 800 Geschmacksrichtungen unterscheiden. Hefe wandelt den Zucker im Bier in Alkohol um. Das Hanfgewächs Hopfen enthält Bitterstoffe und ätherische Öle mit verschiedenen Aromen. Malz, also kurz gekeimtes Getreide wie Gerste oder Weizen, sorgt für die Farbe und je nach Röstgrad auch für den Geschmack. Beim Wasser kommt es vor allem auf den Härtegrad an.

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