Sonderveröffentlichung

Meine Weststadt Wo Einkaufen ein Erlebnis ist

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Heidi Wolf (r.) hat wie die anderen im Team einen guten Draht zu den Kunden. Fotos: Petra Starzmann
Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Heidi Wolf (r.) hat wie die anderen im Team einen guten Draht zu den Kunden. Fotos: Petra Starzmann

Im Weststadthaus laufen die Fäden verschiedenster sozialer Projekte zusammen. Jüngstes Beispiel ist das „Haus der Dinge“ im ehemaligen Schuhhaus Siegle.

Von Petra Starzmann 

Soziales trifft Nachhaltiges im Haus der Dinge. Im Februar hat die AG West, der Verein für Jugendhilfe und soziale Arbeit mit Sitz im Weststadthaus, dieses Kaufhaus der anderen Art eröffnet.

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Das Angebot umfasst gutes Gebrauchtes, kreative Upcycling-Ideen, fair Gehandeltes sowie regionale Produkte. „Doch kommen die Leute hier nicht nur, wenn sie etwas Konkretes suchen, es ist für sie oft auch ein Erlebniseinkauf“, bemerkt AG-West Geschäftsführer Markus Kienle. Will heißen, nicht nur schnell etwas kaufen, vielmehr Stöbern und anschließend vielleicht ein Päuschen bei einer Tasse Kaffee machen. Die Sitzgruppe im Laden lädt zum Plaudern ein. Günstige Waren, die für alle erschwinglich sind, gehören zum sozialen Gedanken, dazu ist das Haus der Dinge ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen, denen ehrenamtliche Mitarbeiter zur Seite stehen. „Das ist Teil des Konzepts wie auch in anderen AG-West Projekten“, verweist Kienle auf den sozialen Fokus.

Toilettenpapier kaufen und Geld für Toilettenbau spenden

Des Weiteren gehören Waren zum Angebot, die soziale Projekte fördern, wie etwa Toilettenpapier, mit dessen Erlös weltweit der Bau von Toiletten gefördert wird. Nicht zuletzt bietet das Kunstschaufenster Kunst für jedermann: Die wechselnden Kunstwerke sind von der Straßenbahnhaltestelle aus zu betrachten und natürlich direkt vor dem Schaufenster. Das noch junge Haus der Dinge ist in der Entwicklung. Neben den Abenden, an denen es einen Themenwechsel mit Bewirtung gibt, wird an weitere Veranstaltungen gedacht. Wenn Themenwechsel der Waren ist, wechseln auch die Ausstellungen im Kunstfenster.

FOTOS: VOLKMAR KÖNNEKE
FOTOS: VOLKMAR KÖNNEKE
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                                                                                                         Ideen für Nachhaltigkeit


„Die Waren im Haus der Dinge stammen von Menschen, die etwas hergeben, damit es ein weiteres Leben bekommt. Sie freuen sich, wenn sich andere an diesen Dingen erfreuen“, bemerkt Karin Pfalzer, die gemeinsam mit einem Team an Ehrenamtlichen das Haus umtreibt. Second-Hand, Fairtrade und Upcycling lauten also die Stichworte, an denen sich die Einrichtung orientiert. Ebenfalls gemäß diesem Prinzip bekommt man im Haus der Dinge auch Tipps, wo Dinge abgegeben werden können, die das Haus der Dinge selbst nicht annimmt, etwa wie Kleidung, Bücher, Brillen, größere Möbel oder alte Handys.


Gutes tun

Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen nach Abzug der Kosten den vielfältigen Projekten der AG West zugute: den Quartiertreffs Café Canapé und Café Blau, dem Weststadthaus mit der Kaffeezeit, der Ulmer Jugendfarm oder dem Quartiersgarten im Dichterviertel.

Alle drei Monate gibt es einen Themenwechsel im Haus der Dinge. Welche „Dinge“ aktuell angenommen werden, ist zu erfahren unter www.siegle-ulm.de oder direkt im Haus.


Haus der Dinge
Söflinger Straße 194, 89077 Ulm, Straßenbahnhaltestelle Linie 1, Haltestelle „Magirusstraße“

Öffnungszeiten:
Mi-Fr 14-19 Uhr, Samstag 11-15 Uhr

Finkbeiner Getränke-Fachmarkt
ASB Gesundheitszentrum
Dr. Patricia Wachter Dr. Werner Boch (angest. ZA)
TaYoLing
AWO
Tentschert Immobilien
Dr. Petra Aicham & Kollegen
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