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Mein Söflingen Die Söflinger schätzen das Miteinander

Publikum und Musiker haben Spaß beim Blaurock-Festival. FOTO: BLAUROCK

Feiern und gesellig zusammenkommen: Söflingens Jahreslauf bewegt sich im Rhythmus vieler Feste und Veranstaltungen, gestemmt von den Söflinger Vereinen.

Von Petra Starzmann

„Was die Lebensweise des Söflingers (...) anbelangt, so kann man sagen, dass derselbe (...) große Neigung zu Lustbarkeiten und Fröhlichkeit hat, die er vornehmlich durch Tanz, Gesang und heiteres Trinkgelag beim Bier befriedigt. An Gelegenheit dazu fehlt es ihm nicht“, charakterisiert der Söflinger Lehrer und Chronist Franz Josef Miller um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Söflinger. Tatsächlich rückt Söflingen auch heute noch gerne zusammen: „Der alte Dorfkern Söflingens ist erhalten geblieben, hier spielen sich die Feste und das Vereinsleben ab: Gemeindeplatz, Klosterhof und Meinlohforum“, stimmen Rainer Baechelen und Michael Glöggler vom Vorstadtverein VVS überein. Der VVS dient als Dachverband für die zahlreichen Söflinger Vereine – aktuell sind 28 dabei.

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Um die geselligen Zusammenkünfte in Söflingen zu koordinieren und zu organisieren, gibt es einen Festausschuss. Die Söflinger gehen hin und: „Viele Feste ziehen auch Besucher von außerhalb an“, weiß Rainer Baechelen, der sich selbst als „Festlesheimer“ des VVS bezeichnet. Wenn er den Söflinger Festkreis durchs Jahr aufzählt, kommt eine lange Liste zusammen. Zu Ostern schmückt der Handel- und Gewerbeverein HGV den Brunnen auf dem Gemeindeplatz mit nahezu 3000 Eiern. Der Osterbrunnen will begossen werden, ebenso wie das Maibaumaufstellen, bei dem der Vorstadtverein Unterstützung von der Feuerwehr bekommt.

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen

Immer am Samstag vor dem Muttertag trifft sich Söflingen beim Flohmarkt im Klosterhof, wo es obendrein Blumen für den Muttertag gibt. Denkt der HGV hier an die Mütter, richtet er kurz danach schon das Vatertagsfest aus. Die Brücke zum Söflinger Sommer bildet das Blaurock-Wochenende. Teil des Sommers ist das bekannte Zeitbeerfest sowie das Kinderfest. Am Schwörmontag spielt im Klosterhof der Musikverein auf, in den Herbst geht es mit der Kirchweih, gepaart mit dem verkaufsoffenen Sonntag, dann kommen die Söflinger zu Sankt Martin zusammen und bald darauf startet in der Vorweihnachtszeit die Glühweinhütte auf dem Gemeindeplatz gefolgt vom Söflinger Advent. „Die Glühweinhütte wurde damals ins Leben gerufen um Geld zu sammeln für die Realisierung gemeinnütziger Projekte in Söflingen. Aktuell werden zum Beispiel Blumentöpfe bepflanzt oder der Baumschmuck vom großen Weihnachtsbaum ermöglicht“, erklärt Ulrike Roßberg, stellvertretende HGV-Vorsitzende. Die Söflinger Straßen, Gassen und Plätze sollen schließlich schmuck sein. Denn die Söflinger kommen nicht nur auf der Bierbank zusammen, sondern auch beim Schwatz auf der Gass‘.

Ein Söflinger Unikum: der Pfeifenklub

Wann sich der 1922 gegründete Pfeifenklub Söflingen in Rauch aufgelöst hat, ist nicht bekannt – zu guten Zeiten hatte er jedenfalls 100 Mitglieder.

Es ging ums Preisrauchen, anfangs mit Pfeifen, später mit Zigarren: „Wer am längsten zu schmauchen vermochte, war Sieger“, steht in der Söflinger Chronik geschrieben.

Bis heute sind Pfeifen des Klubs im Besitz des Heimatmuseums.

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