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Meine Oststadt Kultviertel Oststadt

FOTOS: VOLKMAR KÖNNEKE
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Vom Industriegebiet zum Wohnviertel. In der Oststadt findet man viel Grün, viel Kultur und viel Lebenswert. Man muss nur die richtigen Ecken kennen.

Von Petra Starzmann

Der Alte Friedhof ist das grüne Bindeglied zwischen dem Kern der Oststadt und der Neustadt: „Irgendwie hat es schon immer zusammengehört“, sagt Oststadtgastronom Marco Abbagnara, der am Karlsplatz aufgewachsen ist. Einst Arbeiterquartiere, entwickeln sich die jungen Viertel zum angesagten Kiez, gerne mit Hinterhofatmosphäre. Tradition und junge Kreative treffen zusammen. Einst säumten kleine Läden und Kneipen die Straßen. Viele verschwanden, heute kehren sie mit einer jungen Szene zurück. „Der Kiosk am Willy-Brandt-Platz war super, er war für Kinder und Erwachsene ein Anlaufpunkt“, erinnert sich der 40-jährige Abbagnara. Mit der Umgestaltung des Platzes wich der Kiosk.

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Neuer Treffpunkt am Willy-Brandt-Platz

Heute ist die denkmalgeschützte Zundeltor-Apotheke aus den 1950er-Jahren nicht nur ein historisches Zeugnis aus früherer Zeit, sondern zudem ein neuer Treffpunkt. Hier gibt es neben Kaffee und Bier auch Kultur, wie in anderen Kiez-Kneipen. Kreativ statt malerisch: Der Blick aus der Apotheke geht auf die große Kreuzung, wenig idyllisch, doch urban – die Multi-Kulti-Gegend spiegelt sich hier. Das hat auch die Wirtin der „Apotheke“, Judith Garcia-Beyer beobachtet: „Die Leute hier in der Oststadt sind bunt gemischt. Als Kind habe ich eine Zeit lang in der Friedenstraße gewohnt. In den Altbauwohnungen waren fast alles Wohngemeinschaften, schon damals wurden die teilweise saniert und die Mieten teurer. Doch es ist immer noch nicht schickimicki. Der Charme mit den Hinterhöfen ist geblieben und man kennt die Nachbarn.“ Rund um den WillyBrandt-Platz wohnen Kunst- und Kulturschaffende ebenso wie am Karlsplatz. „Es gibt hier viele kreative Leute“, bemerkt Roy Bichay, ein weiterer Oststadtgastronom. Als Architekt öffnet er seinen Blick: „Ein Platz wird bespielt von den Menschen, die dort leben.“ Das sind am Willy-BrandtPlatz und am Karlsplatz Leute jeden Alters, jeder sozialen Schicht und aus vielen Kulturen – urban eben.

FOTOS: VOLKMAR KÖNNEKE
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Spielerisch geht es auf dem Karlsplatz zu

Während der Willy-Brandt-Platz allerdings Verkehrsknotenpunkt ist, geht es auf dem Karlsplatz ruhiger zu. Hier spielen die Menschen Boccia, Basketball oder Schach, Kinder haben einen Spielplatz, eine grüne Wiese lädt zum Sitzen ein. Seit Mitte der 1990er-Jahre wird alle zwei Jahre gemeinsam beim Karlsplatzfest gefeiert, dieses Jahr am 6. Juli. Roy Bichay sieht mit anderen kreativen Bewohnern noch mehr Potential: „Wir haben einige Ideen. Dazu gehört Urban Gardening, vor allem für Kinder. Auf den freien Flächen könnten Food Trucks oder ein Kiosk etwas anbieten, ein regelmäßiger Flohmarkt wäre toll und für die vielen Kreativen eine Bühne.“ Wem das zu trubelig ist, der kann sich in aller Ruhe auf eine Bank setzen und die Stimmung genießen.

Sie machen die Oststadt lebendig

Judith Garcia-BeyerDie Apotheke
Judith Garcia-Beyer
Die Apotheke
Roy BichayClub Eden
Roy Bichay
Club Eden
Marco AbbagnaraPizzeria PinocchioFOTOS: PETRA STARZMANN
Marco Abbagnara
Pizzeria Pinocchio
FOTOS: PETRA STARZMANN

Die Au wachküssen

Der Verein „Indauna“ will die Ulmer Friedrichsau kulturell beleben.

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„Unser Ziel ist es das von den Ulmern geliebte Natur- und Naherholungsgebiet Friedrichsau kulturell wieder wachzuküssen“, bringt es die künstlerische Leiterin und zweite Vereinsvorsitzende Oxana Arkaeva auf den Punkt. Das Ziel von „Indauna“ ist ein Kulturkonzept für die Au – genau so, wie sie ursprünglich vor 200 Jahren als Geschenk des Königs Friedrich I. von Württemberg an die Stadt Ulm angedacht und angelegt wurde, nämlich als „Ort der der Muße, der Geselligkeit, der Vereins- und Freizeitpflege der Ulmer“. Der Auftakt im vergangenen Jahr war vielversprechend, in diesem Jahr geht es weiter. „So bringen wir neben Musikveranstaltungen ein Kinderprogramm, Tanz, Schauspiel und beliebte Freizeitsportarten wie Boule und Yoga in die Au. Auch die Kulturnacht wird in diesem Jahr in der Friedrichsau wieder stattfinden. Ab 1. April kann man das Programm auf unserer Webseite www. indauna.de finden“, so Arkaeva. ps

Hinter den Kulissen

FOTO: PRIVAT
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Oxana Arkaeva engagiert sich im Verein „Indauna“. Das Ziel: Ein Freiluft-Kulturkonzept für Jung und Alt.




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