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Was Experten raten Schneller wieder auf den Beinen

  

Orthopädische Universitätsklinik UlmProfessor Dr. med. Heiko Reichel; Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik

27.03.2020

Die Genesung verbessern und den Patienten wieder schneller auf die Beine bringen - „Enhanced Recovery“ nennt sich eine neue Methodik, mit der die stationäre Aufenthaltsdauer verkürzt wird: und zwar von durchschnittlich zehn auf fünf bis sieben Tage. In der Orthopädischen Universitätsklinik haben Professor Dr. med. Heiko Reichel und sein Team die Konzepte zur Frühmobilisation wissenschaftlich begleitet und wesentlich mitentwickelt. Das Konzept, den Patienten nach einer Operation früher zu mobilisieren, dient ganz klar dem Wohl des Patienten und teilt sich in drei Phasen auf.

Abb. 1: Unterschiedliche Muster der Genesung nach „traditioneller“ und „Enhanced Recovery“-Behandlung (nach Fearon und Luff 2003)
Abb. 1: Unterschiedliche Muster der Genesung nach „traditioneller“ und „Enhanced Recovery“-Behandlung (nach Fearon und Luff 2003)

Den Patienten so früh wie möglich ins Konzept einbinden

Es geht darum, den Patienten so sicher und schonend wie möglich durch die Operation und danach wieder auf die Beine zu bringen. Dafür muss man den Patienten bereits vor der Operation, in der präoperativen Phase, in das Konzept einbinden. „Wenn der Patient gut vorbereitet in die Operation geht, wird er auch danach nicht in ein tiefes Loch fallen und entsprechend in der postoperativen Phase schneller genesen“, erklärt der Universitätsprofessor.

„Auch wenn sich dank neuartiger Verfahren die Verweildauer in der Akutstation in der postoperativen Phase wesentlich verkürzt hat, wollen wir keinesfalls den Eindruck erwecken, dass der Patient so schnell wie möglich aus der Klinik ‚rausgeschmissen’ wird.“ Im Gegenteil. Das Patientenwohl hat oberste Priorität. Eine frühe Entlassung sei allenfalls ein positiver Nebeneffekt – „nicht das medizinische Primärziel“.

Das neue Konzept „Enhanced Recovery“ schließt alles mit ein: optimale Vorbereitung, die sogenannte „Patientenschulung“, modernes Blut- und Schmerzmanagement, herz- und kreislaufschonende Narkoseverfahren sowie knochen- und weichteilschonendes Operieren. Zudem werden keine Katheter und Drainagen mehr eingesetzt. Die Narkoseverfahren wurden so optimiert, dass der Patient während der Operation möglichst wenig Kreislaufbelastung erfährt, dabei aber völlig entspannt und schmerzfrei ist. Danach sollte der Patient jedoch sofort wieder die volle Kontrolle über sein operiertes Bein zurückbekommen, sodass er bereits wenige Stunden nach der Operation wieder auf seinem Bein stehen und die ersten Schritte gehen kann.

Patientenwohl an erster Stelle

Dies verlangt natürlich auch eine besonders schonende Operationstechnik: Die Implantate müssen belastungsstabil eingesetzt werden, die gelenkumspannende Muskulatur darf nicht durchtrennt, sondern sollte nur auseinandergehalten werden (sogenanntes minimal-invasives Operieren). Um Nachblutungen vermeiden und auf Wunddrainagen verzichten zu können, werden die Wundflächen mit einem Medikament versiegelt. Zum Schluss wird das Gelenk zur Reduktion des postoperativen Schmerzes noch mit einem lokalen langwirksamen Schmerzmittel umspritzt. Der Patient kann so direkt nach der Operation die Wiedergewinnung seiner Mobilität aktiv mitgestalten.

Gelenkersatz am RKU

- Zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung
- Minimal-invasive Kurzschaftimplantation (Hüftgelenkersatz)
- Roboter-assistierte Implantationstechnik (Kniegelenkersatz)
- Anschlussheilbehandlung im hauseigenen Klinikhotel RECOVER

Kontakt

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Orthopädische Universitätsklinik Ulm
Oberer Eselsberg 45
89081 Ulm

E-Mail: information@rku.de
Tel.: 0731 177-0
www.rku.de


Endoskopie an der Wirbelsäule

Kliniken der Kreisspitalstiftung, Stiftungsklinik Weißenhorn, Donauklinik Neu-UlmProf. Dr. med. Ralf Eisele
Kliniken der Kreisspitalstiftung, Stiftungsklinik Weißenhorn, Donauklinik Neu-Ulm
Prof. Dr. med. Ralf Eisele
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In der Röntgendurchleuchtung wird unter Sicht die Kanüle platziert und mit Kamera und entsprechenden Instrumenten bestückt. Foto: Kliniken der Kreisspitalstiftung
In der Röntgendurchleuchtung wird unter Sicht die Kanüle platziert und mit Kamera und entsprechenden Instrumenten bestückt. Foto: Kliniken der Kreisspitalstiftung

Nicht nur in der Sporttraumatologie, sondern auch bei Patienten mit chronischen Begleiterkrankungen erreicht man mit der Endoskopie an der Wirbelsäule bei einem Minimum an chirurgischem Zugang ein Maximum an Effizienz hinsichtlich des Wiedererreichens der Sportfähigkeit beziehungsweise der Selbständigkeit.

Endoskopische Bandscheibenoperation

Ein Beitrag zu dieser Therapie ist die endoskopische Bandscheibenoperation bei Bandscheibenvorfall. Hier kann gewebeschonend der Bandscheibenvorfall entfernt und die komprimierte Nervenwurzel entlastet werden. Der Zugang ist nur 5 mm groß und die Genesung dauert kaum 24 Stunden. Viele Patienten können schon am OP-Tag nach Hause. Möglich wird dies durch eine Röhre, die Kamera und Arbeitskanal für die Instrumente in sich aufnehmen kann. Die Methode nennt sich Transforaminal Endoscopic Surgical System (TESSYS).

Ausnahmefälle während der Operation

Wie bei jedem minimalinvasiven Eingriff können sich in Ausnahmefällen während der Operation auch Umstände ergeben, die eine aufwendigere Methode notwendig machen. Die Klinik bietet hierfür auch offene Bandscheibenoperationen oder Bandscheibenersatz an. Die Abteilung für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie verfügt an der Stiftungsklinik über 35 Betten, zwei Betten stehen auf der Intensivstation zur Verfügung.

Zur Person

- Prof. Dr. med. Ralf Eisele Chefarzt der Abteilung Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Facharzt für Chirurgie, spezielle Unfallchirurgie, Orthopädie, Gefäßchirurgie, Physikalische Medizin, Sportmedizin, zugelassener Gutachter des BDC.

- Professor Eisele studierte und promovierte an der Universität Ulm. Seine Facharztausbildung absolvierte er an Kliniken in Stuttgart und Göppingen und kehrte 1990 an die Universitätsklinik Ulm zurück. Hier arbeitete er als Oberarzt in der Abteilung Unfall-, Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie.

- Seit 2004 ist Professor Eisele Chefarzt der Abteilung Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an den Kliniken der Kreisspitalstiftung.

Kontakt

Prof. Dr. med. Ralf Eisele
Kliniken der Kreisspitalstiftung
r.eisele@kreisspitalstiftung.de
www.kliniken-kreisspitalstiftung.de

Stiftungsklinik Weißenhorn
07309/ 870-2550

Donauklinik Neu-Ulm
0731/ 804-2201


Gesund werden – Gesund bleiben

SRH Kliniken Landkreis SigmaringenDr. Ernst-Wilhelm Bräuchle, ChefarztDr. Ralf Wegner, Leitender OberarztDr. Abdel-Moneim Elsayed, OberarztDr. Philipp Wagner, OberarztDr. Hartwin Goeze, Oberarzt
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Im zertifzierten Endoprothesenzentrum gibt es individuelle Beratung und umfangreiche Erfahrung im künstlichen Gelenkersatz: Hüfte(l.), Knie, Sprunggelenk, Schulter, Ellbogen, Wechseloperation. Foto: SRH
Im zertifzierten Endoprothesenzentrum gibt es individuelle Beratung und umfangreiche Erfahrung im künstlichen Gelenkersatz: Hüfte(l.), Knie, Sprunggelenk, Schulter, Ellbogen, Wechseloperation. Foto: SRH

Menschen möchten so lange wie möglich mobil bleiben. Beweglichkeit, Schmerzfreiheit und Mobilität sind wichtige Bausteine für eine hohe Lebensqualität. In unserem zertifizierten Endoprothetikzentrum behandeln wir Patienten mit Verschleißerscheinungen und Verletzungen an den großen Gelenken. Der künstliche Ersatz sowie Wechseloperationen von Knie-, Hüft-, Schulter- und Sprunggelenken (Endoprothetik) stehen im Fokus unserer Arbeit. Wir beraten jeden Patienten ausführlich und individuell.

Erfahren Spezialisten und moderne OP-Techniken

Eine Prothese wird erst dann implantiert, wenn alle konservativen Therapien ausgereizt sind. Verschleißerscheinungen werden nach einem Stufenschema – entsprechend dem jeweiligen Schweregrad – behandelt. Wir sind ein erfahrenes Spezialisten-Team und operieren mit modernsten Operationstechniken. Regelmäßige externe Überprüfungen unseres zertifizierten Endoprothesenzentrums bescheinigen uns eine hohe Qualität.

Diagnostik und Therapie

• Moderne Diagnostik mit Kernspintomographie, Computertomographie und Ultraschall-Untersuchungen
• Ambulantes Operieren
• Arthroskopie (Spiegelung) aller großen Gelenke
• Bandplastische Operationen an Knie-, Schulter- und Sprunggelenk
• Knochenaufbau und Knorpel-Knochentransplantation
• Osteosyntheseverfahren mit modernsten Materialien
• Versorgung von Verletzungen an allen Körperregionen, einschließlich Becken und Wirbelsäule
• Gelenkersatz/Endoprothetik an Hüfte, Knie, Schulter, Ellenbogen und Sprunggelenk einschließlich Wechseloperationen
• Zugelassen zur ambulanten und stationären Versorgung bei Berufsunfällen
• Einsatz minimal-invasiver und computer-gestützter OP-Verfahren, Computernavigation

Kontakt

SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen
Endoprothetikzentrum
Hohenzollernstraße 40
72488 Sigmaringen
Tel: 07571 100-29 59
www.kliniken-sigmaringen.de

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