Sonderveröffentlichung

Start ins Berufsleben Erfahrungen erleichtern die eigentliche Entscheidung

Viele Unternehmen bieten Praktika an. Die Konditionen sind dabei jedoch stark unterschiedlich: Manche Firmen zielen eher auf Studenten ab, andere lassen sich bei der Vergütung sehr bitten. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Viele Unternehmen bieten Praktika an. Die Konditionen sind dabei jedoch stark unterschiedlich: Manche Firmen zielen eher auf Studenten ab, andere lassen sich bei der Vergütung sehr bitten. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Einstieg: Wer schon diverse Praktika bei verschiedenen Unternehmen absolviert hat, dem fällt anschließend die Wahl des Ausbildungsberufs meist deutlich leichter.

Wer sich sich für einen Beruf entscheidet, sollte wissen, was ihn langfristig erwartet. „Es ist heutzutage besonders sinnvoll, schon früh Praktika zu in einem Unternehmen zu machen“, sagt Bewerberberater Gerhard Winkler. Schon während der Schulzeit könne man so erste Berufserfahrungen sammeln und dabei möglicherweise Kontakte für die Suche nach einem späteren Ausbildungsplatz knüpfen.

„Durch ein Praktikum kann man zudem auch herausfinden, ob man überhaupt in der Lage ist, den Job dauerhaft zu machen, für den man sich interessiert“, erläuter der Fachmann. Gerade Jugendliche lernen durch den Einsatz in einer Firma außerdem, sich in einer Arbeitsumgebung zu bewegen, Hierarchien zu respektieren und weisungsgebunden zu arbeiten. Potenzielle Arbeitgeber können mit einem Praktikumszeugnis später von den persönlichen Fähigkeiten der jungen Menschen überzeugt werden.

Bei der Wahl des geeigneten Praktikumsplatzes sollten sich die Bewerber Mühe geben. „Viele entscheiden sich für eine Praktikumsstelle, weil sie gut bezahlt wird, weil sie nah beim Heimatort liegt oder weil das Unternehmen besonders bekannt ist“, bemängelt der Bewerberberater. Dabei sei viel wichtiger, dass man in der Institution die Aufgaben umsetzen kann, die einen interessieren, und später vielleicht sogar seine Diplomarbeit dort ansiedeln kann. Gerhard Winkler empfiehlt deshalb, entweder eine kleine Firma auszuwählen oder eine größere, die trotzdem gut genug strukturiert ist, um gute Praktikanten zu erkennen und zu fördern. „Man sollte nicht einfach einer von vielen sein.“ Der Experte rät Praktikanten außerdem dringend, vor dem Antritt ihrer Stelle auf einem schriftlichen Praktikumsvertrag zu bestehen. „Darin sollte beispielsweise festgehalten werden, was die Ziele des Praktikums sind, ob der Einsatz vergütet wird, ob es eine Kündigungsfrist gibt und dass der Praktikant ein Anrecht auf ein Praktikumszeugnis hat..

Ohne so eine schriftliche Vereinbarung besteht die Gefahr, nur für Hilfsarbeiten herangezogen zu werden oder das versprochene Gehalt niemals ausgehändigt zu bekommen. ddp


Nur gut vorbereitet zum Chef gehen

Ein Gespräch kann viele Chancen bieten, wenn der Auszubildende sich zuvor Gedanken über seine Ziele macht.

Wer zum Mitarbeitergespräch geht, sollte sich darauf mit Sorgfalt vorbereitet haben. Foto: Sebastian Kahnert/ZB/dpa
Wer zum Mitarbeitergespräch geht, sollte sich darauf mit Sorgfalt vorbereitet haben. Foto: Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Auch in der Ausbildung gibt es mitunter Schwierigkeiten. Kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen. Dann muss miteinander geredet werden. Das regelmäßige Gespräch mit dem Vorgesetzten ist ohnehin sinnvoll, soll motivieren und den Verlauf der Ausbildung gezielt fördern und unterstützen. Daher ist es wichtig, dass beide Seiten gut vorbereitet in das Gespräch gehen.

Auch der junge Mitarbeiter sollte sich vorab „die Zielvereinbarung“ des letzten Gesprächs in Erinnerung rufen und sich überlegen, welche Themen während des kommenden Treffens mit dem Ausbilder vermutlich angesprochen werden. Generell sind Personalgespräche in Betrieben selten reine Lobhudelei. Wer sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst ist, nimmt Kritik besser an und der Sachverhalt kann leichter geklärt werden. Auch für Auszubildende gilt: „Die Schuld auf andere zu schieben, ist in jedem Fall unklug“, erklärt Andreas Bolder, Director Human Resources von Randstad Deutschland. „Leistungsmängel haben meist nachvollziehbare Ursachen. Wird Gesprächsbereitschaft zur Verbesserung ganz ohne Ausflüchte signalisiert, erkennt jeweilige Ausbildungsbeauftragte das persönliche Engagement. Das ist eine ehrliche Basis, um gemeinsam Lösungen zu finden.“

Mitarbeiter, die eigene Anliegen vorbringen möchten, sollten sachlich und ruhig argumentieren, ohne emotional zu werden. Wenn auf Nachfrage ein persönlicher Lösungsvorschlag präsentiert werden kann, ist das noch besser. Um eine optimale Gesprächsgrundlage für einen respektvollen Dialog und ein erfolgreiches Gespräch zu schaffen, sind Augenkontakt und ein freundlich, aufgeschlossener Gesichtsausdruck hilfreich. pm

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