Sonderveröffentlichung

Jungingen, Mähringen, Lehr Teil des Dorflebens

Die Männer und Frauen der Feuerwehr sorgen für Sicherheit – und bereichern das Vereinsleben.

Gehört in Nicht-Corona-Zeiten fest dazu: Kindergarten- und Schulkinder zu Besuch bei der Feuerwehr Jungingen. Foto: privat

12.05.2020

Keine Übungen, keine Feste: Bei der Junginger Feuerwehr geht es in diesem Jahr wie bei allen Wehren ruhiger zu. Die 14-tägigen Proben fallen für die 46 Aktiven – darunter 4 Frauen – aus. Auch in Sachen Feste ist die Junginger Wehr aktiv im Dorfleben dabei. „Unsere größte Veranstaltung ist das Maifest am 1. Mai. Hier wird der Maibaum live mit dem Feuerwehrkran vor der Bevölkerung aufgestellt. Danach bewirten wir alle Gäste. Dazu spielt der Musikverein auf“, blickt Abteilungskommandant Andreas Brändle auf das Maibaumaufstellen – das freilich in diesem Jahr der Corona-Krise zum Opfer fiel.

Vieles fällt wegen Corona aus

Gesellig gestalten die Junginger zudem die Dorfputzete mit Unterstützung der Feuerwehr: „Wir stellen das Gerätehaus als Endpunkt der Putzete zur Verfügung. Hier gibt es für alle Helfer Mittagessen“, bemerkt Brändle und verweist auf weitere Aktionen: „Unsere Tage der offenen Tore kommen sehr gut an. Hier stellen wir der Bevölkerung die Arbeit der Feuerwehr zum Anfassen vor.“ Die Nachwuchsarbeit darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. „Alle Kindergärten und Schulen sind jedes Jahr bei uns. Wenn das Thema Feuerwehr behandelt wird, darf ein Besuch bei der Feuerwehr nicht fehlen“, erklärt Brändle. Auch diese Besuche sind derzeit Corona-bedingt nicht möglich.

In der Vorweihnachtszeit bringt sich die Jugendfeuerwehr ins Dorfleben ein: „Hier bieten wir in Zusammenarbeit mit einem Landwirt aus Mähringen Weihnachtsbäume an, welche von uns bis vor die Haustüre ausgefahren werden. Nicht zuletzt bringt sich die Junginger Feuerwehr bei kulturellen Veranstaltungen in Sachen Sicherheit ein, indem sie Sicherheitswachdienste für andere Institutionen und Vereine in der Ulmer Albhalle übernimmt. Von Petra Starzmann

Vatertag ohne Fest

In Mähringen ist das Vatertagsfest der Feuerwehr wichtiger Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Doch dieses Jahr ist alles anders.

Foto: privat
Foto: privat

„Unsere Abteilung veranstaltet über das ganze Jahr verteilt mehrere Feste und Aktionen. Im Laufe der Zeit haben sie sich zu regelmäßigen Veranstaltungen im Ort verankert“, blickt Timo Wöhrle, Abtteilungskommandant Feuerwehr Ulm, Abteilung Mähringen, auf Festivitäten im Jahreslauf. Doch dieses Jahr fällt einiges aus, zuletzt das Maibaumstellen, nächsten Donnerstag auch der beliebte Vatertagshock. „Die letzte Veranstaltung war das Funkenfeuer am Samstag nach Aschermittwoch“, sagt Wöhrle. Wie in jedem Jahr wurden dabei die eingesammelten Weihnachtsbäume des Ortes zu einem großen Haufen aufgeschichtet, angezündet. „Aufbau und Bewirtung am Funkenfeuerplatz übernehmen wir immer gemeinschaftlich mit dem Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Mähringen“. Vor dem 1. Mai gibt es für die Feuerwehr normalerweise einiges zu tun: „Im Vorfeld muss natürlich der Baum aus dem Wald geholt und die Kränze sowie Girlanden mittels Tannenzweigen geflochten und geschmückt werden. Dabei wird die aktive Abteilung auch durch die Jugendfeuerwehr tatkräftig unterstützt“, erklärt Wöhrle.

Das Gesellige bleibt auf der Strecke

Auch die Bewirtung beim Maibaumaufstellen übernimmt die Feuerwehr. Meist folgt anschließend schon die Vorbereitung für den Vatertagshock. „Hier kommen nicht nur Mähringer zu Besuch, auch aus den benachbarten Ortschaften sind immer zahlreiche Besucher anwesend. Wanderer kehren auf ihrer vorbeiführenden Strecke ein. Die Kinder können sich in der Hüpfburg austoben“, schildert Wöhrle. Doch das Fest fällt in diesem Jahr ebenso Corona zum Opfer wie die regelmäßigen Übungsabende. „Durch das jahrelange Training sind wir aber im Ernstfall trotzdem gut vorbereitet. Nur das Gesellige, das Zusammenhocken der Kameraden nach der Übung, das bleibt eben momentan auf der Strecke“ sagt Wöhrle. Und die Nachwuchsgewinnung leidet, denn der Kinderfeuerwehrtag in den Sommerferien ist auch erst einmal abgesagt. Vielleicht klappt es ja mit dem Fenstersingen im Advent wieder. Von Petra Starzmann
  

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