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Mein schönes Zuhause Massiv oder mehrschichtig?

Nach dem Verlegen muss Parkett abgeschliffen werden, es sei denn, es handelt sich um Mehrschichtparkett. Foto: Inga Kjer/dpa-tmn

Was unterscheidet die verschiedenen Parkettarten? Für Böden im Wohnzimmer kann man auch weicheres Holz verwenden.

Parkettböden im Wohn- und Schlafzimmer können aus weicherem Holz bestehen. Dagegen sollten in den stärker durch Laufwege beanspruchten Räumen wie Flur, Eingangsbereich oder Küche härtere Holzarten bevorzugt werden, rät Michael Schmid, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie. Dazu gehören Eiche, Ahorn oder Buche. Weniger frequentierte Zimmer können mit Kirschbaum, Fichte und Kiefer belegt werden. Die Widerstandsfähigkeit eines Parkettbodens wird in der Maßeinheit Brinell angegeben. Harte Hölzer haben Werte von 40 und mehr.

Grob gesagt gibt es Parkett, abgesehen vom Holz, in zwei Arten: Massivparkett und Mehrschichtparkett. Doch wo liegt der Unterschied? Ersteres besteht aus einer durchgängigen Schicht massiven Hartholzes. Es wird beim Verlegen in der Regel vollflächig verklebt und erst danach abgeschliffen, wie der Verband der deutschen Parkettindustrie (vdp) erklärt. Für Laien ist das Verlegen demnach eher zu schwierig.

Mehrschichtparkett wurde bereits abgeschliffen, seine Oberfläche ist behandelt. Es wird auch als Fertigparkett bezeichnet. Zwei bis drei Holzlagen sind miteinander verleimt, die oberste, sichtbare Lage besteht aus Hartholz. Diese Decklage kann großflächig sein, etwa bei sogenannten Landhausdielen, oder sich aus einzelnen Stäben zusammensetzen wie beim sogenannten Fischgrätmuster. Diese Parkettart lässt sich laut Verband durch verschiedene Arten von Klick-Verbindungen vergleichsweise schnell verlegen.

Der Vorteil von Massivparkett liegt in der Langlebigkeit. Die Holzschicht ist viel dicker und kann dadurch wesentlich häufiger abgeschliffen werden als das dünnere Mehrschichtparkett. Ist dessen Nutzschicht zum Beispiel 2,5 Millimeter dick, lässt es sich maximal zwei bis drei Mal abschleifen, so der vdp. Rund 0,5 Millimeter Holz werden pro Schleifprozess abgetragen. dpa/tmn


Zu Hause einkuscheln mit Decken, Fellen und Kissen

Im Herbst und Winter wächst der Wunsch, es sich zu Hause gemütlich zu machen. Doch wie gelingt das? Die Antwort: vor allem über Farben und Materialien. 

Wer in seinem Wohnzimmer Kissenmeere auslegen möchte, sollte beachten: Maximal zwei Kissen können gleich aussehen, der Rest wird nach Lust und Laune zusammengestellt. KARE Design/VDM/dpa-tmn
Wer in seinem Wohnzimmer Kissenmeere auslegen möchte, sollte beachten: Maximal zwei Kissen können gleich aussehen, der Rest wird nach Lust und Laune zusammengestellt. 
KARE Design/VDM/dpa-tmn

Von Sabine Maurer 

Die Tage sind wieder kürzer geworden. Zeit, es sich zu Hause gemütlich zu machen. Doch was schafft überhaupt Behaglichkeit? „Das ist natürlich sehr individuell. Was für den einen Nestwärme bedeutet, wirkt auf den anderen langweilig“, sagt die Farbexpertin Hildegard Kalthegener aus Lorsch in Hessen. Doch es gibt einiges, das ganz generell eine kuschelige Atmosphäre schafft.

Das sind zum einen die Farben, in diesem Fall warme und zurückhaltende Töne. Dazu gehören alle Schattierungen von Gelb über Orange bis Rot, die Farben des Herbstlaubes also. Hinzu kommen Grau und Brauntöne wie Kaffee, Nougat und Schokolade.

Allerdings sollte man es damit auch nicht übertreiben. „Clever ist es, mit frischen Farben Akzente zu setzen“, rät Kalthegener. „Also zum Beispiel Tannengrün und Petrol zu warmen Nuancen zwischen Milch und Honig, Goldocker und Karminrot.“

Eine aktuell im Design angesagte Farbe ist Ultra-Violett, die thematisch auch in Richtung Weihnachten geht und vermehrt im Handel auftaucht. Sie wirkt vor allem in Kombination mit Weiß, Olivgrün oder Senfgelb. Aber die Farbexpertin betont: „Damit sollten keine großen Flächen oder langlebige Möbel wie etwa eine Küche gestrichen werden. Auch mit violetten Sofas wäre ich vorsichtig.“ Sehr gefragt und mit vielen Farben gut kombinierbar ist hingegen Messing, nicht nur als Material, sondern auch als Farbe. Dazu rät Trendforscherin Gabriela Kaiser aus Landsberg am Lech auch bewusst beim Wunsch, mehr Wärme in die Wohnung zu bringen.

Wärme und Atmosphäre schaffen auch viele Stoffe für Gardinen, Kissen und Wohndecken. Sie im Herbst hervorzuholen, liegt daher nahe. Ein Tipp: Bei den Decken sollte man auch nicht sparen, sondern ruhig mehrere davon über Sofa und Sessel drapieren.

„Immer noch sehr gefragt sind Kissenmeere“, sagt Kaiser. Stylisten von Messen und Möbelschauen nutzen hier bevorzugt viele Einzelteile. Das heißt, nur maximal zwei Kissen sollten gleich aussehen. Der Rest wird nach Lust und Laune zusammengestellt, zum Beispiel verschiedene Muster in Rot und dazu als Haupt-Hingucker ein Fellkissen oder ein kuscheliges Kissen mit angesagtem Lama-Motiv. Wie bei allen Arrangements gilt auch hier: Am schönsten wirken Deko-Objekte in einer ungeraden Anzahl.

Insgesamt heißt es bei den Materialien: zurück zur Natur. „Der Trend geht weg von den Kunstfasern hin zu den natürlichen Stoffen wie Leinen, Baumwolle, Filz, Samt und Kord. Auch wenn diese Materialien viel empfindlicher sind als die pflegeleichten Kunstfasern“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie.

Sie erklärt sich die Beliebtheit der ursprünglichen Materialien so: Die Menschen kennen diese Stoffe von den Eltern und Großeltern. Sie sind damit ein Stück alte Heimat. Und ein Hauch Nostalgie und Heimatgefühl sind in der schnelllebigen Welt vielen wichtig. Accessoires eignen sich zum regelmäßigen Austausch. Für den Herbst oder Winter bieten sich ebenso natürliche Materialien an, zum Beispiel Treibholz. Einen Hauch von Nestwärme strahlen auch Keramiken aus. „Schon länger im Trend sind Felle“, berichtet Kaiser. Sie sehen nicht nur gemütlich aus, sondern wärmen auch noch. Das Gleiche gilt für Filz.

Einen großen Einfluss auf die Wohnatmosphäre hat das Licht. Dabei kann man viel falsch machen. „Schlechtes Licht ist immer ungemütlich“, erklärt Geismann. Eine sehr helle Deckenleuchte wie im Büro oder in der Küche beschert eine nüchterne Stimmung. Für Gemütlichkeit sorgt dagegen eine punktuelle Beleuchtung, zum Beispiel mit Stehlampen, Tischleuchten oder einer tief hängenden Leuchte über dem Beistelltisch.

Die Klassiker für eine gemütliche Stimmung sind Laternen und Kerzen, und zwar auch in Zeiten von LED. „Das ist eben ein Ur-Element. Richtige Kerzen sind nach wie vor äußerst gefragt“, sagt die Trendanalystin Gabriela Kaiser. dpa

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