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35 magische Jahre Hakro Merlins Crailsheim „Wir leben beide familiäre Werte“

Der Textilspezialist Hakro begleitet die Merlins seit drei Jahrzehnten als Sponsor. Unternehmen und Team finden bei den Werten viele Gemeinsamkeiten, die über die Zeit eng miteinander verwachsen sind.

Mit der Fanwear-Kollektion von Hakro zeigen die Anhänger der Crailsheimer Basketballer bei den Spielen Flagge. Foto: Philipp Reinhard

2.03.2021

Hakro und die Merlins verbindet ein langer gemeinsamer Weg. Die geschäftsführende Gesellschafterin Carmen Kroll, Geschäftsführer Tom Müller und Prokurist Danny Jüngling sprechen im Interview über das Engagement des Unternehmens im Sport.

Wie kam es dazu, dass Hakro bei den Merlins eingestiegen ist? Seit wann ist Hakro der Namenssponsor?

Tom Müller: Unsere Verbindung besteht bereits seit 30 Jahren. Damals bestand die Unterstützung darin, dass Hakro-Gründer Harry Kroll die ersten T-Shirts für Martin Romig und die Merlins bedruckt hat. Mit dem Generationenwechsel bei Hakro 1999, Harrys Tochter Carmen Kroll wurde zur geschäftsführenden Gesellschafterin und meinem Einstieg als Geschäftsführer, folgte die erste Bandenwerbung. Nachdem Danny Jüngling, der damalige Hallensprecher der Merlins, seit 2007 als Assistent der Geschäftsführung und seit 2015 als Prokurist bei Hakro arbeitet, wurde die erste Teamwear für die Mannschaft, das Trainerteam, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie freiwilligen Helferinnen und Helfern gestellt. In Zusammenarbeit mit Hakro-Textilfachhändlern entwickelte sich daraus die Fankollektion und vor über zehn Jahren das Namensponsoring der Hakro-Arena Crailsheim. Kurz darauf folgte der Aufstieg als Hauptsponsor, als Trikotsponsor auf der Brust, und 2018 der namentliche Zusammenschluss der Hakro Merlins Crailsheim.

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Warum passen die Merlins denn gut zu Hakro?

Carmen Kroll: Wir leben beide familiäre Werte. Wir sind gemeinsam gewachsen und haben eine ähnliche Geschichte: Zunächst waren wir nur regional bekannt, heute sind wir stolz auf eine bundesweite Strahlkraft. Jeder hat sich die Nische gesucht, für die wir stehen. Wir sind dabei nie den einfachen, sondern unseren Weg gegangen. Uns verbindet unheimlich viel Leidenschaft und Mut in unserem Handeln. Wir leben Zusammenhalt und beweisen, dass man gemeinsam viel positive Energie bewegen kann. Und so schreiben wir unsere gemeinsame Erfolgsgeschichte. So überrascht es auch nicht, dass neben Danny Jüngling zum Beispiel auch mit Sebastian Kling, ein ehemaliger Kapitän der Merlins, einige Jahre bei Hakro im Marketing tätig war. Außerdem ist Jochen Schmidt, ebenfalls einer der Gesellschafter der Merlins, seit über fünf Jahren als Teamleiter für den Bereich Qualität, Werte und Nachhaltigkeit bei Hakro tätig. Im Umkehrschluss und unabhängig von unserem Engagement, bin ich auch als Gesellschafterin bei der Merlins GmbH tätig.

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Aus welchen Bestandteilen besteht das Hakro-Engagement bei den Merlins?

Tom Müller: Der Großteil ist natürlich monetär, doch unterstützen wir nach wie vor auch materiell mithilfe unserer Hakro-Kollektion: Wir stellen die komplette Teamwear für Mannschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Helferinnen und Helfer, zur Verfügung und arbeiten bei der Fankollektion eng mit TC Buckenmaier zusammen. Zudem liegt uns der Kinder- und Jugendbereich sehr am Herzen. Wir sind nach wie vor Namensgeber der Hakro-Arena in Crailsheim und stellen bei unterschiedlichen Projekten ganz transparent unser Partnernetzwerk zur Verfügung.

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Wie fiel die Wahl auf die Merlins? Der Basketballsport hat in Deutschland zwar einen regen Zulauf, ist im Vergleich zum Fußball auf der gleichen Stufe aber ja noch immer deutlich weniger publikumswirksam?

Danny Jüngling: Unsere ähnliche DNA verbindet uns. Wir leben familiäre Werte und das Wir-Gefühl. Uns hat die sympathische David-gegen-Goliath-Mentalität der Merlins schon immer beeindruckt. Wie sie sich allen, oft sehr schwierigen Herausforderungen stellen und sich nicht unterkriegen lassen. Sie bleiben sich in ihrer DNA treu, besitzen aber immer die Offenheit, sich selbst zu hinterfragen, neu zu denken, sich zu entwickeln, zu träumen, ohne ein Träumer zu sein. Neben den bereits genannten, sind auch wahnsinnig viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von uns Teil der großen Fangemeinschaft. Durch diese ganz persönliche Verbindung sind wir stetig gewachsen, das hat sich auch im Sponsoring verankert. Die Merlins machen unwahrscheinlich viel für die Region, ihre Heimspiele haben Event-Charakter.

Die Summen, die Firmen in Sponsoring investieren, steigen stetig. Nun sind Unternehmen ja auf Profit ausgerichtet, auch wenn in Ihrer Unternehmensphilosophie die Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Wie profitiert Hakro als Sponsor?

Danny Jüngling: Ohne, dass sich das zu sehr nach Nächstenliebe anhören soll, aber unsere Motivation, die Merlins schon seit 30 Jahren zu unterstützen, war nie durch einen Profitgedanken getrieben. Dafür sind wir viel zu sehr Teil des Teams, Teil der Familie, in der man sich untereinander eben zur Seite steht und Halt gibt. Unser zweiter Ansatz war aber natürlich, an Bekanntheit zu gewinnen. Zunächst regional, um auch für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hohenlohe als Arbeitgeber interessanter zu werden. Da hat uns auch die Hakro-Arena sehr geholfen. Heute ist die Strahlkraft bundesweit, das hat sich ganz besonders in den letzten zwei Jahren gezeigt. Die sympathische Wirkung der Hakro Merlins in Deutschland bekommen auch wir zurück. Das ist natürlich genial.

Sind Sie als Namenssponsor in strategische Entscheidungen des Vereins eingebunden oder können sich in irgendeiner Form einbringen?

Carmen Kroll: Wir empfinden uns zwar als strategischer Partner, haben uns aber ganz bewusst dafür entschieden, weder in die Vereinsführung einzugreifen, noch bei sportlichen Entscheidungen einen Einfluss haben zu wollen. Da handeln bei den Merlins die richtigen Personen, denen wir unser Vertrauen schenken. Natürlich fragt man innerhalb einer Familie auch mal nach Rat, gibt Tipps, teilt Erfahrungen. Hier sind wir im stetigen Austausch. Klar geht es da auch um nachhaltige Themen. Unsere Verbindung seit 30 Jahren und das stetige Wachstum sind ja schon Nachhaltigkeit an sich. Was wir aber schon verraten können, ist ein Projekt für 2022. Wir arbeiten derzeit intensiv an einer nachhaltigen Team- und Fanwear-Kollektion aus zertifizierter Bio-Baumwolle und/oder recyceltem Polyester. So entwickeln wir gerade auch ein Trikot, das aus 100 Prozent recyceltem Polyester gefertigt werden soll. Ansonsten gab es auch in der Vergangenheit schon viele tolle Projekte, die zugunsten der Hakro-Stiftung, der Harry-Kroll-Foundation, umgesetzt wurden. So kam damals ja noch zu Zweitliga-Zeiten extra Bayern München nach Crailsheim.

Durch das Pandemiegeschehen sind die Präsentationsmöglichkeiten für die Sponsoren eingeschränkt – verschiedene Spiele konnten nicht wie geplant stattfinden. Wie wirkt sich die Coronakrise auf Ihr sportliches Engagement aus?

Tom Müller: Gar nicht. Im Gegenteil. Gerade in Krisenzeiten möchten wir zeigen, wie wichtig Zusammenhalt ist.

Sehen Sie – nicht nur im Zusammenhang mit der Coronakrise – eine Veränderung des Sportsponsorings durch das zunehmende Angebot an digitalem oder virtuellem Konsum und weg von Events, also der Präsenz der Zuschauer bei Spielen? Wie verändert dies Ihre Strategie als Sponsor?

Danny Jüngling: Wir können ja mal mit Martin Romig über die Einführung einer E-Sports-Abteilung sprechen (lacht). Für Sponsoren wie uns, die sich aufgrund von persönlichen und emotionalen Verbindungen engagieren, hat das aktuell weniger Einfluss auf unsere Beweggründe.

Wie sieht die Zukunft der Partnerschaft zwischen Hakro und Merlins von Ihrer Seite aus?

Carmen Kroll: Langfristig. Wir sind unwahrscheinlich stolz auf die gemeinsame Geschichte. Schul-AG, Bundesligaaufsteiger, aktueller Bayern-München-Besieger. Da funkeln die Augen. Wir blicken mit Vorfreude auf die noch bevorstehende Reise. Wer weiß, wohin uns diese noch führt. Europa? Wir möchten vorangehen und haben auch in ersten Gesprächen deutlich signalisiert, dass wir unsere Partnerschaft gerne frühzeitig ausbauen möchten. Hakro hält eben zu den Merlins. Das gehört zusammen. Von Marius Stephan