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Job-Börse Digital Immer an der frischen Luft

Natur: Jonas Kraft ist begeistert von seiner Ausbildung zum Landschaftsgärtner.

Jonas Kraft bepflanzt einen Hang in Schwäbisch Hall. Foto: Ufuk Arslan

19.05.2020
Alfred Kärcher SE & Co. KG

Efeu, der sich an den Hauswänden emporrankt, gefällt dem 20-Jährigen besonders gut. Die immergrüne Pflanze gehört derzeit zu den Favoriten von Jonas Kraft. Fast jeden Tag lernt der Auszubildende bei Wilhelm Kreativgarten neue Blumen, Stauden und Gehölze kennen. Pflanzen ist seine Lieblingstätigkeit. Er schätzt vor allem die Vielseitigkeit in seinem Ausbildungsberuf zum Landschaftsgärtner. „Kein Tag ist wie der andere“, sagt er. Mauern und Wege anzulegen gehöre ebenso dazu wie einen Teich oder einen Pool auszuheben oder einen Garten in eine grüne Oase zu verwandeln.

Jonas ist begeisterter Sportler. In seiner Freizeit spielt er Basketball und in der Herrenmannschaft des SV Tüngental Fußball. Ein Beruf im Büro kam für ihn nicht in Frage. „Ich wollte körperlich und am liebsten im Freien arbeiten“, erinnert sich der junge Mann aus Weckrieden. Der Zufall wollte es, dass sein Vater, der eine Physiotherapie-Praxis betreibt, Alexander Wilhelm behandelte, den heutigen Chef des Azubis. Schnell war ein Schnupperpraktikum vereinbart und die Begeisterung für den Beruf entfacht. Nachdem Jonas im Anschluss drei Monate im Gartenteam mitgearbeitet hatte, war er sich sicher: Die Ausbildung zum Landschaftsgärtner ist für ihn das Richtige. „Ich bin jeden Tag an der frischen Luft, die Arbeit gefällt mir, wir sind ein prima Team und ich sehe am Abend, was ich tagsüber geleistet habe“, betont er. „Wir freuen uns über jeden, der sich für den Beruf des Landschaftsgärtners entscheidet“, sagt Alexander Wilhelm. Die Ausbildung habe Zukunft, ist er überzeugt. „Wir haben reichlich Kundenanfragen, so dass wir noch sehr viel mehr Mitarbeiter beschäftigen könnten“, erklärt der 51-Jährige.


"Ich wollte körperlich und am liebsten im Freien arbeiten."


Aktuell besonders gefragt seien Naturpools und Schwimmteiche sowie Outdoor-Küchen, ergänzt zum Beispiel durch einen Pizzaofen. „Der Wunsch, den Tag draußen im Garten zu verbringen, auf der Terrasse zu brunchen, den Blütenduft der Beete zu genießen oder auf einer Liege unter einem Baum zu entspannen, ist nicht erst durch die Corona-Pandemie gewachsen“, weiß der leidenschaftliche Gärtner.

Aber auch durch die Einschränkungen im Hinblick auf Urlaubsreisen sähen viele ihren Garten in einem neuen Licht. „In diesem Sommer Ich wollte körperlich und am liebsten im Freien arbeiten. Wir sind ein prima Team und ich sehe jeden Abend, was ich geleistet habe. möchte man es sich im heimischen Garten so schön wie nur möglich machen.“ Weil die Entspannung im grünen Wohnzimmer im Vordergrund stehe, läge zurzeit auch die Automatisierung durch Bewässerungs-, Mäh- und Lichtsysteme im Trend.


"Wir sind ein prima Team und ich sehe jeden Abend, was ich geleistet habe."


Kontakt zu den Kunden haben die Angestellten auf den Baustellen kaum. „Wegen des Virus‘ halten wir Abstand“, erläutert Jonas. Sein Arbeitstag beginnt um 7 Uhr auf dem Hof in Rosengarten. Die Fahrzeuge werden mit Werkzeug und Pflanzen beladen und man bespricht, was tagsüber getan werden muss. Als Azubi im ersten Lehrjahr arbeitet Jonas fast täglich in unterschiedlichen privaten Gärten oder öffentlichen Anlagen. „Dadurch habe ich schon einen guten Einblick in die verschiedenen Arbeiten bekommen“, sagt er. Sein Wissen kann er bald auch privat nutzen: Seine Eltern wollen ihren eigenen Garten neu gestalten. „Dann möchte ich mein praktisches Können mit einbringen“, freut sich Jonas.

Handwerkliches Geschick und eine ordentliche Portion Naturverbundenheit hält er für die wichtigsten Eigenschaften, die man für seinen Job mitbringen sollte, außerdem eine gute Arbeitsmoral, denn die Arbeit sei körperlich anstrengend. Er selbst habe seinen Traumberuf gefunden. Obwohl er die Ausbildung erst im September 2019 begonnen hat, überlegt er schon jetzt, im Anschluss noch den Meister dranzuhängen. Von Claudia Linz

Verdienst und Weiterbildung

Die Ausbildung zum Landschaftsgärtner dauert drei Jahre und erfolgt dual im Betrieb und in der Berufsschule. Die Vergütung beträgt im ersten Lehrjahr circa 900, im zweiten 1000 und im dritten 1100 Euro. Der Einstiegslohn als Geselle beträgt ungefähr 2650 Euro. Nach der Ausbildung sind verschiedene Fortbildungen und Spezialisierungen möglich. So können sich die jungen Landschaftsgärtner zum Techniker oder Baustellenleiter weiterbilden und Zusatzqualifikationen im Bereich Baumpflege und -sanierung erlangen. Ebenso kann der Meisterabschluss erreicht oder ein Studium absolviert werden – die Perspektiven sind zahlreich.

Grußwort Ulrich Stein

Kreishandwerksmeister

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Die Welt hat sich verändert. Das Coronavirus zeigt große Auswirkungen, die wir alle direkt verspüren. Dabei zeigt sich, wie wichtig neben anderen Berufen auch unsere Handwerksberufe sind! Bäcker und Metzger verarbeiten Lebensmittel, die wir täglich zum Leben brauchen. Viele andere Handwerksberufe, zum Beispiel in den Bereichen Heizung, Sanitär und Kfz, werden in den Krisenzeiten ebenso gebraucht. So werden die Löhne und Gehälter für qualifizierte Handwerker stabil bleiben oder sogar weiter steigen. Und vielleicht schätzen wir dann nach der Krise die Dinge und Dienstleistungen umso mehr, auf die wir jetzt verzichten müssen, Restaurantbesuche zum Beispiel.

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Die VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim lässt sich von dem Virus nicht ausbremsen. Sie suchte und fand neue Wege, die Job-Börse stattfinden zu lassen. Wir freuen uns daher, Euch in diesem Jahr virtuell begegnen zu dürfen. Unsere Handwerksbetriebe und Innungen aus der Region, die Wirtschaftsmacht von nebenan, sind auch digital vertreten.

Wir danken der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim für die Ausrichtung der Job-Börse in dieser neuen Form, und freuen uns wie jedes Jahr, wieder dabei sein zu dürfen. Allen Jugendlichen und Eltern wünschen wir viel Spaß beim Surfen. Die Zukunft liegt im Handwerk – mehr denn je! Bleiben Sie gesund!
  

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