Sonderveröffentlichung

Digitale Nacht der Ausbildung Karrierestart von zu Hause aus

Viele Unternehmen aus der Region freuen sich über die digitale Nacht der Ausbildung. Der Großteil präsentiert sich in Wort und Bild.

Mit den Firmen per Video ins Gespräch kommen und Fragen stellen: Mit rund der Hälfte der 67 teilnehmenden Unternehmen ist das möglich. Aus der Region Hall und Crailsheim bieten nur vier Betriebe einen Live-Talk an. Foto: ©fizkes/shutterstock.com

17.09.2020

In diesem Jahr ist alles anders. So bleibt den Betrieben auch bei der diesjährigen digitalen Nacht der Ausbildung nur die Chance, rein virtuell für sich zu werben, statt direkt vor Ort mit den jungen Menschen in Kontakt zu treten. 

Um den Schülern so nah wie möglich zu sein, hat rund die Hälfte der insgesamt 67 teilnehmenden Firmen aus Heilbronn-Franken ein zusätzliches Live-Angebot für Donnerstag, 1. Oktober, von 17 bis 22 Uhr gebucht. Aus der Haller und Crailsheimer Region bieten allerdings nur vier Unternehmen einen Video-Talk an: Das sind Optima, Klafs, die Kurz-Gruppe und Leonhard Weiss.
  

„Wir möchten mit den Schülern direkt ins Gespräch kommen und ihnen Rede und Antwort stehen“, sagt Heike Brenner, Ausbildungsbeauftragte bei Optima. „Was wir aber konkret machen werden, steht noch nicht fest. Die Planungen sind gerade noch in vollem Gange“, betont sie. Auch bei den anderen Firmen steht der Dialog mit Ausbildern, Personalverantwortlichen und Azubis im Vordergrund.

Der Großteil der 24 teilnehmenden Betriebe aus Hall, Gaildorf und Crailsheim hat sich jedoch für die traditionelle Variante entschieden und wird sich mit Wort und Bild sowie eventuell Image-Filmen auf der Website der Wirtschaftsjunioren vorstellen.

Dabei gibt es Betriebe, die sich sehr über die Ausrichtung einer digitalen Messe freuen. Dazu zählt die Firma IT-Schmidt.net Business Software aus Frankenhardt, die zum ersten Mal mitmacht. „Wir finden diese Online-Variante unheimlich gut“, betont Geschäftsführer Samuel Schmidt. „Denn als kleiner Familienbetrieb können wir bei der normalen Nacht der Ausbildung einfach kein großes Event bei uns auf dem Hof machen. So haben wir aber die Chance, virtuell auf uns aufmerksam zu machen. Diese Möglichkeit hatten wir vorher nicht“, sagt er.

Lob und Anerkennung

Auch der Süßwarenhersteller Hosta aus Stimpfach, der ebenfalls neu dabei ist, profitiert von der digitalen Messe. „Wir haben schon seit Jahren eine sehr gute Resonanz der Veranstaltung beobachtet. Nun starten wir wieder nach einer mehrjährigen Pause mit der Berufsausbildung in verschiedenen Fachbereichen“, erklärt der kaufmännische Leiter Stefan Doderer die Motivation für die Teilnehme. Zwar sei es natürlich schade, dass die Messe nicht ‚Face to Face’ stattfinden könne. „Aber es ist gut, alternativ vorzugehen. Wir sind jedenfalls flexibel“, so Doderer.

Überhaupt sprechen viele Firmen den Veranstaltern ihre Anerkennung dafür aus, dass die Messe überhaupt stattfindet. „Wir finden es toll, dass die Wirtschaftsjunioren in Zeiten der Corona-Pandemie so schnell eine digitale Alternative auf die Beine gestellt haben“, lobt etwa Geraldine Söldner von der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim.

Zuspruch kommt auch von den Haller Stadtwerken: „In der derzeitigen Lage war das die einzig richtige Entscheidung. Wir sind froh, dass es durch die digitale Variante überhaupt eine Nacht der Ausbildung gibt“, hebt Pressesprecher Alexander Liedtke hervor.

Und wenn junge User beim Stöbern im Netz auf dem Sofa oder am Schreibtisch auf einen Ausbildungsberuf stoßen, der sie interessiert, sollten sie einfach mal die Unternehmen direkt anschreiben oder anrufen – die Firmenvertreter beantworten ihre Fragen gerne. Hannah Pompalla