Sonderveröffentlichung

Start ins Berufsleben MINT bietet beste Chancen

Mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium im naturwissenschaftlichen Bereich macht man wenig falsch. Auch Frauen starten immer öfter in einstigen Männerdomänen durch.

Dr. Tobias Kamps empfiehlt Abiturienten: „Gerade Absolventen in den Bereichen Mechatronik, Informatik oder Maschinenbau sind bei Unternehmen sehr beliebt.“ Fotos: djd/Siemens Professional Education

26.09.2020

„Denn was neu ist wird alt. Und was gestern noch galt, stimmt schon heut‘ oder morgen nicht mehr“, sang der Liedermacher Hannes Wader einst. Auch wenn das Lied mit dem Titel „Heute hier, morgen dort“ fast 50 Jahre alt ist, ist eine Kernaussage aktueller denn je – zumindest wenn man sich den Arbeitsmarkt betrachtet.
 

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Denn dieser unterliegt einem ständigen Wandel: Mal sind diese Berufe besonders gefragt, mal jene. Aktuell sind unter anderem Berufe mit naturwissenschaftlichem Bezug besonders angesagt. Schulabsolventen, die ihre Karriere starten möchten, sollten das im Blick behalten.

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Theorie und Praxis

Dr. Tobias Kamps etwa ist Projektleiter in der Konzernforschung bei Siemens Deutschland. Er empfiehlt technikinteressierten jungen Frauen und Männern, eine Ausbildung oder ein duales Studium in den klassischen MINT-Fächern in Betracht zu ziehen. MINT ist die Abkürzung für „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“. In dualen Studiengängen verbinden sich Theorie und Praxis besonders stark. „Gerade Absolventen in den Bereichen Mechatronik, Informatik oder Maschinenbau sind bei Unternehmen sehr beliebt“, weiß der 33-Jährige. Unter www.ausbildung.siemens.de gibt es einen Überblick über mögliche Berufseinstiege. „In diesen Berufen geht es oft darum, Maschinen zu erweitern, also sehend und fühlend zu machen“, erklärt Kamps. „Allerdings braucht es nicht nur die Tüftler, die in der Werkshalle bauen, sondern viele verschiedenen Typen, die zusammen ein starkes Team bilden.“ So arbeiten Naturwissenschaftler eng mit Kollegen aus der Organisation, dem Projektmanagement, dem Vertrieb und der Fertigung zusammen, auch international.

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Karina Stolz rät Abiturienten, sich die Frage zu stellen, ob sie Experten oder Generalisten sind.
Karina Stolz rät Abiturienten, sich die Frage zu stellen, ob sie Experten oder Generalisten sind.

„Der Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich, und dank der Digitalisierung auch ziemlich familienfreundlich“, erzählt Kamps. „Man kann es sich auch mal so einrichten, dass man mittags die Kinder aus der Kita abholen kann.“

Zudem stoßen Frauen immer mehr in Berufe vor, die früher typisch männlich besetzt waren. So auch Karina Stolz. Die 24-Jährige hat den Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen absolviert und dann im Master berufsbegleitend „Business Development“ studiert. „Im Bachelor habe ich gemerkt, dass ich meinen Schwerpunkt auf den Wirtschaftsaspekt legen will und weniger auf das Technische, und das konnte ich im Master problemlos realisieren.“

Genau das sei auch das Tolle an ihrem Beruf: Eine Veränderung sei jederzeit möglich. „Ich bin Generalistin und alle Türen stehen mir offen“, freut sie sich. „Zum einen beschäftige ich mich während meines Arbeitstages mit der digitalen Transformation von Produktionsunternehmen: Ich spreche mit Kunden, was das für sie bedeutet und wie sie die Digitalisierung für sich nutzen können. Zum anderen betreibe ich viel Change Management. Das hat ganz viel mit Kommunikation zu tun. Ich spreche mit unseren Mitarbeiter/innen über neue Ideen und wie wir sie umsetzen können.“ Sie rät Abiturienten, sich zu fragen, ob sie Experten oder Generalisten sind. djd/flu