Sonderveröffentlichung

Digitale Nacht der Ausbildung Per Telefon und Skype glänzen

Wer ein Vorstellungsgespräch auf Distanz hat, sollte sich optimal darauf vorbereiten.

Bewerber sollten mit einem guten Gefühl in das Interview gehen. Daher ist es wichtig, sich vorab ausführlich im Internet über die Firma zu informieren. Foto: djd/DEVK/New Africa-stock.adobe.com

17.09.2020

Ob eine Ausbildungsstelle als Versicherungskauffrau, Fachinformatiker oder Mediendesigner: Bewerbungsgespräche finden nicht erst seit der Corona-Pandemie vermehrt per Telefon oder Video-Anruf statt. Damit das Gespräch dennoch erfolgreich verläuft, gilt es ein paar Dinge zu beachten.
       

1. Passendes Gesprächsumfeld

Am besten setzen sich die Bewerber an einen ruhigen und ungestörten Ort. Die Umgebung sollte idealerweise aufgeräumt sein. Damit es keine bösen Überraschungen gibt: sicherheitshalber vorab die gesamte Technik prüfen. Empfehlenswert ist es, nicht hektisch ins Gespräch zu gehen, sondern genügend Zeit einzuplanen. Und nicht vergessen: Vor dem Interview auf die Toilette gehen.

2. Gut vorbereitet

Im Gespräch kommt oft die Rede auf Angaben aus dem Lebenslauf oder dem Anschreiben. Vorher also am besten noch einmal alles durchlesen und griffbereit haben – ebenso wie Block und Stift für Notizen. Wichtig ist, dass sich die künftigen Azubis bereits ausführlich im Internet über das Unternehmen informiert haben und auch auf Standardfragen vorbereitet sind.

3. Richtig kleiden

Der erste Eindruck zählt, das gilt auch, wenn man sich nicht „Face to Face“ begegnet. Dass man als potenzieller Azubi nicht in Jogginghose vor dem Bildschirm sitzt, sollte selbstverständlich sein. Am besten kleidet man sich genauso wie für das klassische Bewerbungsgespräch vor Ort.

4. Mimik und Gestik

Beim Interview kommt es gut an, wenn Bewerber aufrecht sitzen, ab und zu lächeln und nicht nervös „herumzappeln“. Außerdem ist es wichtig, deutlich und nicht zu schnell zu sprechen. Wer wegen der Nervosität einen trockenen Hals hat, stellt sich am besten ein Glas Wasser bereit.

5. Höflich verabschieden

Wer die Namen der Gesprächsteilnehmer einfließen lässt, vermittelt wirkliches Interesse. Wer Angst hat, diese zu vergessen, legt sich am besten einen kleinen Spickzettel bereit. Am Ende kann man sich mit direkter Ansprache und einem Dank für das Gespräch verabschieden. djd


Karriere-Netzwerke statt Praktikum

Schülern wird geraten, auf Plattformen wie Xing oder Linkedin nach Menschen zu suchen, die den Wunschberuf ausüben.

Da die Info-Veranstaltungen und Messen vor Ort entfallen, sollten Schulabgänger Profis im Netz nach ihrem Alltag befragen. Foto: Tom Wang/Shutterstock.com
Da die Info-Veranstaltungen und Messen vor Ort entfallen, sollten Schulabgänger Profis im Netz nach ihrem Alltag befragen. Foto: Tom Wang/Shutterstock.com

Hotelmanagement studieren? Ein freiwilliges soziales Jahr im Theater machen? Oder doch für ein Work und Travel ins Ausland jetten? Nicht wenige Zukunftspläne von Schülern scheinen sich in Corona-Zeiten geradezu in Luft aufzulösen. Da fällt die Entscheidung, was man später eigentlich beruflich machen will, noch schwerer.
    

Geduld ist gefragt

Schulabsolventen sollten sich aber nicht verrückt machen lassen, sagt Johannes Wilbert, Leiter des Instituts zur Berufswahl in Wetter an der Ruhr. „Die Krise wird auch ein Ende haben“, betont er. In der aktuellen Situation brauche es jedoch vor allem Geduld. Und die sollte man darauf richten, herauszufinden, was man wirklich möchte. Weil Praktika schwierig sind und auch keine Infoveranstaltungen der Hochschulen stattfinden können, rät Wilbert Schülern, stattdessen Karriere-Netzwerke wie Xing oder Linkedin zu nutzen.

Dort kann man Kontakt zu Menschen aufnehmen, deren Berufsfelder man interessant findet und Fragen zum Arbeits- oder Studienalltag stellen.

So besteht etwa die Möglichkeit, sich beschreiben zu lassen, wie der Studienverlauf aussieht, was an einem Job gut und was schlecht ist oder welche Erfahrungen Menschen an einer Hochschule gemacht haben. „Das ist besser als jede Marketingveranstaltung“, sagt Wilbert. dpa