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Job-Börse Digital Und die Ausbildung?

Corona: Homeoffice, Kurzarbeit, Schichtbetrieb – während der Corona-Krise müssen sich viele Firmen völlig neu organisieren. Bernd Ludwig, der Leiter für Aus- und Weiterbildung bei EBM-Papst erzählt, wie das Mulfinger Unternehmen seine Lehrlinge derzeit beschäftigt.

Und die Ausbildung?

Alle zwei Wochen kommen die technischen Azubis in die Lehrwerkstatt. Dazwischen arbeiten sie von daheim. Foto: Philipp Reinhard

19.05.2020

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitsplätze weltweit enorm durcheinandergewirbelt. Viele Menschen arbeiten im Homeoffice, also von zuhause aus. Wo das nicht möglich ist, müssen Schutzvorkehrungen wie beispielsweise Abstandsregelungen oder besondere Schichtdienste eingerichtet werden. Doch wie funktioniert das eigentlich, wenn man gerade mitten in der Berufsausbildung steckt? Diese Frage hat der Ventilatorenspezialist EBM-Papst aus Mulfingen mit einer kompletten Umstrukturierung des Ausbildungsbereiches für sich beantwortet.
      

Stadt Schwäbisch Hall

„Alle unsere Azubis wurden in A- und B-Teams aufgeteilt“, erzählt Bernd Ludwig, der Leiter für Aus- und Weiterbildung im Unternehmen. Das bedeutet, die kaufmännischen Auszubildenden sind jeweils eine Woche in ihrer Abteilung, die andere zuhause. Die technischen Auszubildenden sind im Wechsel eine Woche in der Lehrwerkstatt, die andere wiederum daheim. „Für die Zeit, in der unsere Lehrlinge nicht im Betrieb sind, erhalten sie von uns Arbeitspakete“, sagt Ludwig. Die technischen Azubis nehmen neben theoretischen Übungen auch praktische Aufgaben mit heim.
      

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Damit alle trotzdem auf die notwendigen Unterlagen zugreifen können, wurde eine digitale Lernplattform eingerichtet. „Das gilt übrigens auch für die Berufsschulen, die den klassischen Unterricht aktuell zwar weitestgehend einstellen müssen, aber dennoch weiter dafür sorgen, dass die Ausbildungsinhalte auch theoretisch vermittelt werden.“ Die Lehrer stellen dem Ausbildungsleiter zufolge digitale Lernmaterialien für die Schüler zur Verfügung. „Außerdem stehen sie ihnen während der üblichen Unterrichtszeiten für Fragen bereit.“


"Natürlich ist das Homeoffice als Azubi eine Herausforderung."


Lukas Schüttler hat bis zu seinem Abschluss zum Industriekaufmann noch zwei Jahre Zeit. Aktuell absolviert er einen Durchlauf in der Unternehmenskommunikation bei EBM-Papst. Auch er arbeitet jede zweite Woche von zuhause aus. Über tägliche Videokonferenzen tauscht er sich regelmäßig mit den Kollegen aus seiner Abteilung aus. „Natürlich ist das Homeoffice als Azubi eine Herausforderung“, sagt er. „Man muss sich selbstständig organisieren, aber es ist auch schön, dass an uns gedacht wird.“ Die Lösung mit den digitalen Lerninhalten findet er gut. „So haben auch wir die Möglichkeit, unsere Kenntnisse zu vertiefen.“ Insgesamt gibt es bei EBM-Papst deutschlandweit etwa 400 Auszubildende. Rund 250 davon sind am Hauptsitz in Mulfingen aktiv. pm
       

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