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ConSenio - Leben & Wohnen im Alter Wohnen neu denken

Im Durchschnitt zieht jeder Deutsche rund viereinhalb Mal in seinem Leben um. Man hängt also an seinem Wohnumfeld – auch und gerade im Alter.

So lange wie möglich selbstständig wohnen – das wünschen sich viele. Foto: shurkin_son/shutterstock.com

25.02.2021
Haller Hörakustik e. K.

Die Amerikaner haben zu ihren Wohnungen ein deutlich lockereres Verhältnis als wir Deutschen. In den USA ziehen die Menschen im Schnitt alle fünf Jahre um. Da kann ganz schön was zusammenkommen im Laufe eines Lebens. Jeder Deutsche zieht statistisch 4,5 Mal um. Der erste Umzug ist meist der Sprung in die Selbstständigkeit, die erste eigene Wohnung oder WG während der Ausbildung oder während des Studiums. Dann folgt meist die „Junggesellenbude“ für Singles, später das Einfamilienhaus für junge Familien – und dann das Seniorenheim. So weit, so klischeehaft. Doch in den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Lebensplanung der Menschen deutlich verändert. Es gibt mehr Singles und mehr Alleinerziehende. Mehrere Generationen unter einem Dach finden sich nur noch selten, dabei war das bis in die Nachkriegsjahre ein gängiges Wohnmodell, vor allem auf dem Land. Das führt dazu, dass viele Menschen auch im Alter noch einmal umziehen müssen. Wenn das Haus zu groß wird und man sich fürs Pflegeheim zu fit fühlt etwa.

Die Auswahl ist groß

Mittlerweile ist die Auswahl an verschiedenen Wohnformen groß. Barrierefreie Wohnungen sind eine gute Alternative für Senioren, die sich räumlich verkleinern wollen. Sie bieten den Vorteil, dass sie auch dann noch geeignet sind, wenn die körperliche Fitness nachlässt. Noch sicherer fühlen sich viele Senioren in einer betreuten Wohnanlage. Hier lautet das Motto: Alles kann, nichts muss. Die Betreiber bieten den Bewohnern neben einer barrierefreien Immobilie eine Vielzahl an zusätzlichen Serviceleistungen, wie Essen auf Rädern, Wohnungsreinigung und einen Wäscheservie. Je nach Bedarf kann ein Pflegedienst die nötige Unterstützung leisten. Die Betreiber bieten ein Programm mit Veranstaltungen, darunter Fitnesskurse ebenso wie Zeitungsrunden und Unterhaltungsprogramm. Wenn ein eigenständiges Wohnen auch mit Betreuung nicht mehr möglich ist, für den ist ein Pflegeheim die richtige Adresse. Hier findet eine professionelle Rund-um-die-Uhr-Betreuung statt. Das Angebot geht aber weit über die Versorgung hinaus. Die Pflegeheime bieten ein Kultur- und Freizeitprogramm für ihre Bewohner. Von Kerstin Auernhammer

Pflege-WG für Demenzkranke

Besonders eine Erkrankung stellt das Leben im Alter vor besondere Herausforderungen: die Demenz. Oft sind die Patienten körperlich fit, sie leiden aber unter Orientierungsproblemen. Angehörige sind oft mit der Pflege zu Hause überfordert, da die Patienten sie nicht mehr erkennen. In den vergangenen Jahren hat sich hier neben dem klassischen Pflegeheim eine besondere Wohnform etabliert: Die Pflege-WG.

Diese bieten die Möglichkeit, zusammen mit Gleichaltrigen zu leben und gemeinsam Unterstützung zu erhalten – ohne auf Privatsphäre und Eigenständigkeit zu verzichten. Die Bewohner leben in eigenen Zimmern, in die sie sich jederzeit zurückziehen können. Gleichzeitig besteht aber auch die Möglichkeit, in Gemeinschaftsräumen gemeinsame Aktivitäten durchzuführen. Diese ambulant betreuten Wohngruppen werden von der Pflegeversicherung besonders gefördert.