Sonderveröffentlichung

Kraftfahrzeug und Verkehr Ausbildung mit Perspektive

Philipp Berger macht eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker und weiß: Neben handwerklichem Geschick ist bei vielen Aufgaben auch Köpfchen gefragt.

Der Motor läuft nicht, Philipp Berger geht auf die Fehlersuche – dabei wird er elektronisch unterstützt. Fotos: Daniela Strohmaier

14.12.2020

Das Handwerk bietet viele Karrieremöglichkeiten und ist für Schulabgänger immer öfter eine willkommene Alternative – auch zum Studium. „Wer sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, hat für die Zukunft gute Karten“, weiß Pascal Koch, Ausbilder beim Autohaus Burger Schloz in Uhingen, „und besonders viele Ausbildungsangebote gibt es in der Kfz-Branche – ganz gleich ob die Interessen eher im technischen oder im kaufmännischen Bereich liegen, ob man lieber richtig anpackt, sich für Elektronik und IT begeistert oder besonders offen, kommunikativ und serviceorientiert ist.“
     

Auch Philipp Berger hat sich für eine Ausbildung in der Automobilbranche entschieden. Heute befindet er sich im zweiten Lehrjahr seiner verkürzten dreijährigen Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. „Nach meinem Abitur wollte ich nicht gleich zur Universität gehen, sondern zuerst praktische Erfahrung sammeln und mir eine solide Basis für meine berufliche Zukunft schaffen. Durch die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker kann ich ein praktisches Verständnis von der Materie entwickeln, wie es im rein theoretischen Unterreicht nur schwer möglich ist.“

Dreijährige Ausbildung möglich

Die verkürzte Ausbildungszeit bietet dem angehenden Kfz-Mechatroniker viele Vorteile: So gelten Auszubildende bei der regulären dreieinhalbjährigen Ausbildung im ersten Lehrjahr als Vollzeitschüler und verbringen vier von fünf Tagen in der Berufsschule. Im Gegensatz dazu sind Auszubildende der dreijährigen Ausbildung von Anfang an voll im Betrieb involviert, gehen nur an eineinhalb Tagen zur Berufsschule. „Außerdem ist der Unterricht fast ausschließlich fachbezogen“, berichtet Philipp Berger. „Theorie und Praxis ergänzen sich also auf ideale Weise.“

Anspruchsvolle Tätigkeit

Besonders gut gefällt Philipp Berger bei seiner Ausbildung, dass es nicht nur auf handwerkliches Geschick ankommt, sondern auch der Kopf eingesetzt werden muss, um Problemen auf den Grund zu gehen. „Zu Beginn meiner Ausbildung hätte ich nicht gedacht, dass die Arbeit so komplex und anspruchsvoll ist“, sagt der Auszubildende. „Vor allem wenn es um motorspezifische Arbeiten und die Elektronik geht, ist nicht selten Köpfchen gefragt. Es macht mir großen Spaß, auf die Suche nach einem Fehler zu gehen und ihn nach der Diagnose auch beheben zu können.“


"Es war mir wichtig, eine solide Basis für meine berufliche Zukunft zu schaffen."

Philipp Berger
angehender Kfz-Mechatronike


Weiterbildung während und nach der Ausbildung möglich

Um die Auszubildenden bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten, gibt es schon während der Ausbildung zahlreiche Angebote für Schulungen und Weiterbildungen. So finden verschiedene Kurse zur Prüfungsvorbereitung statt, die auch von der Göppinger Kfz-Innung initiiert werden. „Wir bieten bei uns im Haus außerdem verschiedene interne Schulungen an“, sagt Pascal Koch. „Die Technologie entwickelt sich ständig weiter und es ist deswegen besonders wichtig, immer am Ball zu bleiben. Das macht das Berufsfeld aber auch so spannend und abwechslungsreich.“

Ausbildung mit Perspektive Image 2

Doch auch für alle, die ihren Gesellenbrief bereits in der Tasche haben, bietet das Kfz-Handwerk zahlreiche Möglichkeiten, sich fortzubilden und auf der Karriereleiter nach oben zu steigen. „Der klassische Weg für den Kfz-Mechatroniker wäre es, auf die Meisterschule zu gehen. Möglich sind beispielsweise aber auch Weiterbildungen zum geprüften Automobilfachverkäufer, zum Automobil-Serviceberater oder zum Teile- und Zubehörverkäufer“, so Pascal Koch.

Philipp Berger plant, nach seiner Ausbildung zu studieren: „Ich möchte aber auf jeden Fall in der Automobilbranche bleiben und ich bin mir sicher, durch die Ausbildung optimal für das Studium und die Zukunft vorbereitet zu sein.“

Info
In einer Serie stellen wir immer wieder verschiedene Möglichkeiten und Wege für eine Ausbildung in der Kfz-Branche vor. Wer sich für eine Karriere in diesem Bereich interessiert, findet weiterführende Informationen und Ansprechpartner auf der Website der Kfz-Innung Göppingen unter www.kfz-innung-gp.de.


Ein Silberstreif am Horizont

Ludger Wendeler
Ludger Wendeler

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Auch wenn die kommenden Monate wenig Besserung versprechen und von uns allen weitere Anstrengungen verlangen, ist mit den fortschreitenden Ergebnissen der Forschung aber doch ein Silberstreif am Horizont in Sicht. Eines hat das Jahr 2020 bewiesen: Auch in Krisenzeiten setzen die Menschen auf das Auto und so wird der individuellen Mobilität weiterhin eine große Bedeutung zukommen. Nicht grundlos gelten die Werkstätten als systemrelevant und durften stets geöffnet bleiben. Natürlich stehen Ihnen unsere Innungsbetriebe auch in Zukunft zur Verfügung, um das Auto auf Sicherheit und Zuverlässigkeit zu überprüfen, so dass Sie jederzeit sicher zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren oder die Kinder zur Schule bringen können. Das ist vor allem jetzt wichtig, wo der erste Schnee schon gefallen ist und die Straßenverhältnisse zunehmend schlechter werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine ruhige Advents- und Weihnachtszeit. Kommen Sie gut ins neue Jahre und immer sicher ans Ziel.

Ludger Wendeler
Obermeister der Kfz-Innung Göppingen
         

Zulassungszahlen

934 Neufahrzeuge wurden im November im Landkreis Göppingen zugelassen (Oktober: 829). Davon waren 117 Elektrofahrzeuge (94), 216 Hybridfahrzeuge (194) und davon 109 Plugin-Hybridautos (98).

2222 Gebrauchtwagen, die im November zugelassen wurden, zählt das Landratsamt Göppingen (Oktober: 2363).