Sonderveröffentlichung

„Einfach elektrisierend“ E-Mobilität im Fokus

Wenn viele Ladestationen an einem Standort realisiert werden müssen, ist besonderes Fachwissen gefragt. Das Unternehmen e361 aus Süßen hat sich darauf spezialisiert.

Simon Herrmann (l.) und Lorenz Schneider sorgen für die optimale Einstellung der Ladestation. Fotos: e361

9.11.2020

Die Elektro-Branche ist ganz vorne mit dabei, wenn es um Zukunftsthemen wie erneuerbare Energien oder Elektromobilität geht. So hat sich zum Beispiel der Innungsbetrieb e361 aus Süßen vollständig auf die Elektromobilität und die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge verschiedener Art bei Unternehmen und Stadtwerken spezialisiert. „Die E-Mobilität ist ein sehr komplexes und facettenreiches Thema. Die Installation einzelner Ladestationen in privaten Bereichen ist in der Regel unproblematisch. Wenn es aber um öffentliche Ladestationen geht oder um große Ladeparks mit vielleicht mehreren hundert Ladepunkten, wird ein spezialisiertes Fachwissen benötigt“, erklärt Sebastian Scheffel, Geschäftsführer von e361.

Individuelle und intelligente Konzepte entwickeln

e361 realisiert komplexe Ladeinfrastrukturen – zum Beispiel für Unternehmensflotten.
e361 realisiert komplexe Ladeinfrastrukturen – zum Beispiel für Unternehmensflotten.

Um die optimale Lösung für den Kunden entwickeln zu können, setzt e361 auf maßgeschneiderte und intelligente Konzepte. „Der Kunde steht für uns jederzeit im Mittelpunkt. Um seinen Bedürfnissen bestmöglich nachzukommen, folgen wir einem Fünf-Punkte-Plan: Am Anfang steht die Konzeptionierung mit einer intensiven Beratung – auch in Bezug auf mögliche Förderungen – dann geht es zum Ortscheck, es folgen Installation und Inbetriebnahme. Selbstverständlich kümmern wir uns auch um Instandhaltung und Wartung.“ Dem Ortscheck kommt eine besondere Bedeutung zu. Berücksichtigt werden dabei die Gegebenheiten am Standort des Kunden, beispielsweise in Bezug auf die vorhandene Elektroinfrastruktur sowie dessen individuelle Bedürfnisse und Nutzungsart. „Es ist wichtig, sich für die richtige Hardware zu entscheiden, will man den vorhandenen Netzanschluss optimal ausnutzen“, sagt Sebastian Scheffel. „Wir haben 65 verschiedene Ladestationen im Portfolio und wählen daraus herstellerneutral und für jeden Standort des Kunden angepasst diese aus, die sich am besten eignen.“ Bei der Inbetriebnahme wird die Steuerung der Ladestation eingestellt.

„Die Entwicklung und Einstellung der intelligenten Steuerung ist das, was unser Unternehmen ausmacht“, erklärt Sebastian Scheffel. „Hier wird hinterlegt, was der Netzanschluss hergibt, welche Last ein Fahrzeug braucht, wie lange die Ladezeit dauern darf und wer der Fahrer ist. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise immer von 7.30 Uhr bis 16 Uhr arbeitet, lädt die Station so, dass die Batterie um diese Uhrzeit voll ist. Kommt jemand vom Außendienst nur für wenige Stunden ins Büro, erhält er am gleichen Ladeplatz mehr Leistung für einen schnelleren Ladevorgang.“


"Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit müssen immer Hand in Hand gehen."

Sebastian Scheffel
Geschäftsführer


Trotz dieser Voreinstellungen bleiben die Fahrer dank eines selbstlernenden Algorithmus immer flexibel: Das Ladeverhalten passt sich automatisch an ihre Nutzung an, zum Beispiel wenn sich aufgrund einer Beförderung die Arbeitszeiten ändern. Die Einstellungen können aber von den Fahrern jederzeit auch manuell übersteuert werden. Wie erfolgreich e361 dank solcher intelligenten Ladestationen und Konzepte mit den vorhandenen Ressourcen umgeht, zeigen die Ladeparks der Firma Trumpf aus Ditzingen: An allen 49 europäischen Standorten konnten jeweils bis zu 800 Ladestationen in Betrieb genommen werden, ohne dass eine Netzerweiterung gebaut werden musste.

Nachhaltigkeit mit Sinn

Der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen ist auch ein wichtiger Teil der Firmenphilosophie. So laufen die Anlagen von e631 zu hundert Prozent mit Ökostrom oder mit eigenerzeugtem Strom vor Ort. Sebastian Scheffel findet: „Nachhaltigkeit muss immer mit Sinnhaftigkeit Hand in Hand gehen. Das bedeutet: Nach Süddeutschland holen wir keine Energie aus dem Norden. Wir arbeiten deswegen mit einem Dienstleister zusammen, der die erneuerbaren Energien, die im Umfeld vorhanden sind, bündelt und über das Ortsnetz an die Ladestationen leitet.“

Alle Zeichen stehen auf Wachstum

Dass Sebastian Scheffel mit seinem Unternehmen, das er erst im Mai des vergangenen Jahres gegründet hat, den richtigen Weg eingeschlagen hat, zeigt dessen großer Erfolg. „Wir haben mit sechs Mann angefangen, heute sind wir schon 13. Wir waren zwar immer vom Erfolg unseres Unternehmens überzeugt, mit einem so schnellen Wachstum hat aber niemand gerechnet“, freut sich Sebastian Scheffel. Und auch weiterhin blickt der Geschäftsführer positiv in die Zukunft: „Gelernte Fachkräfte, die sich für das Thema E-Mobility begeistern, sind bei uns immer willkommen. Das nötige Spezialwissen bekommen sie direkt bei uns. Ab 2021 wollen wir auch ausbilden und nach und nach vier Ausbildungsplätze schaffen – für jedes Lehrjahr einen.“

Aus der Innung

Der Kauf und die Installation privater Ladestationen ist bald förderfähig.
Der Kauf und die Installation privater Ladestationen ist bald förderfähig.

Neue Förderungen für private Ladestationen

Göppingen. Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften, Mieter und Vermieter profitieren bald von der Förderung „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Ziel der Maßnahme ist, Privatpersonen zu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu schaffen. Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses sowie den damit verbundenen notwendigen Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden. Pro installiertem Ladepunkt ist ein Zuschuss in Höhe von 900 Euro vorgesehen. Voraussetzung ist, dass die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt, der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt und die Ladestation intelligent und steuerbar ist. Die genauen Konditionen sind auf der Homepage des KFW unter Merkblatt 440 (Wohngebäude) zu finden. Die Antragstellung ist ab 24. November 2020 möglich.


Service: Notdienst der Elektro-Innung

Im Notfall (bei wirklich dringenden Fällen) ist ein Fachbetrieb der ElektroInnung auch am Wochenende und an Feiertagen erreichbar: Telefon: (0175) 2229085