Sonderveröffentlichung

Sanitär - Heizung - Klima Eine neue Heizung im Haus: Mit Holz nachhaltig Wärme erzeugen

Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und Umwelt ist wichtig für Familie Raimund aus Ebersbach. Aus diesem Grund ersetzten sie die alte Ölheizung durch eine neue Biomasseanlage.

Auch wenn das Display ebenfalls verrät, ob Brennmaterial nachgelegt werden muss, wirft Markus Raimund gerne ab und an einen Blick in den Heizkessel. Fotos: Daniela Strohmaier

30.11.2020

Markus Raimund aus Ebersbach ist glücklich: In diesem Sommer hat seine Familie den neuen Scheitholz-Heizkessel mit Pufferspeicher in Betrieb genommen, der die alte Ölheizung ersetzt. Seither werden Wasser und Haus hauptsächlich durch das Verbrennen von Holz erwärmt – nachhaltig und CO2- neutral. „Wir haben bereits eine Solarthermieanlage auf dem Dach und ich habe auch schon länger mit dem Gedanken gespielt, die vorhandene Ölheizung durch eine saubere und nachhaltige Alternative zu ersetzen“, erklärt Markus Raimund seine Motivation hinter dem Austausch der Heizung.
   

„Als es daran ging, Nägel mit Köpfen zu machen, haben wir uns von Herrn Wallitschek vom Innungsbetrieb Klein aus Ebersbach dazu ausführlich beraten lassen. Er hat uns verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, immer mit Blick auf unsere Wünsche und die Machbarkeit vor Ort. Am Ende haben wir uns für diese Scheitholzheizung von einem Hersteller mit einer Vertretung im Landkreis entschieden.“
   

Das Material wird direkt vor Ort besorgt

Das Holz holen Markus Raimund und seine Familie selbst aus dem angrenzenden Wald. Erworben wurde es in Form eines Flächenloses. Das ist ein abgegrenzter Bereich im Wald, aus dem das liegende Holz, also Äste, Baumgipfel, zerbrochene Stammteile und dergleichen, oder zur Entnahme markierte Bäume geholt und zu Brennholz aufgearbeitet werden kann. „Bisher hatten wir immer Glück und ein Flächenlos zugeteilt bekommen, das quasi direkt vor der Haustür liegt.


"Wir wollten die alte Ölheizung schon länger durch eine nachhaltige Alternative ersetzen." 

Markus Raimund
Bauherr


Natürlich ist diese Art der Brennmaterialbeschaffung vergleichsweise aufwändig, deswegen sollte man schon ein Interesse dafür haben. Andererseits ist man unabhängig von großen Ölkonzernen und heizt außerdem relativ günstig.“ Wer das Holz nicht selbst aufarbeiten möchte, kann es aber auch über einen Händler besorgen.
    

Mit den Arbeiten vollauf zufrieden  

Markus Raimund ist mit seiner neuen Scheitholzheizung, die die alte Ölheizung ersetzt, sehr zufrieden.
Markus Raimund ist mit seiner neuen Scheitholzheizung, die die alte Ölheizung ersetzt, sehr zufrieden.

Von der Erstberatung Anfang Dezember des letzten Jahres bis zur Inbetriebnahme der Heizung sind etwa sechs Monate vergangen. Mit dem Ablauf und den Arbeiten waren Markus Raimund und seine Familie jederzeit sehr zufrieden, wie er berichtet: „Die Firma Klein hat sich wirklich um alles gekümmert. Sogar ein Kran und ein Gerüst wurden organisiert, so dass die neue Heizung über den Kellereingang, den ich extra dafür angelegt habe, ihren Platz gefunden hat.

Die Handwerker selbst waren sehr sympathisch, haben sauber und engagiert gearbeitet. Im Nachhinein hat sich sogar herausgestellt, dass der Zeitpunkt für den Heizungstausch sehr günstig war und wir bestmöglich von den hohen Förderungen, die es in diesem Jahr gibt, profitieren können.“ Auch nach der Inbetriebnahme stehen Walter Wallitschek und sein Team noch zur Verfügung und der Geschäftsführer betont: „Jede Heizungsanlage ist individuell und muss nach der Inbetriebnahme über einige Zeit einreguliert werden. Weil zu Beginn immer wieder mal kleine Probleme auftauchen können, ist es wichtig, einen Handwerker vor Ort zu haben, der sich fachgerecht darum kümmert.“ Daniela Strohmaier
   


Ausbildung

Informationen am digitalen Messestand der SHK-Innung

Die SHK-Innung Göppingen präsentierte bei der digitalen Messe „Bildung 2020“ ihre Karrieremöglichkeiten – die Experten waren live für Chats mit den Schülern erreichbar.

Volker Breusch (l.), Rainer Häfele (o.) und Markus Ganßloser gehörten dem Expertenteam an, das die Fragen der jungen Besucher beantwortet hat – jeweils vom eigenen Büro aus.
Volker Breusch (l.), Rainer Häfele (o.) und Markus Ganßloser gehörten dem Expertenteam an, das die Fragen der jungen Besucher beantwortet hat – jeweils vom eigenen Büro aus.

Landkreis Göppingen. Weil die meisten Ausbildungsmessen ausfallen, nutzte die Göppinger SHK-Innung andere Möglichkeiten, um Schülern und jungen Erwachsenden das Handwerk nahezubringen: Sie nahm mit einem virtuellen Stand an der Messe „Bildung 2020“ teil, die in diesem Jahr erstmals digital stattfand. Viele junge Besucher informierten sich über Chancen und Perspektiven, die ihnen eine Ausbildung in dem Handwerk bieten kann. Volker Breusch, Obermeister der SHK-Innung Göppingen, zieht ein positives Resümee: „Die virtuellen Stände waren sehr gut aufgemacht und haben den Besuchern viele Möglichkeiten gegeben, sich zu informieren und Fragen zu stellen. Wir selbst haben unter anderem einen Videochat angeboten. Die geführten Gespräche waren gut und die Gesprächspartner wirklich sehr interessiert.“

Mit der Teilnahme an der Messe möchte die Innung aber nicht nur um Nachwuchs werben, sondern auch zeigen, dass das SHK-Handwerk jederzeit präsent und zuverlässig ist. „Veränderte Situationen verlangen neue, moderne Methoden und wir sind gerne bereit, diese einzusetzen - sei es, um junge Menschen zu informieren, die einen Ausbildungsplatz suchen, oder um Kunden zu beraten.“