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Kraftfahrzeug und Verkehr Top ausgestattet wie ein Betrieb

In einen Fahrwerksprüfstand konnte die Schule jüngst investieren. Fotos: Constantin Fetzer

In den Werkstätten der Gewerblichen Schule in Göppingen lernen die angehenden Kfz-Mechatroniker praxisnah ihren Beruf. Von Constantin Fetzer

Wie eng die Zusammenarbeit der Kfz-Innung, der Betriebe und der Gewerblichen Schule ist, zeigt sich gleich am Anfang der Ausbildung: Dann werden in einer gemeinsamen Veranstaltung die angehenden Kfz-Mechatroniker begrüßt, die zunächst eine einjährige Berufsfachschule als Basis für ihre Ausbildung an der Gewerblichen Schule absolvieren. Dort wird zum einen der theoretische Grundstein gelegt, zum anderen aber auch schon praktisch an Fahrzeugen technische Inhalte vermittelt. Teile der Ausbildung sind: Warten und Pflegen von Fahrzeugen oder Systemen, Demontieren, Instandsetzen und Montieren von fahrzeugtechnischen Baugruppen oder Systemen, Prüfen und Instandsetzen elektrischer und elektronischer Systeme, Prüfen und Instandsetzen von Steuerungs- und Regelungssystemen.

Nur ein halbes Fahrzeug – aber volle Konzentration auf die Funktionen im Unterreicht direkt in der Schulwerkstatt.
Nur ein halbes Fahrzeug – aber volle Konzentration auf die Funktionen im Unterreicht direkt in der Schulwerkstatt.
Flexible Übungsmodule können ganz nach Bedarf bestückt und in den Laboren platziert werden.
Flexible Übungsmodule können ganz nach Bedarf bestückt und in den Laboren platziert werden.

„Die Fahrzeuge wurden und werden technisch immer aufwendiger, die Elektronik immer komplexer“, berichtet Schulleiter Jürgen Wittlinger. Der Mobilitätswandel und neue Antriebstechnologien wie die Elektromobilität erfordern, dass auch die Schule immer auf dem neuesten Stand der Technik bleibt. Die vernetzten Fahrzeuge mit smarten Technologien rücken auch im Unterricht immer mehr in den Fokus. Die Ausstattung in den Werkstätten der Schule ist im Grunde wie in einem Betrieb der Kfz-Innung: Hebebühnen, Diagnosegeräte, Werkzeug – und Fahrzeuge. Der Landkreis Göppingen als Träger schafft eine gute Grundausstattung. „Wir konnten allein in den vergangenen zwei Jahren rund 350 000 Euro in die Werkstatt investieren“, berichtet Schulleiter Wittlinger. So wurde zum Beispiel ein moderner Fahrwerksprüfstand angeschafft und damit ermöglicht, eine Achsvermessung zu machen. „Es sind viele kleinere Anschaffungen, die man immer wieder machen muss, aber auch größere, um zukunftsfähig zu bleiben“, erklärt Jürgen Wittlinger. Zu den größeren gehört auch ein Deckensystem, in dem die Zuleitungen zu mobilen Übungsplätzen flexibel eingesteckt werden. Egal, wo die Versuchsaufbauten im Raum stehen, sie haben immer einen Anschluss in nächster Nähe – von oben. Auch die Übungsplätze, an denen vor allem die Elektronik gezeigt werden kann, sind flexibel gestaltbar – je nach Unterrichtsthema. Die Schule konnte so in die Laborausstattung investieren.


"Die Fahrzeuge werden technisch immer aufwendiger und komplexer."

Jürgen Wittlinger
Schulleiter Gewerbliche Schule


Digitale Diagnosesysteme, E-Mobilität und vieles mehr: Die Werkstatt der Gewerblichen Schule ist gut ausgestattet.
Digitale Diagnosesysteme, E-Mobilität und vieles mehr: Die Werkstatt der Gewerblichen Schule ist gut ausgestattet.

Vielfältige Unterstützung

Viele Dinge werden aber auch von Kfz-Industrie und Kfz-Handwerk zur Verfügung gestellt. Erst vor Kurzem hat die Schule einen Mini sowie ein Hybridauto von KIA erhalten, um daran reale Situationen ausprobieren zu können. Der Fuhrpark ist recht umfangreich – auch wenn die Fahrzeuge freilich in der Regel nicht zugelassen sind, da sie ja nur im Unterricht eingesetzt werden. Dort kommen sie aber regelmäßig zum Einsatz, wie Fachlehrer Jörg Schäffer berichtet: „Diese Werkstattumgebung ist wichtig, um die Inhalte der Ausbildung praxisnah zu vermitteln und die Schülerinnen und Schüler in ihrem Beruf fit zu machen.“ Nach der einjährigen Berufsfachschule folgt die eigentliche Ausbildung. In der Berufsschule gibt es Theorie-, Labor- und Werkstattunterricht in den Bereichen Energieversorgungs- und Startsysteme, Motormechanik, Motormanagement, Abgassystem, Fahrwerk und Bremsen, Karosserie-, Komfort- und Sicherheitssysteme.

„An den Ausbildungsinhalten sieht man, wie vielfältig der Beruf ist“, sagt Ludger Wendeler, Obermeister der Kfz-Innung Göppingen. Er lobt die Schule für ihre Arbeit: „Das Engagement der Schulleitung und vor allem der Fachlehrer ist sehr groß – ganz im Sinne der Schülerinnen und Schüler“, sagt Wendeler. Eine gute Ausbildung sei eine wichtige Basis, von der die Kunden im Autohaus oder der Werkstatt später profitieren.

Gewerbliche Schule Göppingen

An der Gewerblichen Schule in Göppingen im Berufschulzentrum an der Öde gibt es etwa 50 Schüler im Vorqualifizierungsjahr, 160 in der Berufsfachschule, 1300 in der Berufsschule, 250 im Technischen Gymnasium, 100 in der Techniker-/Meisterschule.

Duale Ausbildung mit Engagement

Ludger Wendeler.
Ludger Wendeler.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie engagiert alle zusammenarbeiten, um jungen Menschen eine gute Basis für ihr Berufsleben zu geben. Auf der einen Seite sind es die Betriebe, die viel investieren, um den Auszubildenden sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen Bereich das Handwerk rund um die Kfz-Branche zu zeigen. Auf der anderen Seite ist die Berufsschule, in der ein wesentlicher Teil der Ausbildung stattfindet und ebenfalls wichtige Grundlagen ganz praxisnah erklärt werden. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die sich um die Ausbildung der jungen Leute bemühen und sich in Projekten über das normale Maß hinaus engagieren. Einen besonderen Dank richten wir bei dieser Gelegenheit auch an das Autohaus Entenmann und an BMW, die der Schule jüngst ein Versuchsfahrzeug der Marke „Mini“ überreicht haben. Das unterstreicht einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Schule. Ich freue mich, dass wir alle gemeinsam Jahr für Jahr neue qualifizierte Kfz-Mechatronikergesellen ausbilden, die in den Werkstätten mit viel Know-how arbeiten und die hochtechnisierten Fahrzeuge warten – egal, mit welchem Antrieb die Autos künftig unterwegs sein werden. Die Kunden können sich darauf verlassen, dass in einer Innungswerkstatt die Mitarbeiter immer auf dem Stand der Technik sind und somit Spezialisten für das gesamte Fahrzeug.

Ludger Wendeler,
Obermeister der Kfz-Innung Göppingen

Zulassungszahlen

"773 Neufahrzeuge wurden im Januar im Landkreis Göppingen zugelassen (Dezember: 719). Davon waren 19 Elektrofahrzeuge (8), 43 Hybridfahrzeuge (37) und davon 6 Plugin-Hybridautos (7)."

"2129 Gebrauchtwagen, die im Januar zugelassen wurden, zählt das Landratsamt Göppingen (Dezember: 1788)."

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