Sonderveröffentlichung

Kraftfahrzeug und Verkehr Durchstarten im Traumberuf

Beyza Arslan aus Ebersbach wusste schon früh, dass sie in die Kfz-Branche möchte. Heute absolviert sie eine Ausbildung als Automobilkauffrau.

Beyza Arslan geht in ihren Aufgaben als angehende Automobilkauffrau voll auf. Fotos: Daniela Strohmaier  

15.02.2021

Das Kfz-Handwerk bietet jungen Menschen, die sich für Autos begeistern, vielfältige Perspektiven. Auch Beyza Arslan aus Ebersbach hat sich für eine Zukunft in der Kfz-Branche entschieden: Im September des vergangenen Jahres begann sie ihre Ausbildung zur Automobilkauffrau beim Autohaus Stierle in Geislingen. „Ich bin sehr kontaktfreudig und arbeite gerne mit Menschen. Weil ich mich aber auch sehr für Autos und alles, was damit zu tun hat, interessiere, wusste ich schon früh, dass ich diese Ausbildung machen möchte.“ Bevor Beyza Arslan in ihren Traumberuf startete, absolvierte sie eine Einstiegsqualifizierung in einem großen Autohaus. „Leider habe ich direkt nach meinem Schulabschluss keine Lehrstelle gefunden. Aus diesem Grund habe ich mich für dieses etwa zehnmonatige Langzeitpraktikum entschieden. Es mich in meiner Entscheidung für die Ausbildung zur Automobilkauffrau bestärkt und mich optimal darauf vorbereitet.“

Abwechslungsreiche Aufgaben

Eineinhalb Tage in der Woche besucht Beyza Arslan die Berufsschule, die restliche Zeit verbringt sie in ihrem Ausbildungsbetrieb, wo sie in verschiedenen Bereichen eingesetzt wird, um sämtliche Aspekte ihres Berufs kennenzulernen. Die 19-Jährige berichtet: „Ich war unter anderem als Büroassistentin in der Verwaltung tätig und auch im Service und im Verkauf. Am liebsten schreibe ich Aufträge und übernehme die Arbeiten, bei denen ich viel mit Menschen zu tun habe. Bald steht außerdem ein kleines Praktikum in der Werkstatt an – schließlich ist es wichtig, auch die technischen Grundlagen zu beherrschen, um die Kunden so gut wie möglich beraten zu können.“

In ihrem Ausbildungsbetrieb fühlt sich die junge Frau gut aufgehoben. Vor allem die familiäre Atmosphäre spreche sie sehr an, sagt sie. „Selbstverständlich hat auch die Ausbildung in größeren Autohäusern ihre Vorzüge. Ich schätze hier jedoch den persönlichen Umgang – miteinander und auch mit den Kunden. In kurzer Zeit kennt man alle beim Namen und viele sind uns schon seit mehreren Generationen treu, schließlich gibt es das Autohaus Stierle auch schon seit über 40 Jahren.“

Von Berufswahl überzeugt

Beyza Arslan ist sich sicher, mit ihrer Ausbildung zur Automobilkauffrau den richtigen Schritt gegangen zu sein. Obwohl sie noch im ersten Lehrjahr ist, hat sie sich schon viele Gedanken darüber gemacht, wie es weitergehen soll: „Zuerst möchte ich meine Ausbildung erfolgreich abschließen und ich hoffe, danach übernommen zu werden. Dann kann ich mir auch eine Weiterbildung im Betrieb vorstellen, zum Beispiel zur Verkaufs- oder Serviceassistentin.“


"Ein Praktikum hat mich in meiner Entscheidung für die Ausbildung bestärkt."

Beyza Arslan angehende Automobilkauffrau


Jungen Menschen, die sich eine ähnliche Karriere vorstellen können, rät sie: „Wer neugierig ist und gerne Neues lernt, dazu kontaktfreudig ist und sich für alles, was mit Autos und Fahrzeugen zu tun hat, begeistern kann, liegt mit der Ausbildung zur Automobilkauffrau oder zum Automobilkaufmann sicherlich richtig.“ Darüber hinaus empfiehlt Beyza Arslan, unbedingt ein längeres Praktikum vor Ausbildungsbeginn zu absolvieren. „Bei der Einstiegsqualifizierung lernt man alle Bereiche kennen, die zum Berufsbild gehören, und kann schon sehr vieles lernen, das einem später bei der Ausbildung hilft.“

Info
In einer Serie stellen wir immer wieder verschiedene Möglichkeiten und Wege für eine Ausbildung in der Kfz-Branche vor. Wer sich für eine Karriere in diesem Bereich interessiert, findet weiterführende Informationen und Ansprechpartner auf der Website der Kfz-Innung Göppingen unter www.kfz-innung-gp.de.

Auch bei Wetterkapriolen sicher unterwegs

Ludger Wendeler. 
Ludger Wendeler. 

Es ist erst Februar und schon spielt das Wetter verrückt: Dauerregen mit Sturmböen wechselt mit Schneefall bei Minusgraden und zwischendrin blendet ganz unterwartet auch mal die Sonne – keine optimalen Bedingungen, um mit dem Auto unterwegs zu sein. Denken Sie also bitte an Ihre Sicherheit und sorgen Sie stets für gute Sicht: Sind die Scheibenwischer noch in Ordnung und funktioniert das Licht, wie es soll? Vereinbaren Sie im Zweifel einen Termin beim Fachmann, der Ihr Fahrzeug gerne durchcheckt. Die Werkstätten unserer Innungsbetriebe sind natürlich auch bei allen anderen Kfz-bezogenen Anliegen für Sie da. Viele investieren regelmäßig in eine moderne Ausstattung und in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, um Ihnen jederzeit bestmöglichen Service zu bieten und eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten – darauf hat die Innung ein Auge. So können Sie sicher sein, dass Sie in Ihrem Innungsbetrieb in den besten Händen sind.

Ludger Wendeler
Obermeister der Kfz-Innung Göppingen


Innungsbetriebe sind immer auf neuestem Stand

Damit Kunden auf kompetentes Fachpersonal und hohe Qualität vertrauen können, investieren viele Werkstätten regelmäßig in Ausstattung und Know-how der Mitarbeiter.

Digitalisierung in der Werkstatt: Für Serviceberater Gerd Müller ist die Arbeit mit Tablet und Computer ganz normal.  
Digitalisierung in der Werkstatt: Für Serviceberater Gerd Müller ist die Arbeit mit Tablet und Computer ganz normal.  

Kuchen. Moderne Antriebe, mehr Elektronik, zeitgemäße Technik – die Fahrzeugentwicklung schreitet immer schneller voran. Das wirkt sich auch auf die Werkstätten aus: Um Service und Reparaturen auf gewohnt hohem Niveau zu halten, müssen sie regelmäßig in neue Ausstattung und das Know-how ihrer Mitarbeiter investieren. Bei den Innungsbetrieben können Kunden sichergehen, dass Beratung und Ausführung auf einem hohen Qualitätsniveau sind: Die Teams in den Autohäusern und Werkstätten werden regelmäßig geschult und sind so immer auf dem aktuellen Stand der Technik und der gesetzlichen Vorgaben. Auch beim Autohaus Fetzer in Kuchen wird regelmäßig in neues Equipment für die Werkstatt investiert, „teils weil es herstellerseitig vorgegeben wird, meist aber, weil es für die Wartung und Reparatur von Technologien wie dem E-Antrieb notwendig ist“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Holz. „In der Regel lohnt es sich, früh in die erforderliche Ausstattung zu investieren, da Neuerungen später oft zum Standard werden. So hätte vor einigen Jahren vielleicht kaum jemand gedacht, das Tablets und Computer in der Werkstatt Verwendung finden – heute sind sie unerlässliche Hilfsmittel.“

Schulungen der Mitarbeiter sind unerlässlich

Auch die Investition in die Mitarbeiter sei heute aufgrund der schnellen Entwicklungen wichtiger denn je. Jürgen Holz führt aus: „Beispielsweise gibt es im Bereich Digitalisierung große Sprünge. Unsere Mitarbeiter – ob aus dem Service oder dem Vertrieb – müssen sämtliche Neuerungen und Software-Updates kennen und verstehen, um sie den Kunden erklären zu können. Aus diesem Grund bieten wir ihnen regelmäßig Schulungen und Weiterbildungen an.“

Dabei bedeutet jede Schulung eine hohe Investition, nicht nur weil der betreffende Mitarbeiter während der Zeit seiner Weiterbildung für den Betrieb ausfällt, sondern weil gegebenenfalls auch Hotels und Firmenwagen finanziert werden müssen. Doch es lohnt sich, wie Jürgen Holz weiß: „Gut geschultes Fachpersonal benötigt für Reparaturen weniger Zeit, gleichzeitig bleibt die Qualität gewährleistet. Am Ende profitieren von einer Schulung sowohl das Autohaus, der Mitarbeiter selbst und natürlich auch der Kunde.“

Zulassungszahlen

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471 Neufahrzeuge wurden im Januar im Landkreis Göppingen zugelassen (Dezember: 1028). Davon waren 53 Elektrofahrzeuge (171), 134 Hybridfahrzeuge (234) und davon 65 Plugin-Hybridautos (127).

1470 Gebrauchtwagen, die im Januar zugelassen wurden, zählt das Landratsamt Göppingen (Dezember: 1892).