Kraftfahrzeug und Verkehr Sicherheit an erster Stelle

Eiskratzer, Besen und Co. sollten ab jetzt griffbereit im Auto sein – vor allem aber, wenn die ersten Schneeflocken fallen und der Nachtfrost regelmäßig kommt. Foto: fotolia.de/Janni
Eiskratzer, Besen und Co. sollten ab jetzt griffbereit im Auto sein – vor allem aber, wenn die ersten Schneeflocken fallen und der Nachtfrost regelmäßig kommt. Foto: fotolia.de/Janni
12.11.2018

Viele haben in den vergangenen Tagen schon die Scheiben freigekratzt – bald wird es noch kälter und der erste Schnee fällt. Das Auto sollte dafür vorbereitet sein.

Kreis Göppingen. Die Reifen sollten bereits gewechselt sein – die Temperaturen werden kälter. Wer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte so schnell wie möglich einen Termin in einem der Betriebe der Kfz-Innung vereinbaren. Dort kann man sein Auto auch gleich für den Winter fit machen lassen. „Es lohnt sich, das Fahrzeug durchchecken zu lassen – und die Profis in den Werkstätten sind dafür zuverlässige Ansprechpartner“, sagt Innungsobermeister Ludger Wendeler. Was wird bei einem Wintercheck in der Werkstatt des Vertrauens alles gemacht?

Batterie testen und laden

Die Autobatterie speichert den Strom aus der Lichtmaschine und speist die Zündung des Autos beim Starten. Im Winter sind Autobatterien besonders gefordert: Kalte Motoren springen bei Minusgraden oft nur schwer an und die Autoheizung, Heckscheiben- und Sitzheizung, das Gebläse sowie Radio und Licht verlangen Höchstleistungen von der Batterie. Gerade bei Kurzstrecken hat der Stromspender oft nicht genügend Zeit, sich wieder aufzuladen. Anzeichen für eine schwache Batterie: Der Anlasser dreht nur müde am Motor. Beim Wintercheck werden der Lade- und Säurezustand geprüft, die Pole gereinigt und gefettet. Ist die Batterie zu schwach, helfen Ladegeräte, die Leistung wieder zu erhöhen, notfalls ist auch ein neuer Stromspender erforderlich. Und ein Starthilfekabel hat schon oft geholfen, eine kränkelnde Batterie zu überbrücken, schließlich ist bei rund einem Drittel aller Pannen eine defekte Batterie im Fahrzeug die Ursache.

"Es lohnt sich, den Wintercheck in der Werkstatt machen zu lassen."

Ludger Wendeler Innungsobermeister

Licht und Wischer checken

Gerade in der dunklen Jahreszeit unverzichtbar: Funktionierend und gut ausleuchtende Scheinwerfer bringen Licht ins Dunkel. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigen die jährlichen Statistiken des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und der Deutschen Verkehrswacht zum Licht-Test: Jedes dritte Auto hat Mängel an der Lichtanlage.

Die Kfz-Mechatroniker prüfen die komplette Beleuchtung und die Einstellung der Scheinwerfer. Hier sind die Profis besonders wichtig, weil die Fehlerauslese und das Einstellen der modernen, intelligenten Scheinwerfersysteme nur mit digitalen Diagnosetestern möglich ist. Auch das korrekte, blendfreie Ausrichten von Halogenscheinwerfern geht nur im Fachbetrieb. Und gerade im Winter sollten Autofahrer regelmäßig Scheinwerfer und Heckleuchten reinigen, damit die Lichter des Fahrzeugs voll zum Strahlen kommen. Damit man den vollen Durchblick hat, sollten auch die Scheibenwischer geprüft werden – wenn sie Schlieren machen, müssen sie spätestens ausgetauscht werden. In der dunklen Jahreszeit steht die Sicherheit an erster Stelle und sollte nicht durch verbrauchte Wischerblätter gefährdet werden.

Frostschutz nachfüllen

Unverzichtbar bei einem Wintercheck ist die Überprüfung des Frostschutzes im Kühlsystem und in der Scheibenwischanlage: Im Kühlsystem hält das Frostschutzmittel bei Temperaturen bis minus 25 Grad Celsius alles am Laufen und schützt so vor teuren Schäden am Fahrzeug.

Alle ziehen an einem Strang

Ludger Wendeler.
Ludger Wendeler.
Wie gut die Zusammenarbeit der Hersteller und Betriebe samt Innung auf der einen Seite und die Gewerblichen Schule in Göppingen auf der anderen Seite ist, zeigt das jüngste Beispiel im Berufschulzentrum Öde. Die Firma Kia hat der Schule ein Hybridfahrzeug überlassen, an dem die angehenden Kfz-Mechatroniker lernen können. Das Hybridfahrzeug kombiniert den klassischen Verbrennermotor mit dem Elektroantrieb – je nach Situation und Fahrstrecke wird entsprechend gewechselt. Die Auszubildenden sollen und müssen diese Technik natürlich kennen lernen. In den hervorragend ausgestatteten Werkstätten im Berufschulzentrum Öde gibt es dafür eine sehr gute Basis. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Innung und der Mitgliedsbetriebe sehr herzlich bei der Firma Kia und dem lokalen Händler, der Firma Gorny aus Eislingen, bedanken, die das Fahrzeug zur Verfügung stellen. Aber auch der Schule möchte ich für das Engagement des Lehrerkollegiums danken, die sich immer wieder bemühen, aktuelle Technik für den Schulalltag anschaffen zu können, was mit Unterstützung der Landkreisverwaltung als Schulträger auch gelingt. Auch dafür: Vielen Dank. Das zeigt: Für die Ausbildung ziehen alle an einem Strang.

Ludger Wendeler, Obermeister der Kfz-Innung Göppingen

Für gute Sicht: Der Oktober ist Lichttest-Monat

Petra Heschke-Schlichting (links) und Azubis stellen heute in der Werfthalle die Berufe im Kfz-Handwerk vor.
Petra Heschke-Schlichting (links) und Azubis stellen heute in der Werfthalle die Berufe im Kfz-Handwerk vor.
Kreis Göppingen. Der Beruf des Kfz-Mechatronikers wird immer spannender – digitale Technik gehört heute längst mit dazu. „Die Aufgaben eines Kfz-Mechatronikers haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt“, sagt Petra Heschke- Schlichting, Geschäftsführerin der Kfz-Innung Göppingen, die heute auf der Bildungsmesse in Göppingen gemeinsam mit Azubis aus verschiedenen Betrieben Informationen zu Karriereperspektiven gibt. Durch Fahrassistenzsysteme und Bordcomputer ist der Ausbildungsberuf facettenreicher, als man das von früher kenne. Klar: Öl und Co. gibt es in der Werkstatt auch heute noch und anpacken muss man auch – aber die Arbeitsbedingungen sind wesentlich sauberer geworden. „Auf der Bildungsmesse wollen wir heute an einem Fahrzeug zeigen, wie moderne Technik funktioniert“, erklärt Petra Heschke-Schlichting – und wie es zum Beispiel im Motorraum aussieht. Und: „Im Kfz-Handwerk gibt es auch interessante kaufmännische Berufe“, betont Petra Heschke-Schlichting. Automobilkaufleute haben ebenso eine sehr gute Berufsperspektive.

ZULASSUNGSZAHLEN

903
Neufahrzeuge wurden im Oktober im Landkreis Göppingen zugelassen (September: 774). Davon waren 16 Elektrofahrzeuge (10), 41 Hybridfahrzeuge (19) und davon 10 Plugin-Hybridautos (4).

2.496
Gebrauchtwagen, die im Oktober zugelassen wurden, zählt das Landratsamt Göppingen (September: 2414).
Rothe GmbH
Autohaus Geyer
Autohaus Klützke
Autohaus Staufen
Innung des Kraftfahrzeuggewerbes
Autohaus Gerhard Schwilk
Autohaus Schmid
Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Göppingen
Autohaus Steimle e. K.
MRS Kfz-Service
Autohaus Fetzer GmbH
Autohaus G. Lo Destro GmbH
Autohaus Müller
Autowerkstatt G. Rapke
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