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Kraftfahrzeug und Verkehr Erfahrung sammeln für den Beruf

Lucca Krupka (links) und Heiner Bötzel sind die besten Kfz-Gesellen ihres Jahrgangs. Fotos: Lea Kopnarski
Lucca Krupka (links) und Heiner Bötzel sind die besten Kfz-Gesellen ihres Jahrgangs. Fotos: Lea Kopnarski

Jedes Jahr schließen zahlreiche Auszubildende ihre Lehrzeit erfolgreich ab. Wir haben die beiden besten Kfz-Mechatroniker in der Werkstatt besucht.

Lucca Krupka ist der beste Geselle seines Jahrgangs. Der Kfz-Mechatroniker hat seine Ausbildung bei der Firma Kopaczynski in Schlat gemacht. Er hat schon immer großes Interesse an Motoren, ein Maschinenbaustudium war ihm zu allgemein. Da das Interesse an der Technik in der privaten Mobilität größer war, entschied er sich für die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. In seinem Betrieb ist er für alle Wartungs- und Reparaturarbeiten am Auto zuständig. „Am liebsten zerlege ich Motoren und repariere sie“, sagt der 22 Jährige. Er feilt weiter an seiner Karriere: Als nächsten Schritt möchte er Fahrzeugtechnik angehen – mindestens in den Semesterferien will er aber im Betrieb weiter mit anpacken.


"Man muss mit offenen Augen durch die Werkstatt gehen und lernen."
Heiner Bötzel, Jahrgangsbester Kfz-Mechatroniker


Auch Heiner Bötzel ist Jahrgangsbester. Er hat seine Ausbildung beim Autohaus Kauderer gemacht. Sein Vater hat in Gruibingen eine eigene Werkstatt – da lag es nahe, dass auch er in den Beruf einsteigt. „Ich bin damit aufgewachsen und mir hat es auch schon immer Spaß gemacht“, erklärt er. Die Prüfung sei eine echte Herausforderung gewesen, sagt Heiner Bötzel, der sich im Betrieb aber darauf vorbereitet hat. „Man muss während der Lehrzeit einfach mit offenen Augen durch die Werkstatt gehen und auch dort aktiv helfen, wo man noch Übung braucht oder was man nicht gemacht hat.“ So hat er Erfahrung gesammelt und fühlte sich bestens für die Prüfung vorbereitet, die im praktischen Teil aus verschiedenen Arbeitssituationen sowie Fachgesprächen zusammengestellt ist. Wenn er nun einige Jahre Berufserfahrung gesammelt hat, kann er sich durchaus vorstellen, die Meisterschule zu besuchen – und den nächsten Karriereschritt in seinem Berufsleben zu machen. Lea Kopnarski, Constantin Fetzer


Branche mit Perspektive

Ludger Wendeler.
Ludger Wendeler.

Die Kfz-Branche hat im Moment nicht den besten Stand – zumindest, wenn man Zeitung liest, Radio hört oder TV schaut. Doch bei allen Problemen, die es rund um die Diesel- Thematik und die politischen Voraussetzungen weltweit gibt: Wir können zuversichtlich in die Zukunft schauen, denn die individuelle Mobilität wird auch bei uns in der Region nach wie vor eine große Rolle spielen. Die Branche stellt sich den Herausforderungen der Zukunft und auch die Hersteller haben die Botschaften der Verbraucher verstanden, die mit ihrer Nachfrage am Ende die Strategie der Produkte entscheiden. Sehr positiv stimmt mich aber auch, dass der Nachwuchs in unserem Gewerk seine Ausbildung ernst nimmt. Mit viel Engagement – auch aus der Innung und ihren Mitgliedern heraus – konnten wir viele erfolgreiche Junggesellen zählen, die bestens für ihren Beruf in einer Branche mit Zukunft gerüstet sind. Die beiden besten ihres Jahrgangs der vergangenen Prüfungen stellen wir auf dieser Seite vor.

Ludger Wendeler, Obermeister der Kfz-Innung Göppingen


"1071 Neufahrzeuge wurden im Mai im Landkreis Göppingen zugelassen (April: 983). Davon waren 22 Elektrofahrzeuge (7), 63 Hybridfahrzeuge (39) und davon 13 Plugin-Hybridautos (7)."


Ehrungen bei der Innungsversammlung

Der Obermeister berichtet von einer verhalten positive Situation im Kfz-Handwerk.

Die Innung konnte zahlreiche Auszeichnungen vergeben. Die Bilder von links: Die Geehrten aus dem Prüfungssauschuss, die besten Azubis und ihre Betriebe (Mitte)und jene Unternehmen ganz rechts, die ein Betriebsjubiläum feiern konnten. Fotos: Constantin Fetzer
Die Innung konnte zahlreiche Auszeichnungen vergeben. Die Bilder von links: Die Geehrten aus dem Prüfungssauschuss, die besten Azubis und ihre Betriebe (Mitte)
und jene Unternehmen ganz rechts, die ein Betriebsjubiläum feiern konnten. Fotos: Constantin Fetzer

Eislingen. Der Obermeister der Kfz-Innung Göppingen konnte bei der jüngsten Jahresversammlung von einer grundsätzlich positiven Situation im Kfz-Handwerk berichten. Im Bundesvergleich seien die Zulassungszahlen sehr gut. Dennoch spüre man freilich die Probleme, die insbesondere von den Herstellern rund um die Diesel-Thematik entstanden sind. Er warnte davor, dass die Lösung des Themas auf dem Rücken der Betriebe ausgetragen wird, und forderte von Politik und Herstellern entsprechend zu agieren. Allgemein seien die politischen Rahmenbedingungen zurzeit nicht die einfachsten für die Kfz-Branche. Dennoch schaut der Obermeister optimistisch in die Zukunft. Besonders positiv bei der Innungsversammlung im Eichenhof waren zahlreiche Ehrungen, die verliehen wurden. Für jeweils 25-jähriges Betriebsbestehen geehrt wurden Autoservice Armin Weber aus Uhingen-Diegelsberg sowie das Autohaus Schäffer Göppingen.

Innungsversammlung im Eichenhof.
Innungsversammlung im Eichenhof.

"2873 Gebrauchtwagen, die im Mai zugelassen wurden, zählt das Landratsamt Göppingen (April: 2307)."


Obermeister Ludger Wendeler dankte zahlreichen Mitgliedern für ihr großes Engagement im Gesellenprüfungsausschuss: 15 Jahre mit dabei sind Stefan Eleuther, Stefan Klein, Harald Kreutzer, Bernd Richter, Udo Richter, Martin Rohner, Jörg Schäffer und Markus Schönfelder. Bereits 20 Jahre engagiert sich Wolfgang Dagott. 25 Jahre ist Wolfgang Rube mit dabei und stolze 30 Jahre Johann Daubner, Dieter Munz, Wolfram Scheurer, und Werner Heigl. Ausgezeichnet wurden auch die besten Auszubildenden ihres Jahrgangs.

Klaus Heschke wurde verabschiedet.
Klaus Heschke wurde verabschiedet.

Im kaufmännischen Bereich war dies Melissa Trompler vom Autohaus Geyer in Göppingen. Bei den Kfz-Mechatronikern war es sowohl in der Sommer- als auch in der Winterprüfung sehr knapp. „Einmal waren es sogar nur 0,02 Punkte Differenz für die Spitzenposition“, sagt der stellvertretende Obermeister Jochen Staudenmayer. Er konnte Lucca Krupka, der seine Ausbildung bei der Firma Kopaczynski in Schlat gemacht hatte, sowie Heiner Bötzel vom Autohaus Kauderer für herausragende Leistungen auszeichnen. Ebenso erhielt Automobilkauffrau Ellen Barth von der Firma Mühleisen in Donzdorf eine Auszeichnung.

Der ehemalige Obermeister und heutige Ehrenobermeister Klaus Heschke wurde aus seinem Amt als Pressesprecher der Innung verabschiedet. Ludger Wendeler dankte ihm für sein langjähriges Engagement rund um die Innung in Göppingen, aber auch im Landesverband. Constantin Fetzer

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