Sonderveröffentlichung

Konsequenz ist erforderlich

Damit die heimischen Wälder gesund bleiben, bedarf es einer sensiblen Bewirtschaftung. Foto: Smileus - Fotolia
Damit die heimischen Wälder gesund bleiben, bedarf es einer sensiblen Bewirtschaftung. Foto: Smileus - Fotolia
19.01.2018

Das Bundesumweltamt informiert über die deutschen Wälder und Ziele einer nachhaltigen Bewirtschaftung.

Die Waldfläche in Deutschland beträgt nach der Bundeswaldinventur 2012 rund 11,4 Millionen Hektar, was etwa einem Drittel der Gesamtfläche des Landes entspricht, informiert das Bundesumweltamt. Bezogen auf die Fläche stellt die Forstwirtschaft nach der Landwirtschaft die bedeutendste Landnutzungsform in Deutschland dar. Die Wälder erfüllen vielfältige ökologische Funktionen und haben einen hohen Wert für eine intakte Umwelt. Abgesehen davon sind sie aber auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Sie stellen unverzichtbare Rohstoffe wie Holz und andere Naturmaterialien bereit und bilden die Grundlage für die Beschäftigung von rund 1,1 Millionen Menschen.

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 52,2 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Rund 43 Prozent davon fanden im Privatwald, 35 Prozent im Landeswald und 20 Prozent im Körperschaftswald statt. Nur knapp zwei Prozent entfielen auf den Bundeswald. Damit belegt Deutschland im europäischen Vergleich einen der Spitzenplätze, was die Rund- und Schnittholzproduktion betrifft.

Holz findet Verwendung als Baumaterial, Brennstoff, Werkstoff und wird in der Papierherstellung sowie bei der Produktion von Verpackungen verwendet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde im Jahr 2013 bezogen auf das Gewicht etwa die Hälfte des eingeschlagenen Holzes als Stammholz im Holzgewerbe weiterverarbeitet, 39 Prozent dienten als Brennholz für Endverbraucher und Heizkraftwerke und knapp elf Prozent gingen als Faserholz in die Zellstoffindustrie.

Um die Leistungsfähigkeit und die Qualität der Wälder zu erhalten, ist es entscheidend, die Regenerationsfähigkeit des Waldökosystems nicht durch Intensivierungsmaßnahmen zu überfordern. Angestrebt werden daher eine umwelt- und standortgerechte Nutzung der Wälder und eine nachhaltige Waldwirtschaft. Eng mit diesen Zielen verbunden ist der Umbau von Monokulturen zu Mischwäldern, die konsequente Vorsorge gegen Waldbrände und Sturmereignisse, eine adäquate Anpassung der forstwirtschaftlichen Nutzung an den Klimawandel, ein sinnvolles Schädlings- und Risikomanagement sowie eine ausgewogene Wasserbewirtschaftung.

Aber auch die Weiterentwicklung von ökologisch nachhaltigen Waldbausystemen, die Stärkung von alternativen Nutzungsformen und die Berücksichtigung von Recyclingkreisläufen in der holzverarbeitenden Industrie können Beiträge zu einer umweltfreundlichen Waldbewirtschaftung leisten. pm


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