Sonderveröffentlichung

Kraftfahrzeug und Verkehr Die Kfz-Branche bildet aus

In der Kfz-Branche gibt es viele Möglichkeiten für eine Ausbildung. Kim Sperrfechter hat sich für den klassischen Weg zum Kfz-Mechatroniker entschieden.

Hinter die Kulissen eines Motors blicken – das gefällt Kim Sperrfechter besonders gut. Fotos: Daniela Strohmaier

16.11.2020

Wer sich für eine Ausbildung in der Automobilbranche entscheidet, hat gute Aussichten für die Zukunft, denn: Dem Individualverkehr wird immer eine große Bedeutung zukommen und Fahrzeuge müssen weiterhin gewartet und repariert werden. Die Kfz-Branche bietet aber nicht nur Zukunftssicherheit, sondern auch vielfältige Möglichkeiten. So gibt es für Tüftler, Macher, Berater, Kommunikations- und Servicegenies passende Ausbildungswege.
 



„Ich habe schon immer gerne Fahrzeuge repariert. Die Ausbildung bot sich da natürlich an.“

Kim Sperrfechter, angehender Kfz-Mechatroniker


Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker

Auch Kim Sperrfechter aus Lauterstein hat sich für das Handwerk entschieden. Er geht den klassischen Weg: Im Autohaus Lutz in Donzdorf absolviert er eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Heute befindet sich der ehemalige Realschüler im zweiten Lehrjahr. „Ich habe schon immer gerne Fahrzeuge repariert“, erklärt er seine Berufswahl. „Mit 15 Jahren mein eigenes Mofa, später das erste Motorrad. Eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bot sich deswegen für mich natürlich an.“ Vor allem die praktische Arbeit macht Kim Sperrfechter großen Spaß. „Mir gefällt, dass ich vieles selbst machen kann. Weil ich in jedem Bereich mitarbeiten darf, lerne ich außerdem immer etwas Neues dazu.“ Besonders Motortechnik und motorspezifische Tätigkeiten liegen dem jungen Auszubildenden. „Wenn ich sehen und anfassen kann, was das Fahrzeug bewegt, und Reparaturen vornehme, dann bin ich in meinem Element.“
 

Mehr Praxis als Theorie im zweiten Lehrjahr

Während Auszubildende im ersten Lehrjahr als Vollzeitschüler gelten und an vier von fünf Tagen die Berufsschule besuchen, verbringt Kim Sperrfechter bereits die meiste Zeit im Betrieb. Nur noch alle zwei Wochen geht er für drei Tage in die Gewerbliche Schule in Göppingen. „Auch hier gefallen mir die berufsbezogenen Fächer am besten. Vermittelt wird theoretisches Wissen, dass wir anschließend in der schuleigenen Kfz-Werkstatt praktisch anwenden.“

In seine Zukunft blickt Kim Sperrfechter positiv: „Mobilität wird immer eine wichtige Rolle spielen und deswegen wird es auch für Kfz-Mechatroniker immer etwas zu tun geben. Jetzt möchte ich aber erstmal meine Ausbildung erfolgreich beenden und wer weiß – vielleicht gehe ich später auch noch auf die Meisterschule oder lasse mich zum Service-Berater weiterbilden.“
 

Info
In einer Serie stellen wir immer wieder verschiedene Möglichkeiten und Wege für eine Ausbildung in der Kfz-Branche vor. Wer sich für eine Karriere in diesem Bereich interessiert, findet weiterführende Informationen und Ansprechpartner auf der Website der Kfz-Innung Göppingen unter www.kfz-innung-gp.de.

 

Neue Wege für die Zukunft

Ludger Wendeler.
Ludger Wendeler.

Die Automobilbranche ist im Wandel: Alternative Antriebe, autonomes Fahren und Digitalisierung sind die treibenden Themen. Doch nicht nur technologisch ist die Transformation zu begreifen, auch gesellschaftlich müssen neue Wege beschritten werden. In Zeiten, in denen viele Betriebe vor der Herausforderung stehen, Fachkräfte zu finden, gilt dies insbesondere für die Werbung von Auszubildenden. Da die meisten Ausbildungsmessen coronabedingt ersatzlos ausfallen, müssen Alternativen gefunden werden, um junge Menschen zu erreichen. So hat die Göppinger Kfz-Innung als Vertreterin ihrer Betriebe an der digitalen Messe „Bildung 2020“ teilgenommen. Zahlreiche Jugendliche haben unseren virtuellen Stand besucht, um sich über Chancen und Perspektiven in der Branche zu informieren. Und die stehen gut, in Anbetracht dessen, dass die Bedeutung des Individualverkehrs weiter zunimmt. Sicher ist: Auch wenn sich die Technologien verändern mögen, Wartung und Reparaturen der Fahrzeuge werden weiterhin notwendig sein und unsere Innungsbetriebe stehen auch in Zukunft gerne bereit, um sich darum zu kümmern.

Ludger Wendeler
Obermeister der Kfz-Innung Göppingen

 

Die Kfz-Branche bildet aus Image 2

Zulassungszahlen

829 Neufahrzeuge wurden im Oktober im Landkreis Göppingen zugelassen (September: 790). Davon waren 94 Elektrofahrzeuge (72), 194 Hybridfahrzeuge (144) und davon 98 Plugin-Hybridautos (76).

2363 Gebrauchtwagen, die im Oktober zugelassen wurden, zählt das Landratsamt Göppingen (September: 2235).

Jetzt einen Termin für den Wintercheck ausmachen

Der Winter steht vor der Tür und mit ihm Kälte und Nässe. Wer versäumt, das Auto auf diese Jahreszeit vorzubereiten, verzichtet im Zweifel auf Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Mit dem Batterietester überprüft Jochen Staudenmayer, ob die Ladespannung noch ausreichend ist. Foto: Daniela Strohmaier
Mit dem Batterietester überprüft Jochen Staudenmayer, ob die Ladespannung noch ausreichend ist. Foto: Daniela Strohmaier

Kreis Göppingen. Wenn die Temperaturen spürbar sinken, ist es an der Zeit, das Auto winterfertig zu machen. Damit nichts übersehen und keine Überprüfung vergessen wird, empfiehlt es sich, dafür die Werkstatt des Vertrauens aufzusuchen. Beim Wintercheck kontrollieren die Fachleute ganz genau, wo nochmal Hand angelegt werden muss, damit das Auto auch bei Minusgraden noch zuverlässig funktioniert und die Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt. „Beim Wintercheck wird unter anderem der Frostschutz von Kühl- und Scheibenwischwasser überprüft und auch, ob die Wischer getauscht werden müssen, weil sie Schlieren hinterlassen“, erklärt Jochen Staudenmayer vom gleichnamigen Autohaus in Rechberghausen. „Wenn die Sicht schlecht ist, weil sich eine schmutzige Scheibe nicht richtig säubern lässt, gefährdet man schließlich nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.“ Aus diesem Grund ist es auch wichtig, die Beleuchtung zu kontrollieren, falls dies noch nicht im Rahmen eines Lichtchecks geschehen ist. Spätestens jetzt ist es außerdem an der Zeit, die Winterreifen aufzuziehen. „Ist man bei Kälte und Nässe mit den falschen Reifen unterwegs, verlängert sich der Bremsweg deutlich. Ein Auffahrunfall ist dann schnell passiert und das kann richtig teuer werden.“

Keinesfalls vergessen werden darf beim Wintercheck die Batterie. „Hohe Temperaturen können die Lebensdauer einer Batterie dramatisch verkürzen und nach drei heißen Sommern ist sie oft am Ende. Auch wenn die Batterie bei warmen Temperaturen dann noch zu funktionieren scheint, kann es sein, dass die Ladespannung bei Kälte nicht mehr reicht, um den Motor zu starten. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn man sowieso schon im Zeitdruck ist.“ In der Werkstatt lässt sich leicht überprüfen, ob die Batterie den Winter noch durchhalten wird. „Im Zweifel kann man sie gleich fachgerecht austauschen lassen, was aufgrund der Elektronik bei den meisten modernen Automodellen nicht mehr ganz einfach ist. Die Profis der Innungsbetriebe kümmern sich gerne darum.“