Sanitär - Heizung - Klima Gut vorbereitet in den Winter

Haus und Garten jetzt für den Winter klar machen.
Haus und Garten jetzt für den Winter klar machen.
26.11.2018

Wasserleitungen checken, Laub entfernen, Heizung an den Start bringen: Man kann sein Haus auf die eiskalte Jahreszeit gut vorbereiten und Kosten sparen.

Die Temperaturen werden immer kälter – es wird Winter, die ersten sanften Schneeflocken haben sich schon gezeigt. Spätestens jetzt sollte man aktiv werden und das Haus für den Winter fit machen. Denn: Frostschäden gehören zu den häufigsten Schadensfällen am Haus. Jährlich bersten in Deutschland mehr als eine Million Leitungen. Außerdem kommen Gebäude- und Hausratversicherungen nicht für Frostschäden auf, wenn die Heizung nicht zumindest im Frostschutz-Modus läuft. Im Notfall hilft der SHK-Betrieb des Vertrauens – aber es muss erst gar nicht zu einem Schaden kommen. Viele Vorbereitungen kann man übrigens selbst treffen. Wichtig ist vor allem, dass man alle Leitungen, die zu Wasserhähnen im Außenbereich führen, restlos entleert. Denn bei diesen Leitungen ist die Gefahr besonders groß, dass darin enthaltenes Restwasser gefriert. Doch nicht nur Leitungen mit Außenanschluss sind betroffen. Werden die Räume nicht ausreichend beheizt, kann das Wasser auch in den Rohren im Innenbereich gefrieren. „Fenster, die permanent auf Kippstellung stehen, vergrößern diese Gefahr nochmal“, weiß auch Innungsobermeister Hans-Georg Ehekircher. Im schlimmsten Fall können dann Wände, Fußböden, Decken oder auch das Mobiliar in Mitleidenschaft gezogen werden. Hauseigentümer sollten daher die Heizanlage bei Kälte nie ganz abstellen und die Raumthermostate nicht schließen, sondern auf kleiner Stufe öffnen.

"Mit guter Vorbereitung kann ein Notfall vermieden werden." Hans-Georg Ehekircher Innungsobermeister

Obwohl es noch ein paar Wochen bis Weihnachten sind, sollte man frühzeitig die Vorbereitungen für Übernachtungsgäste treffen. „Wenn sich das ganze Jahr über niemand im Gästezimmer aufhält, muss rechtzeitig geprüft werden, ob die Heizung funktioniert“, sagt Ehekircher. So lässt sich unnötiger Stress rund um die Feiertage vermeiden. Die Schwiegermutter möchte schließlich nicht in der Kälte schlafen. Und auch die Märklin-Eisenbahn im Hobbyraum fährt sich besser, wenn die Hände nicht in dicken Handschuhen stecken.

So sparen Sie Heizkosten

1 Die Heizkörper sollten regelmäßig entlüftet werden. Höchste Zeit wird es dafür, wenn die Heizung „gluckert“ oder die Wärmeverteilung am Heizkörper ungleichmäßig ist.

2 Für eine optimale Wärmeabgabe an den Raum dürfen die Heizkörper nicht durch schwere Vorhänge oder Möbel verdeckt sein.

3 Wer am Abend alle Rollläden und Jalousien schließt, verringert ebenfalls Wärmeverluste über die Fenster.

4 Türen zu unbeheizten Räumen, wie etwa dem Arbeits- oder ungenutzten Gästezimmer, immer geschlossen halten.

5 Die Heizkosten steigen mit der Raumtemperatur. Schon eine Temperatursenkung um ein Grad spart rund sechs Prozent Heizkosten ein. Als Richtwert für ein angenehmes Raumklima gilt für Wohn- und Kinderzimmer eine Temperatur zwischen 20 und 22 Grad, im Bad 23 Grad und in der Küche 18 bis 20 Grad. Für Flure und Schlafzimmer sind 15 bis 18 Grad ausreichend.

6 Wer seine alten Regler gegen moderne elektronische Thermostatventile austauscht, kann die Heizkosten zusätzlich senken. Sie passen sich durch Temperaturund Zeitsteuerung den individuellen Nutzungsgewohnheiten an.

7 Ist die Heizung in die Jahre gekommen, sollte man mit einem professionellen Heizungs-Check prüfen lassen, ob sie noch energie- und kosteneffizient arbeitet. Ein SHK-Profi hilft und berät.

Eine Pause im Warmen

Rainer Häfele
Rainer Häfele
Die Heizungsanlagen laufen auf vollen Touren – es ist so richtig kalt geworden in den vergangenen Tagen. Mein Tipp: Gönnen Sie sich eine kurze Pause und entspannen Sie etwas – zum Beispiel bei einem heißen Bad. Halten Sie in der hektischen Adventszeit etwas inne und genießen Sie die Wärme zu Hause. Damit die Heizung auch weiter läuft, raten wir zu einem regelmäßigen Check. Sonst könnte sie ausfallen und der Handwerksbetrieb des Vertrauens muss schnell reagieren. Niemand soll freilich im Kalten sitzen. Da haben die Kollegen alle Hände voll zu tun und machen oft Überstunden – für Sie als Kunden. Dennoch ist es nicht möglich, überall als Erstes hinzukommen. Je nach Fall muss reagiert werden. Darum ist es uns ein Anliegen, in dieser Ausgabe darauf hinzuweisen, wie Sie Ihr Haus für den Winter fit machen können, sodass keine Leitung durch gefrorenes Wasser bricht oder die Heizung ausfällt. Einen Notfalleinsatz wollen wir schließlich alle vermeiden.

Rainer Häfele, Mitglied im Vorstand der SHK-Innung Göppingen


Einschulung der angehenden SHK-Auszubildenden in Geislingen

Rund um die Ausbildung

Die Innung hat gemeinsam mit der Gewerblichen Schule in Geislingen die neuen Berufsfachschüler begrüßt. Foto: Innung
Die Innung hat gemeinsam mit der Gewerblichen Schule in Geislingen die neuen Berufsfachschüler begrüßt. Foto: Innung
Geislingen. „Es ist toll zu sehen, wie viele angehende Anlagenmechaniker voller Motivation in die Schule gekommen sind“, freut sich Innungsvorstandsmitglied Walter Wallitschek bei der gemeinsamen Begrüßung der Innung und der Gewerblichen Schule in Geislingen. Für die neuen Azubis gab es T-Shirts und Rucksäcke, in die das ganze Wissen der nächsten Jahre gepackt werden soll – symbolisch versteht sich. „Die jungen Leute haben alles richtig gemacht – denn eine fundierte Ausbildung ist eine sehr gute Basis für die spätere Berufskarriere im Handwerk“, so Wallitschek.
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