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Alles geregelt Gut vorgesorgt – für alle Lebenslagen

In der Göppinger Stadthalle dreht sich am 10. Oktober alles ums Thema Vorsorge. Foto: Carlucci

Manches schiebt man gerne vor sich her: Doch Themen wie Vererben, Patientenverfügungen oder auch Vorsorgevollmachten werden bei der Informationsveranstaltung „Alles geregelt“ am 10. Oktober von 15 bis 19 Uhr in der Stadthalle in Göppingen erklärt.
  

Von Constantin Fetzer  

Heute schon an später denken: Kompetente Partner für nicht ganz einfache Themen erklären am Donnerstag, dem 10. Oktober von 15 bis 19 Uhr bei der „Alles geregelt“-Informationsveranstaltung in der Stadthalle in Göppingen, wichtige Dinge rund um das Thema Vorsorge. An trockene Themen wie Finanzen und Versicherungen gehen viele Menschen ungern heran. Ganz besonders, wenn das Thema auch mit Tod oder Krankheiten zu tun hat. Doch vieles im Leben wird einfacher, wenn man es persönlich von jemandem erklärt bekommt. Genau das wollen die Experten tun. Denn es geht uns alle an: Was passiert mit mir, wenn ich einen schweren Unfall habe? Wer kümmert sich um meine minderjährigen Kinder, wenn mir etwas passiert? Und welche Versicherung ist eigentlich sinnvoll? All das sind Dinge, über die man sich möglichst frühzeitig Gedanken machen sollte, um für den Ernstfall möglichst gut vorbereitet zu sein.    


Kreissparkasse Göppingen

Schon in jungen Jahren mit ernsten Themen befassen

Dabei geht es nicht nur darum, seine Hinterbliebenen zu unterstützen, wenn man selber einmal stirbt, sondern auch darum, sich bereits in jungen Jahren mit schwierigen Situationen auseinander zu setzen. So wird bei der Informationsveranstaltung beispielsweise erklärt, warum es Sinn macht, eine Patientenverfügung zu haben, auch wenn man gesund ist. Oder wann eine Bankvollmacht gut ist und wo diese am besten aufbewahrt werden soll.

Bei der Informationsveranstaltung mit dabei ist unter anderem das Bestattungshaus Hafner, das zum Thema Bestattungsvorsorge und die Planung einer Bestattung berät. Experte Michael Fitz von „Schwabenpflege_24“ steht für alle Fragen rund um Pflege zur Verfügung. Wichtige Informationen zum Schreiben und Aufbewahren von Patientenverfügungen und Vollmachten gibt es von Anwalt Roland Bischoff. Auch Notare sind mit dabei, die erklären wie zum Beispiel ein Testament gemacht werden kann. Soziale Dienste wie das Deutsche Rote Kreuz stellen unter anderem den Hausnotruf vor. Auch die Johanniter sind vor Ort und präsentieren ihre Dienstleistungen. Die Kreissparkasse Göppingen hat einen Informationsstand, bei dem es um die Themen Versicherungen, Finanzen und Immobilien geht.
  

Interessante Vorträge warten. Foto: Matej Kastelic /Shutterstock.com
Interessante Vorträge warten. 
Foto: Matej Kastelic /Shutterstock.com

Hilfestellung in vielen Fragen – an Ständen und in Vorträgen

Der Stadtseniorenrat ist mit einem Beratungsstand vor Ort und auch die Volkshochschule stellt passende Kurse aus ihrem Programm vor. Die Polizei ist mit einem Informationsmobil dabei und wird über die Gefahren von Einbrüchen aufklären. Das Handwerk vertritt Volker Breusch vom gleichnamigen Sanitärbetrieb, der berät, wie man zum Beispiel das Badezimmer für geänderte Lebenssituationen umbauen kann.

„Es ist wichtig, Hilfestellungen bieten zu können und somit dazu beitragen zu können, eine schwere Aufgabe zu lösen“, sagt Lisa Hartleb, Geschäftsbereichsleiterin der Agentur Staufen Plus, die die Veranstaltung organisiert. Zahlreiche Vorträge ergänzen die Veranstaltung.

Info
Die Informationsveranstaltung „Alles geregelt“ findet am 10. Oktober von 15 bis 19 Uhr im Konferenzbereich der Stadthalle Göppingen statt (Eingang im hinteren Gebäudeteil). Der Eintritt ist frei

Das Vortragsprogramm

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15 Uhr „Schutz vor Betrug und Einbruch - Sicher zuhause und unterwegs“

Der Vortrag klärt auf, wie man sich vor den gängigsten Betrugsmaschen an der Haustüre und am Telefon sowie anderen Gefahren unterwegs schützen kann. Darüber hinaus gibt Kriminalhauptkommissar Christian Quattrone konkrete Hinweise und Tipps zum Thema Einbruchsschutz.
Kriminalhauptkommissar Christian Quattrone, Kriminalprävention, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Göppingen
  

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16.15 Uhr “Richtig vorsorgen – aber wie?“ General- und Vorsorgevollmacht, Erben und Vererben Kathrin Wahl, Notarin

16.45 Uhr „Traditionelle Bestattungsformen und ihre Alternativen – Bestattungsvorsorge – Wer selbst vorsorgt, gestaltet selbst!“


Bestattungsmöglichkeiten im Kreis Göppingen und ihre Alternativen. Rechtliche Aspekte im Trauerfall, der Bestattungsvorsorgevertrag und die Möglichkeiten der Finanzierung
Sven Hafner, geprüfter Bestatter, Hafner Bestattungen
   

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17.15 Uhr “Zuhause hat Zukunft“

Volker Breusch zeigt seine Lösungen und Beispiele, wie man in den eigenen 4 Wänden Barrieren reduzieren und die Haustechnik zukunftssicher machen kann.
Volker Breusch, Service Plus-Berater, Breusch Sanitär + Heizung
    
    
    

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17.45 Uhr “Testamente für Patchwork-Familien“

Worauf muss man achten, um eine gerechte und sinnvolle Gestaltung der Erbfolge zu erreichen, wenn abweichend von dem gesetzlichen Gedanken, eheliche/eingetragene und nicht eheliche/eingetragene Partner sowie eigene Kinder und Kinder des Partners in einer Familie leben.
Roland Bischoff, Rechtsanwalt
   

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18.15 Uhr “Sicherheit im Alltag – Alltag, mit Sicherheit im Internet“

von Kriminalität zu werden, dass Senioren seltener Opfer oder Täter von Straftaten im Internet werden. Zudem soll er helfen, unbegründete Kriminalitätsangst von Senioren bei der Nutzung des Internets zu vermeiden. Polizeikommissar Ralf Liebrecht informiert über verschiedene aktuell Betrugsmaschen, Identitätsdiebstahl, Kostenfallen, Internet-Shopping, soziale Netzwerke, Messenger Dienste, Persönlichkeits- und Urheberrechte und vieles mehr.
Polizeikommissar Ralf Liebrecht, Kriminalprävention, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Göppingen
  

So geht Vorsorge

Wer seinen Lebensabend selbstbestimmt verbringen und gleichzeitig seine Angehörigen entlasten will, kann einige Vorkehrungen dafür treffen. Ein bisschen Zeit sollte man in die Vorsorge investieren.

©PHOTOBAC/SHUTTERSTOCK.COM
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Von Kerstin Auernhammer

Manchmal geht es ganz schnell: Ein Unfall, eine Krankheit - schon wird man zum Pflegefall. Oder ein geliebter Mensch stirbt unerwartet. Die Angehörigen müssen dann zusätzlich zur Trauer auch noch viel Organisatorisches bewältigen, in manchen Fällen kommt es auch zu finanziellen Engpässen. Fünf Tipps, wie man für solche Ereignisse vorsorgen kann.

1 Organisation
Die Unterlagen zu Finanzangelegenheiten, zu Vollmachten und dem eigenen Testament sollten leicht zu finden sein. Am besten informiert man auch seine Angehörigen darüber, wo diese Dokumente aufbewahrt werden: in einem Schrank in der Wohnung, in einem Schließfach oder hinterlegt bei einem Notar. Wer wichtige Dokumente digital gespeichert hat, sollte dafür sorgen, dass seine Angehörigen Zugriff darauf haben und Kennwörter an einem zuvor vereinbarten Platz hinterlegen.

2 Finanziell
Einen Finanzplan fürs Alter hat wohl jeder - denn dass die Rente nicht reichen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu finanzieren, ist ja seit langem bekannt. Doch ab und zu lohnt es sich, den Plan auf den Prüfstand zu stellen - am besten mit einem Blick von außen. Brauche ich wirklich ein großes Haus oder wird mir die Instandhaltung vielleicht bald zu viel? Sind meine Versicherungen noch aktuell? Wie lege ich mein Vermögen am besten an? Wer sich ein paar Stunden Zeit nimmt, um diese Fragen zu klären, kann sich beruhigt zurücklehnen.

3 Vollmachen
Jemandem eine Vollmacht auszustellen, fällt vielen Menschen schwer. Sie haben Sorge, dass jemand anders über sie bestimmt, dass sie die Kontrolle verlieren. Doch eine Vollmacht kann wichtig sein - denn im Fall der Fälle bestimmt sonst ein Gericht oder ein gerichtlich bestellter Betreuer. Um selbst die Zügel in der Hand zu halten, gilt es sich zu informieren: Was ist eine Generalvollmacht? Wie unterscheiden sich Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung? Was kann und was muss ich wie regeln für den Fall der Fälle? Hilfreich ist dabei ein Gespräch mit den Angehörigen. Dabei kann abgeklärt werden, wer welche Aufgaben übernimmt.

4 Testament
Das Erbrecht ist kompliziert. Wer Raum für Interpretationen lässt, riskiert, dass es Streit unter den Erben gibt. Wichtig ist zunächst, dass der Letzte Wille handschriftlich verfasst werden muss. Wichtige Elemente eines privatschriftlichen Testaments sind Ort und Datum sowie die Unterschrift (Vor- und Nachname). Nachträgliche Änderungen müssen ebenfalls mit Ort und Datum gekennzeichnet und gegebenenfalls erneut unterschrieben werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich von einem Anwalt oder Notar beraten lassen. Bevor das Testament geschrieben wird, sollten man sich einen Überblick darüber verschaffen, was man hinterlassen möchte. Wichtig: Zum Erbe gehören im Zweifel auch Schulden, zum Beispiel ein Immobilienkredit. Hilfreich für die Erben ist eine Auflistung der Vermögenswerte. Festgelegt werden sollte auch, wer erben soll.

5 Digitales
Das Thema digitaler Nachlass ist vielschichtig. Zunächst geht es natürlich um die Beendigung (teils zahlungspflichtiger) Abonnements, aber auch um soziale Kontakte, die möglicherweise ausschließlich online stattfanden. Und dann sind da noch digitale Erinnerungsstücke in Form unzähliger Fotos, die heute fast jeder von uns auf der Festplatte oder in der Cloud speichert. Um den Erben die digitale Abwicklung leichter zu machen, sollte jeder Vorkehrungen treffen. Es empfiehlt sich, eine Übersicht mit allen Accounts zu erstellen – inklusive Benutzernamen und Kennworten. Diese Liste sowie Anweisungen, wie mit den eigenen Daten und Geräten verfahren werden soll, kann man gemeinsam mit dem Testament aufbewahren. Es gibt auch kommerzielle Anbieter, die diese Schritte erledigen. Wie sicher die eigenen Daten dort allerdings sind, steht auf einem anderen Blatt.
  

Rolf Bischoff
Rotkreuz-Stiftung Göppingen
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