Sanitär - Heizung - Klima Gefragt: Die Dusche ohne Barriere

27.12.2018
Vorher – nachher: Eine bodengleiche Dusche kann man auch nachträglich installieren. Fotos: Häfele
Vorher – nachher: Eine bodengleiche Dusche kann man auch nachträglich installieren. Fotos: Häfele

Bodengleiche Duschen kann man überall einbauen – auch im Altbau? Selbst wenn manche „Experten“ es anders sehen: Gewisse Voraussetzungen braucht es, um diesen Trend sinnvoll realisieren zu können.

Sie sind beliebt und bei Badplanern absolut im Trend: bodengleiche Duschen. Wer neu baut, der kann gleich entsprechend planen und hat auch mit dem Ablauf des Wassers kein Problem, weil dann die Leitungen entsprechend geplant werden können. Schwieriger wird es, wenn man in einem bestehenden Gebäude das Bad modernisieren möchte und dann eine bodengleiche Variante der Dusche wählen will. „Man braucht ein entsprechendes Gefälle, so dass der Ablauf des Wassers auch sichergestellt ist“, sagt Rainer Häfele vom gleichnamigen Sanitär-Innungsbetrieb aus Göppingen. Zwar gebe es kleine Pumpen, die dann im Boden zum Einsatz kommen könnten, wenn dieses Gefälle nicht vorhanden ist und das Wasser aus der Dusche weggepumpt werden muss. Doch davon rät der Experte ab: „Die Erfahrung zeigt, dass diese Pumpe oft durch Verunreinigungen nicht die notwendige Wassermenge abfließen lassen kann.“ Ohnehin müsse diese oft gereinigt werden, was keine angenehme Aufgabe ist. Er empfiehlt eine sehr niedrige Duschwanne zu verwenden, die keinen klassischen Rand hat. „Oft kommt man da dem Bodengleichen schon sehr nahe“, sagt Häfele. Ohne Probleme könne man auf das Niveau kommen, das man in seiner aktuellen Dusche hat, wenn man sich den Rand wegdenkt. Dann ist ein Ablauf des Wassers in der Regel problemlos möglich.

"Man braucht ein Gefälle, das den Ablauf des Wassers sicherstellt."

Rainer Häfele Experte und SHK-Vorstandsmitglied

Bad wirkt großzügiger

Warum sind die bodengleichen Duschen eigentlich so beliebt? „Das Bad wirkt dadurch großzügiger“, erklärt Rainer Häfele. Wer etwas älter wird, der weiß es zu schätzen, dass er eben in die Dusche treten kann.

Einen Tipp hat er für den Boden der Dusche: Zwar könne man die Fliesen, die im Bad ohnehin auf dem Boden verlegt sind, dort weiterführen. Sinnvoll ist aber, entweder große Fliesen oder eine entsprechend flache Duschwanne zu verwenden, die quasi in einem Teil ist. Das ist für die Reinigung wesentlich besser und es gibt keine Fugen, die an dieser Stelle einfach nicht praktisch sind.

Dusche statt Badewanne

Von einem weiteren Trend berichtet der erfahrene Badexperte ebenfalls: „Viele entfernen die Badewanne und nutzen diese Fläche, um eine großzügige Dusche einbauen zu können, die eine vergleichsweise große Grundfläche hat – bodengleich realisiert.“ Wer also die Wanne ohnehin nur als Kleiderablage nutzt, der kann diese auch wegfallen lassen und lieber eine Wellness-Dusche aus diesem Bereich machen.

Meist keine Probleme hat man übrigens, wenn man im Erdgeschoss nachträglich eine bodengleiche Dusche installieren möchte. „Dann kann man eine Bohrung machen und das Wasser über die Kellerdecke und ein Rohr abfließen lassen“, sagt Häfele. Je nach Eigentumsverhältnissen sei das freilich auch nicht überall realisierbar, aber im Eigenheim eine gute Variante, um in den Genuss einer wirklich bodenebenen Dusche zu kommen. Für den Ablauf des Wassers gibt es in der Dusche selbst übrigens gleich mehrere Varianten, die auch optisch etwas bieten. Der Wandablauf ist eine sehr elegante Lösung, denn das Wasser verschwindet hinter einer Blende quasi in der Fuge in der Wand – zumindest optisch. Der klassische Bodenablauf, meist relativ mittig oder an etwas seitlicher an der Duschfläche. Der Ablaufdeckel ist dabei flächenbündig eingelassen. Eine Alternative ist die Duschrinne, die sehr praktisch ist: Man kann sie schön ins Design einbauen und gut reinigen. Diese Rinne wird in der Regel an der Seite, zum Beispiel zwischen zwei großen Fliesen eingelassen und hat so einen Ablauf, der ein hohes Wasservolumen versorgen kann. Constantin Fetzer

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RUND UM DIE AUSBILDUNG

Hans-Georg Ehekircher.
Hans-Georg Ehekircher.
Julian Menke, Michelle Fuchs und Jakob Irtenkauf hatten das Glück und das Geschick auf ihrer Seite. Beim Wettbewerb auf der Bildungsmesse in Göppingen haben die jungen Leute die ersten drei Plätze belegt. Der Obermeister der SHK-Innung, Hans-Georg Ehekircher, überreichte den Gewinnern jüngst Einkaufsgutscheine.

Großes Interesse bei Bildungsmesse in Göppingen

Foto: Constantin Fetzer
Foto: Constantin Fetzer
Zusammen mit den anderen Innungen hat sich auch die SHK-Innung am Gemeinschaftsstand der Kreishandwerkerschaft auf der Bildungsmesse in Göppingen präsentiert. „Das Interesse der Jugendlichen war recht gut und wir konnten vielen den Beruf des Anlagenmechanikers näher bringen, der sehr gute Karriereperspektiven bietet“, ist sich Obermeister Hans-Georg Ehekircher sicher.

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Häfele Bad und Wärme
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