Sonderveröffentlichung

Sanitär - Heizung - Klima Teilsanierung ermöglicht größere Barrierefreiheit

Vor allem im Alter ist Barrierefreiheit im Badezimmer von großer Bedeutung. Nicht immer ist dafür eine Rundumerneuerung notwendig.

Wo der Fußbodenaufbau keinen ebenen Einbau der bodengleichen Dusche zulässt, wird sie aufgesetzt oder nur teilweise in den Boden eingelassen. Dadurch lässt sich die Einstiegshöhe um die Hälfte reduzierten.
Foto: Häfele

27.04.2020

Hohe Badewannen- und Duscheinstiege, rutschige Flächen und wenig Möglichkeiten, sich festzuhalten – viele Badezimmer stellen ältere Menschen oder Menschen mit einem Handicap vor große Herausforderungen. Mittlerweile werden dafür verschiedene Lösungen angeboten, angefangen bei bodengleichen Duschen bis hin zu Sitzmöglichkeiten und Armaturen mit Kneipp-Funktion, die gegen Probleme mit dem Gewebe hilft. Rainer Häfele, Geschäftsführer der Häfele Haustechnik GmbH in Göppingen, kennt die vielfältigen Möglichkeiten ganz genau: „Die Fachbetriebe der Innung haben viel Erfahrung mit den Bedürfnissen unserer älteren Mitmenschen. In vielen Fällen helfen bereits kleine Maßnahmen, um ihnen den Alltag zu erleichtern.“ Für den barrierefreien Umbau des Badezimmers ist also nicht immer eine komplette Erneuerung notwendig. Schon mit einer Teilsanierung lässt sich viel erreichen.

Im Notfall schnelle Planung und Umsetzung möglich

Wenn das Badezimmer gut erhalten, aber nicht barrierefrei ist, bietet sich eine Teilsanierung an, bei der beispielsweise eine neue Dusche installiert wird. „Das Ziel ist dabei natürlich, die Einstiegshöhe möglichst tief zu halten. Sie lässt sich gegenüber der alten Dusche so gut wie immer stark reduzieren, im besten Fall ist die neue Dusche sogar bodengleich“ erklärt Rainer Häfele. „Das kommt jeweils auf die technischen Gegebenheiten vor Ort an.“ In den meisten Fällen kann eine Teilsanierung von langer Hand geplant werden, weil die Kunden langfristig denken und sich im fortgeschrittenen Alter schon einmal auf den Zeitpunkt vorbereiten wollen, wenn sie nicht mehr so beweglich und sicher sind. „Aber wenn es einmal schnell gehen muss, zum Beispiel aufgrund eines Unfalls, ist eine Teilsanierung sehr schnell umsetzbar – in drei bis fünf Werktagen ist die neue, barrierefreie Dusche oder die erhöhte Toilette dann einsatzbereit“, weiß Rainer Häfele.


"Schon kleine Maßnahmen können helfen, den Alltag zu erleichtern."

Rainer Häfele, Geschäftsführer bei Häfele Haustechnik in Göppingen


Raffiniertes Raumwunder für kleine Badezimmer

Teilsanierungen sind aber nicht nur sinnvoll, wenn es um altersgerechtes oder barrierefreies Bauen geht. Eine große Rolle spielen oftmals einfache Platzgründe.

Eine Teilsanierung ermöglicht es mit relativ wenig Aufwand, eine Wanne durch eine Dusche zu ersetzen, beispielsweise wenn Platz für eine Waschmaschine geschaffen werden soll. Vor allem in sehr beengten Badezimmern spielen bodengleiche Duschen ihren Vorteil aus. „Insbesondere in Mietwohnungen geht der Trend schon seit einiger Zeit in die Richtung, das Bad zugunsten der Wohnfläche eher klein zu halten. Durch bodengleiche Duschen mit einklappbaren Duschwänden kann hier viel Platz gespart werden. Wenn die Dusche nicht genutzt wird, lässt sich die Duschfläche dann wie ein ganz normaler Fußboden verwenden, zum Beispiel als Durchgang. Die gewonnene Bewegungsfreiheit ist nicht zu unterschätzen“, sagt Rainer Häfele.

Barrierearme Duschen als Trend

So sah die Dusche vorher aus: Hoher Einstieg und unschöne Wanne.
So sah die Dusche vorher aus: Hoher Einstieg und unschöne Wanne.

Nicht zuletzt entscheiden sich Kunden auch ganz einfach aus optischen Gründen für bodengleiche Duschen mit Rückwandplatte. Sie sehen modern aus, sind zudem äußerst pflegeleicht und reinigungsfreundlich: Die Rückwandplatten bestehen aus Aluminiumverbund und sind komplett fugenfrei. Rainer Häfele führt die Beliebtheit der Platten auch auf die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten zurück: „Die Rückwandplatten sind in den verschiedensten Designs erhältlich, zum Beispiel in Natursteinoptik oder mit Fotomotiven. Sie lassen sich sogar mit eigenen Fotomotiven bedrucken – mehr Individualität geht einfach nicht.“

Förderungen beantragen und Geld sparen

Das Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt alle Renovierungsmaßnahmen, die der Verbesserung der Barrierefreiheit dienen. Wer Bäder also schon heute den Bedürfnissen von morgen anpassen will, kann mit attraktiven Konditionen rechnen: Der Zuschusssatz für Einzelmaßnahmen beträgt aktuell zehn Prozent der förderfähigen Investitionskosten und maximal 5000 Euro. Umbaumaßnahmen zum Standard Altersgerechtes Haus werden von der KfW sogar mit 12,5 Prozent gefördert, die Obergrenze sind 6250 Euro. Um eine Förderung für eine Teilsanierung bewilligt zu bekommen, muss der Umbau von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Nur so werden die Umbaumaßnahmen so geplant, dass sie den Vorgaben der Barrierefreiheit – die wichtigste Voraussetzung für mögliche Finanzhilfen – auch garantiert genügen. Daniela Strohmaier

Perspektiven im Handwerk

Vom Tellerwäscher zum Millionär – so einfach ist es freilich nicht. Aber die Karrierechancen im Handwerk sind dennoch sehr gut. Selbst wer mit einem vermeintlich „niedrigeren“ Schulabschluss ins Berufsleben und in die Ausbildung einsteigt, kann sich mit Fleiß, Willen und Ehrgeiz weiterbilden – und nach der Ausbildung und möglichst mit Berufserfahrung seine Hochschulreife machen und studieren. Oder: Mit genügend Berufspraxis kann man auch seinen Meister oder Techniker machen. So kann man sich immer weiter qualifizieren und Karriere machen, wenn man das möchte. Wer also aktiv ist, der kann auf seinem Berufsweg viel erreichen. Informationen gibt es auch unter www.zeitzustarten.de sowie bei einem SHK-Fachbetrieb.

Guten Tag

Entbehrungen sind groß

Hans-Georg Ehekircher.
Hans-Georg Ehekircher.

Die Enttäuschung in der Innung ist groß: Auch der landesweite Verbandstag unserer Branche, der in diesem Jahr in Göppingen stattgefunden hätte, musste abgesagt werden. Das ist sehr schade, sind doch bereits viel Engagement und Vorbereitungszeit in diese Veranstaltung geflossen. Mein Dank gilt jenen, die mit viel Herzblut diese Veranstaltung geplant hatten. Doch so ärgerlich dies ist, umso wichtiger ist es, dass wir die Gesundheit der Menschen und der Wirtschaft im Fokus haben – auch wenn dies im Alltag mit vielen Entbehrungen zu tun haben wird. Auf das Know-how der SHK-Innungsbetriebe müssen Sie jedoch nicht verzichten – wir sind nach wie vor für unsere Kunden da.

Hans-Georg Ehekircher, Obermeister der SHK-Innung Göppingen

www.shk-goeppingen.de
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