Sonderveröffentlichung

Stadtmusikfest in Trillfingen Festtage für Blasmusik

Der Musikverein „Bauernkapelle“ Trillfingen kann auf eine inzwischen 340-jährige Blasmusiktradition im Ort zurückblicken. Eine Besonderheit des Blasorchesters sind die begleitenden Marketenderinnen in ihren schmucken Kleidern.

Musikverein: Der MV Trillfingen präsentiert zum 44. Stadtmusikfest ein hochkarätiges Programm. Am Samstag ist Party mit „Papis Pumpels“, am Sonntag großer Festumzug.


Von Carola Lenski

Zu den Höhepunkten des 44. Stadtmusikfestes in Trillfingen zählen ein großer Festumzug mit den Haigerlocher Musikvereinen und Gastkapellen und das anschließende Gemeinschaftskonzert auf dem Sportplatz unter der Leitung von Wolfram Sauter, Dirigent der „Bauernkapelle“.

Ein Schwein als Hauptpreis

Eine Tombola über die Festtage bietet interessante Preise. Der erste Preis ist ein Mountainbike, der zweite ein schlachtreifes Schwein und Platz drei ein LCD-Fernsehgerät. Lose gibt’s bei den Aktiven der Bauernkapelle. Die Verlosung findet am Montagabend statt.

Zudem kann man beim Fest eine kulinarische Vielfalt genießen. Es gibt selbstgemachte Pizza, Rote, Pommes, Currywürste und Steaks. Am Sonntag werden zudem noch Schnitzel und als Überraschung „Musikerbraten“ serviert. Kaffee und Kuchen stehen ebenfalls auf der Karte. Außerdem gibt es einen Weizenbierstand, Cocktails und eine „Schnapsdrossel“-Bar mit Schnäpsen und Likören der Feinbrennerei Prinz.

Auf die kleinen Festbesucher gibt es ein Bungee-Trampolin und einen Süßwarenstand.

Motto: „Goldene Jugend“

Los geht’s am Freitag, 19. Juli, um 19.30 Uhr mit dem traditionellen Fassanstich. Die Musikvereine Wendelsheim und Grünmettstetten sowie die Stadtkapelle Binsdorf unterhalten die Gäste im Festzelt. Ab 23 Uhr wird Party mit DJ-C gefeiert.

Der Festsamstag mit den Jugendkapellen beginnt um 14 Uhr und steht unter dem Motto „Goldene Jugend“. Das gleichnamige Musikstück, geschrieben vom Landesmusikdirektor des Blasmusik Verbands Baden-Württemberg, Bruno Seitz, spendete Wolfram Sauter, Dirigent der Trillfinger Bauernkapelle, übrigens den Jungmusikern. Zum Finale gibt’s ein Gemeinschaftskonzert mit den Jugendkapellen.

Party mit „Papis Pumpels“

Ab 21 Uhr steigt die große Schlagerparty mit „Papis Pumpels“. Ihre musikalische Reise führt durch die quietschbunte Schlagerwelt der 70er-Jahre. Karten dazu kann man im Vorfeld bei den aktiven Musikern kaufen oder im Internet unter: www.bauernkapelle-trillfingen.de.

Der Sonntag bietet traditionelle Blasmusik und beginnt um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der St. Valentinskirche, musikalisch gestaltet von der Musikkapelle Owingen. Um 11 Uhr folgt der Frühschoppen mit der Stadtkapelle Haigerloch und dem Musikverein Wiesenstetten.

Am Mittag startet um 13.30 Uhr auf dem Dorfplatz der Festumzug und danach findet das große Gemeinschaftskonzert auf dem Sportplatz statt. Am Nachmittag spielen die Gastkapellen auf und ab 17 Uhr die Haigerlocher Musikvereine in Paarungen. Ab 20 Uhr sorgt der Musikverein „Lyra“ Bittelbronn für Stimmung.

„Föhrenberger“ zum Finale

Am Montag ist ab 14.30 Uhr Kinderfest und Altennachmittag mit Auftritten des Kindergartens und der Grundschule. Das Handwerkervesper ist auf 16.30 Uhr terminiert. Zum Festausklang unterhält ab 18 Uhr die „Föhrenberger Blasmusik“, ein Highlight für Blasmusikfans.


Geschichte aus der „Wolfsgrube“

Chronik: Der Musikverein „Bauernkapelle“ blickt auf eine stolze und lange Geschichte zurück.

Festtage für Blasmusik Image 1

Trillfingen. Der Musikverein „Bauernkapelle“ Trillfingen blickt in diesem Jahr auf 340 Jahre Blasmusik zurück. Gefeiert wird der Geburtstag im Rahmen des 44. Haigerlocher Stadtmusikfestes.

Nach vorhandenen Unterlagen wurde die Existenz einer Musikkapelle im Ort bereits im Jahre 1764 geschichtlich nachgewiesen. Lange gab man sich damit zufrieden, feierte die Jubiläumsfeste entsprechend und wurde vom Deutschen Volksmusikerbund mit der Ehrenmedaille am Bande ausgezeichnet.

Durch Zufall machte ein ehemaliges aktives Mitglied eine geradezu sensationelle Entdeckung. In dem „Hohenzollerischen Kalender” aus dem Jahr 1934 fand er eine Erzählung von H. Eger, Weildorf, „Die Wolfsgrube”. In ihr wurde geschildert, wie ein Michael Wollensack aus Trillfingen im Jahre 1679 mit seiner Trompete nach Weildorf ging, um bei der Hochzeit des Lukas Raible mit der Katharina Schäfer aus Bittelbronn zum Tanz zu blasen. Es kann als sicher angenommen werden, dass der Michel Mitglied einer Trillfinger Blaskapelle war und nur zur Verstärkung der Weildorfer Spielleute in die Nachbargemeinde ging.

Auf seinem Nachhauseweg, so geht die Erzählung weiter, ist er dann in die Wolfsgrube gefallen und sah sich dort einem stattlichen Wolf gegenüber. In seiner Todesangst riss er die Trompete, welche noch am Riemen auf seinem Rücken hing, an den Mund und blies mit aller Kraft drauf los, und zwar so lange, bis er endlich von Dorfbewohnern gerettet werden konnte. Carola Lenski

44. Haigerlocher Stadtmusikfest
Lothars Werkstatt
Jürgen Vollmer Elektrotechnik GmbH
Klaus Fahrner Wohnkonzept GmbH
obere apotheke Haigerloch
Faiss Elektrotechnik
Datenschutz