Sonderveröffentlichung

Ladesäulen für Elektroautos Bequem aufladen über Nacht

Umwelt: Auf dem Weg zum flächendeckenden Netz für E-Ladestationen und Wallboxen wird das Förderprogramm für private Lademöglichkeiten aufgestockt.

Ein Volkswagen eGolf an einer öffentlichen Ladesäule für Elektroautos: Wer für sein E-Fahrzeug eine eigene Lademöglichkeit bei sich zu Hause schaffen möchte, wird mit Fördermitteln unterstützt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

13.09.2021

Noch vor wenigen Jahren waren Hybrid- oder gar reine E-Fahrzeuge noch seltene Exoten auf den Straßen. Heute interessieren sich immer mehr Verbraucher für die neuen Antriebskonzepte – besonders in Anbetracht des Klimawandels.

Wer sich ein E-Auto zulegt, der findet allerdings noch kein flächendeckendes Netz an Ladesäulen. Öffentliche Ladestationen sind vorhanden, aber sie reichen bei weitem noch nicht aus. Viele E-Fahrzeug- und E-Bike-Besitzer bevorzugen zudem das praktische Aufladen über Nacht in der heimischen Garage, am Haus oder unter dem Carport.

Für all jene gibt es nun gute Nachrichten, denn vom Staat kommen Fördermittel für private Ladesäulen, wie am Donnerstag dieser Woche bekannt wurde. Das Bundesfinanzministerium stockt ein Programm zur Förderung privater Ladestationen für E-Autos an Wohngebäuden um 300 Millionen Euro auf. Die Finanzierung erfolge aus dem Energie- und Klimafonds. Die nun zugesagten 300 Millionen Euro seien mehr als die 200 Millionen Euro, die Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Anfang Juli gefordert hatte.

Immer mehr Zulassungen

Aufgrund der ungebrochen hohen Nachfrage seien die bisherigen Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro aufgebraucht. Mit dem Programm fördert der Bund den Einbau von Wandladestationen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU): „Unser Förderprogramm für private Wallboxen ist ein absoluter Erfolg: Es sind bereits Anträge für rund 620 000 Ladepunkte eingegangen und haben unser 500 Millionen Euro-Budget völlig ausgeschöpft.“ Nun könne die Wallbox-Förderung in Kürze fortgesetzt werden. „Laden muss überall und jederzeit möglich sein. Eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen auf klimafreundliche E-Autos umsteigen.“

Die Neuzulassungen von Elektroautos sind in den vergangenen Monaten vor allem wegen höherer staatlicher Prämien stark gestiegen. Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, begrüßte die Aufstockung. „Das wird den Ausbau der Elektromobilität beschleunigen und helfen, die Klimaziele zu erreichen.“   pm/dpa