Sonderveröffentlichung

Gesund leben Die ersten Laufrunden langsam angehen

Wer mit dem Laufen beginnt, sollte sich Stück für Stück steigern.

Wer mit dem Laufen beginnt, kann sich Laufpartner suchen. © Rido/shutterstock.com

12.10.2021

Zu schnell und zu lange unterwegs: Viele Laufeinsteiger überfordern ihren Körper auf den ersten Joggingrunden. Doch es dauert, bis der Organismus sich anpasst. „Gerade, wer vorher keinen Sport gemacht hat, sollte behutsam starten“, rät Laufexperte Urs Weber. Konkret empfiehlt er, nicht so lange zu rennen, bis man nicht mehr kann, sondern vorher aufzuhören.

Rumpfmuskeln zum Laufen stärken

Eine Laufpartnerin oder ein Laufpartner, mit dem man gemeinsam unterwegs ist, kann zur Selbstkontrolle dienen: „Wer sich beim Laufen unterhalten kann, unterliegt nicht der Gefahr, zu schnell zu sein“, erklärt Weber. Außerdem wird einem nicht so schnell langweilig.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, die Trainingsintensität zu rasch zu steigern. Gerade bei Jüngeren passe sich das Herz-Kreislaufsystem schnell den Belastungen an, sagt Weber. „Sie spüren nach kurzer Zeit schon, dass sie länger und schneller laufen können.“ Dennoch sollten sie etwas auf die Bremse treten: Denn die Muskeln und Sehnen brauchen länger für die Anpassung als Herz und Lunge. Es drohen Überlastungen und Beschwerden. Aus dem Grund rät der Experte, sich eingehend mit der Thematik auseinanderzusetzen und gegebenenfalls von Profis einen Trainingsplan erstellen zu lassen, damit man seinem Körper nicht zu viel zumutet. Vor allem, wenn man ambitionierter unterwegs ist.


"656 Muskeln besitzt der Mensch. Wobei nicht jeder Mensch alle Muskeln hat."


Erst einmal langsam anfangen

Um während und nach der Joggingrunde keine Rückenschmerzen zu riskieren, sollten Läuferinnen und Läufer ihre Rumpfmuskeln stärken. Sie stützen den Rücken und sorgen für die nötige Stabilität, erklärt die Aktion Gesunder Rücken. Ursache für Kreuzbeschwerden durchs Laufen sei häufig eine Verlagerung ins Hohlkreuz. Dabei kippe das Becken nach vorne und die untere Wirbelsäule werde ungewohnt stark gewölbt. Verspannungen und Schmerzen seien vorprogrammiert. Umso wichtiger ist es, die Muskeln in der Körpermitte zu trainieren. dpa