Sonderveröffentlichung

Tag des Handwerks Die Macher von morgen

Wer anpacken will, auf Digitalisierung steht und was im Kopf hat, sollte Handwerker werden. Denn dabei kann man alle Leidenschaften vereinen.

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15.09.2020

„Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu uns Kindern gehen. Stein auf Stein, Stein auf Stein – das Häuschen wird bald fertig sein.“ Ja, die Tugenden und Leistungen des Handwerks werden sogar in Volksliedern besungen. Welcher andere Berufszweig kann das schon von sich behaupten?
 

Handwerk ist überall

Meist fällt einem im Alltag gar nicht so bewusst auf, wo überall „Handwerk“ drinsteckt. Doch geht man bewusst einmal durch den Tag, wird schnell klar: Ohne Handwerkerinnen und Handwerker würde es zappenduster aussehen. Ohne Bauunternehmen gäbe es keine Häuser, ohne Heizungsbauer wäre es ständig kalt, ohne Maler wäre alles grau und trist, ohne Autospezialisten müsste man überallhin laufen, ohne Stuckateure wären Decken bloß Decken, ohne Schlosser hätten Häuser keine Türen und ohne Experten für Druckerzeugnisse gäbe es keine Bücher oder Zeitungen. Die Gründe, warum sich junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, sind so vielfältig wie der Berufsbereich an sich. Da gibt es die einen, in deren Familie ein handwerklicher Beruf Tradition hat und es vielleicht sogar einen eigenen Betrieb gibt. Wieder andere wollen ihren Berufsalltag aktiv verbringen und können sich nicht vorstellen können, den Rest ihres beruflichen Lebens in einem Büro zu verbringen. Und wieder andere haben vielleicht ein Praktikum gemacht und dabei festgestellt: Das ist genau das, was ich machen möchte!
 

Die digitale Zukunft

Wie alle Lebensbereiche, so wird auch das Handwerk immer digitaler. Im Juni diesen Jahres fand landesweit der erste Digitaltag statt, um die Bedeutung der Digitalisierung hervorzuheben. Auch das Handwerk beteiligte sich mit zahlreichen Veranstaltungen, um Betrieben die Möglichkeiten und Potenziale der Digitalisierung näher zu bringen. „Die Corona-Pandemie hat Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen gestellt und die Defizite der digitalen Infrastruktur in Deutschland aufgezeigt“, so Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. „Gleichzeitig hat sich die Krisenzeit aber auch als Katalysator für die Digitalisierung in vielen Bereichen erwiesen und nicht nur im Handwerk einen Digitalisierungsschub gegeben. Digitalisierung ermöglicht es Handwerksbetrieben, neue Märkte zu erschließen und somit zukunftsfähig zu bleiben.“ Auch wer es digital mag, ist im Handwerk gut aufgehoben. am

Zeigt her euer Handwerk

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat zum „Tag des Handwerks“ ein Videoprojekt ins Leben gerufen: 24 Stunden Handwerk hautnah. Dafür sammelt das Team kurze Videoclips, die dann zu einem großen Video werden. Egal, ob Maurer, Friseur, Schreiner oder Installateur – viele Branchen waren aktiv. Die Videos werden am 19. September online veröffentlicht unter: handwerk.de/tag-deshandwerks
 

Von kleinen und großen Experten

Warum schon Kinder werkeln sollten und welches Handwerk bei jungen Menschen besonders beliebt ist.

1 Das Handwerk ist das Kernstück der deutschen Wirtschaft. Im ganzen Land arbeiten rund 5,6 Millionen Menschen in einem handwerklichen Beruf. 370 000 von ihnen absolvieren gerade ihre Ausbildung.

2 Schon seit tausenden von Jahren stellen Menschen mit der Kraft ihrer Hände Waren her oder erbauen etwas. Zu den ältesten Handwerksberufen der Menschheitsgeschichte zählen der des Steinmetzes, des Korbmachers, des Maurers, des Müllers und des Schmiedes.

3 Ran ans Werkzeug – und zwar schon im Kindesalter. Kinder, die gerne mit der Spielzeugversion einer Bohrmaschine, einer Säge, einem Backofen oder auch eines Gartengerätes spielen, lernen so nebenbei nicht nur die Welt der Erwachsenen kennen, sondern schulen dabei ganz leicht auch ihre motorischen Fähigkeiten, was gut für die Verknüpfungen im Gehirn ist.

4 Das waren 2019 die fünf Ausbildungsberufe mit den meisten weiblichen Auszubildenden: Friseurin, Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Kauffrau für Büromanagement, Augenoptikerin und Konditorin.

5 Das waren 2019 die fünf Ausbildungsberufe mit den meisten männlichen Auszubildenden: Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Tischler und Metallbauer. am