Von Hardy Kromer  

Alle Jahre wieder am Samstag vor dem Totensonntag ist die Zollernstadt alles andere als tot, sondern belebter denn je: „Hechingen im Lichterglanz“ lockt Tausende zum Bummeln, Schauen, Glühweinschlürfen, im besten Fall sogar zum Einkaufen in die Stadt. Vor Jahresfrist, als der Stadtmarketing-Verein passen musste, hielten die Wirtinnen Sandy Hirlinger und Pe Gantenbein-Mayer vom „Fecker“ und Nathalie Seeger von der „Bar Central“ sowie etlichen Geschäftsleuten, die spontan mitmachten, das Feuer am Lodern: „Lichterglänzle“ hieß es damals.

Jetzt macht der frisch angeschobene Stadtmarketing-Verein wieder einen Lichterglanz daraus. Am 23. November ist der Samstag in Hechingen wieder verkaufslang (bis 22 Uhr), und die Stadt ist vom Kirchplatz bis zur Bahnhofstraße hinab wieder mit den herrlichsten Illuminationen bestückt. Gut zwei Dutzend Geschäfte machen bei der langen Samstagsöffnung mit und sind zudem aufgefordert, die Kundschaft mit besonderen Attraktionen in ihre Läden zu locken. „Das ist ganz wichtig“, sagt Sigfried Wischke, Pressesprecher des Stadtmarketing-Vereins. „Nur wenn die Geschäfte selbst was bieten, ist nicht nur auf der Straße was los, sondern auch drinnen.“ Für Outdoor-Attraktionen – das kennt man von „Hechingen im Lichterglanz“ – wird wieder reichlich gesorgt sein. Ein knappes Dutzend gastronomische Angebote gibt es auf den Plätzen und Gassen der Ober- und Unterstadt. Die größte Publikumsballung ist traditionell beim Glühwein vor dem Café Röcker zu erwarten, aber auch Crêperie, Süßwarenstand, Weizenbierbrunnen, Imbisswagen und Foodtrucks dürften wieder dafür sorgen, dass niemand hungrig oder durstig bleiben muss. Und wem’s auf der Straße zu kalt wird, der wird in den Kneipen und in den Geschäften sehnlich erwartet.

Neu ist in diesem Jahr, dass ein Brillantfeuerwerk das furiose Finale des Abends markiert. „Das wird unser Highlight“, sagt Lichterglanz-Organisator Jan Gnoth. Erst gegen 22 Uhr legen die Leute von Pulver-Fischer auf dem Dach des Jockey-Gebäudes an der Neustraße Hand an die Lunte. So lange sollen die Leute in der Stadt gehalten werden. Mindestens. So wie es sich zum Abschluss des Irma-West-Kinderfestes bewährt hat, dass alljährlich die Hechinger und ihre Gäste bis zum großen pyrotechnischen Spektakel ausharren, so könnte es auch am Lichterglanz-Abend glücken.

Wieder mit von der Partie sind die Kirchengemeinden: Sowohl in der katholischen Stiftskirche als auch in der evangelischen Johanneskirche gibt es besinnliche Einkehrmöglichkeiten. Traditionell schließt sich der Förderverein Villa Eugenia mit seinem Kunsthandwerkermarkt an.

Und damit der Lichterglanz auch garantiert wieder märchenhaft wird, hat der Stadtmarketing-Verein die Märchenerzählerin Sigrid Maute engagiert, die zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten Märchen vorträgt.