Sonderveröffentlichung

Karriere – Gesundheitsberufe Helfen, heilen, Gutes tun

Pflege, Therapie und Betreuung: Als Experte in einem Gesundheits- oder Sozialberuf hat man viele Karrieremöglichkeiten.

Nah dran am Menschen – das macht die Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen so besonders. Foto: Archiv

23.11.2020

Pflegekräfte sind die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen. Und sie werden gebraucht, nicht erst seit der Corona-Krise. 2019 begannen 71 300 Menschen eine Ausbildung in einem Pflegeberuf, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das waren 8,2 Prozent bzw. 5400 mehr als ein Jahr zuvor. Rund 44 900 Menschen schlossen im vergangenen Jahr ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf erfolgreich ab. Ob stationär oder ambulant, ob Kranken- oder Altenpflege – die Nachfrage der Betriebe nach Fachkräften in diesem Berufen wird angesichts des demografischen Wandels weiter ansteigen.

Einsatz fürs Wohlbefinden

Mit Menschen arbeiten und ihnen helfen, das ist für viele der große Wunsch, wenn sie auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind oder umschulen möchten. Neben den pflegerischen Berufen sind es vor allem die therapeutischen und sozialpädagogischen Arbeitsfelder, die interessant und gefragt sind. Als Physiotherapeut ist man Experte für Bewegungstherapie und Krankengymnastik. Man betreut Menschen mit Bewegungseinschränkungen, die durch einen Unfall oder Schlaganfall beziehungsweise eine Rücken- oder Gelenkerkrankung entstanden sind. Als Wohlfühlexperte kann der Wellnessbereich ein attraktives Arbeitsfeld sein, ebenso wie der Leistungssport. Personen mit Sprech-, Sprach- und Stimm- sowie Schluckstörungen sind bei Logopäden in bester Betreuung. Wie Physio- und Ergotherapeuten arbeiten sie in Kliniken oder Praxen, sind dort angestellt oder selbstständig tätig. Ihr Tätigkeitsfeld: Schuhe binden, den Schraubverschluss einer Flasche öffnen, den Haushalt versorgen und Körperhygiene – ein Kinderspiel für Menschen ohne gesundheitliche Probleme. Personen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, einer Demenz oder mit Einschränkungen infolge eines Unfalls tun sich dabei mitunter schwer.

Im Team erfolgreich

Ergotherapeuten kennen Wege, um die abhandengekommene Selbstständigkeit zu kompensieren oder wieder anzutrainieren. Sie vermitteln Körperwahrnehmungsmethoden, schulen ihre Klienten in neuen Bewegungsmustern und üben beides mit ihnen ein. Wenn Menschen gar kein eigenständiges Leben führen können, dann sind zum Beispiel Heilerziehungspfleger für sie da. Einsatzort der sozialpädagogischen Fachkräfte sind zum Beispiel Wohn- und Pflegeheime oder auch Tagesstätten, in denen sie Menschen mit Handicap oder Entwicklungseinschränkungen unterstützen. Wer in einem Gesundheits- oder Sozialberuf arbeiten möchte, sollte sich für medizinische Zusammenhänge interessieren. Auf dem Lehrplan stehen Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre. Pädagogik, Psychologie und fachspezifische Fächer ergänzen die Ausbildungsinhalte. Ebenso wie praktischer Unterricht, in dem man verschiedene Behandlungsmethoden und Verhaltensweisen kennenlernt. Eine gute Beobachtungsgabe, Freude an Bewegung und keine Scheu vor Körperkontakt sind wichtig für Freude und Erfolg im Gesundheitsberuf. ots/hv

Was erwartet einen im Pflegeberuf?

Wer sich für die Pflegeberufe interessiert, sollte zuvor ein Praktikum machen. „Dadurch bekommt man eine gute Vorstellung, was einen erwartet“, sagt Alexander Daniel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Pflegebildung im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Optionen und eine Übersicht über Pflegeschulen sind auf der Internetseite pflegeausbildung.net des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zu finden. Auch die Pflegeschulen selbst seien gute Ansprechpartner.