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Dämmerungsumzug in Hörschwag Im kleinsten Stadtteil sind die Narren los

Die Spältles-Gucker geben sich morgen beim Dämmerungszug die Ehre. Foto: privat

Jubiläum - 26 Zünfte haben ihr Kommen zugesagt. Der Umzug startet um 17 Uhr. Danach wird im und rund ums Bürgerhaus gefeiert. Besenwirtschaften sind auch da. Hörschwag hat an alles gedacht.

Die Hörschwager Spältles-Gucker feiern an diesem Samstag einen närrischen Geburtstag, die Zunft wurde vor 34 3/4 Jahren gegründet. Der Dämmerungsumzug startet um 16.59 Uhr. 26 Zünfte aus dem Raum Burladingen, des Alb Lauchert Ringes sowie die Narrenzünfte aus Trochtelfingen Steinhilben und Gammertingen haben sich angemeldet. Der Zunftmeisterempfang für die geladenen Gäste beginnt um 14 Uhr im Hörschwager Bürgerhaus.

Die Umzugsaufstellung ist in der Schützenstraße und im Tannenweg. Hier finden die Narren auch Besenwirtschaften. Vorneweg laufen beim Dämmerungsumzug als Gastgeber die Spältles-Gucker. Nach dem Umzug wird gefeiert – im und ums Bürgerhaus herum sowie in den Besenwirtschaften.

Busse parken in Stetten

Die Busse werden nach dem Aussteigen der Narren zum Parken nach Stetten umgeleitet. Auf dem Gelände der Firma Gulde können sie parken, für die Fahrer ist im Gasthaus „Löwen“ ein Treff eingerichtet.

Die Ortsdurchfahrt des Dorfes ist während des Umzuges komplett gesperrt, die Dorfstraße bis zur Einbiegung Bürgerhaus bleibt ab 14 Uhr bis zum Festende ebenfalls komplett gesperrt. Die Zufahrt nach Hörschwag ist während dieser Zeit über den Themenwanderweg von Hausen her möglich.

Verein: 1984 kamen vor der Fasnet einige junge Männer aus Hörschwag auf den Gedanken, eine Hexengruppe zu bilden. Die Idee fand ein so großes Echo, dass sich innerhalb weniger Tage, mehr als 60 Personen anschlossen. Von den 354 Einwohnern Hörschwags sind zur Zeit 252 Mitglieder des Narrenvereins, davon 152 Hästräger. 1986 wurde aus den Reihen des Vereins die Hexenmusik gegründet. Sie zählt zur Zeit 28 Musiker. Die Zunft ist seit 1998 Mitglied im Alb-Lauchert-Narrenring und seit 2006 der Förderation Europäischer Narren angeschlossen.

Neugierig und scheu

Hintergrund: Die Gestalt der Hexe und der Name Spältles-Gucker beziehen sich auf zwei ortsgeschichtliche Hintergründe: So soll der Hexenglaube im Mittelalter in Hörschwag sehr verbreitet gewesen sein. Hinrichtungen mutmaßlicher Hexen sind nachgewiesen.

Der Name Spältles-Gucker wurde aus dem Volksmund übernommen. Die Hörschwager sollen einstmals ein neugieriges, aber auch sehr scheues Volk gewesen sein.

Zogen Fremde durch die Ortschaft, trauten sich die Einwohner kaum aus ihren Häusern. Um jedoch ihre natürliche Neugierde zu befriedigen, guckten sie hinter Fenstern oder mit einem zugekniffenen Auge durch einen Türspalt.

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