Sonderveröffentlichung

Nachhaltiges Bauen Im Hinblick auf die Nachwelt

Gebäude: Neue Techniken und Verfahren schonen den Ressourcenverbrauch.

Sieht von außen aus wie ein ganz normales Wohngebäude, doch dieses Haus ist mit Stroh gedämmt. In Deutschland noch immer eine Seltenheit. Foto: Sonnenhaus-Institut

9.11.2020

Den Energie- und Ressourcenverbrauch minimieren, den Flächenverbrauch reduzieren und die Natur durch ein Gebäude während des gesamten Lebenszyklus vom Bau über die Nutzung bis zum Rückbau möglichst wenig belasten – das sind die drei bedeutenden Säulen des ökologisch nachhaltigen Bauens. 

Die neuen Verfahren und Baustoffe sind aber auch in herkömmlichen Projekten oder bei der Renovierung älterer Gebäude einsetzbar.
   

Zurück zu alten Methoden

Früher war nachhaltiges Bauen aufgrund der verfügbaren Baustoffe selbstverständlich. Viele neue Materialien und Verfahren wurden als belastend für Mensch und Umwelt erkannt. Das Ideal, wieder ökologisch nachhaltig zu bauen, kam in den 1970er-Jahren auf. Treiber war jedoch nicht nur der populär werdende Naturschutzgedanke, auch der Ölpreisschock förderte die Suche nach bisher ungenutzten Energiequellen und danach, wie man Energie am besten und möglichst lange bewahren kann.

Die Wohnqualität steigt

Nachhaltiges Bauen ist kein Luxus, da nicht nur Förderungen möglich sind, sondern höhere Bau- und Umbaukosten mit geringen Betriebskosten belohnt werden. Abgesehen davon sind Wohn- und Arbeitsqualität hoch, die Architektur modern.

Naheliegend ist es, die Sonnenkraft zu nutzen. Daher fangen auf einer zunehmenden Anzahl von Eigenheimdächern funkelnde Solarzellen die Vorstufe des umweltfreundlich gewonnenen Stroms ein. Eine weitere Möglichkeit ist der Einbau von Photovoltaik-Zellen.

Idealer Baustoff: Holz

Immer stärker zum Einsatz kommen biologisch abbaubare Materialien. Der Rohstoff Holz ist ideal für den Bau nachhaltiger Gebäude: Holz ist flexibel einsetzbar, entweder massiv oder als Verbundwerkstoff, und weist bei niedrigem Eigengewicht eine hohe Zug- sowie Druckfestigkeit auf und erlaubt den Bau hoch wärmedämmender Gebäudehüllen mit geringen Wandstärken.

Echte Nachhaltigkeit fußt auf ökologischen Materialien, Langlebigkeit sowie Regionalität der Baustoffe – und führt letztlich neben oder gerade durch die ökologischen Faktoren zu mehr Wohngesundheit. So ist ein Haus zukunftsfähig und damit werthaltig.