Lenau Hexa aus Steinhofen Uanel schlägt in seinen Bann

11.01.2019
Die Steinhofener Lenau Hexa stellen zum inzwischen siebten Mal den Narrenbaum. Foto: Elisabeth Wolf
Die Steinhofener Lenau Hexa stellen zum inzwischen siebten Mal den Narrenbaum. Foto: Elisabeth Wolf

Brauchtum: Auf dem alten Schulplatz in Steinhofen wird am 11. Januar kräftig gefeiert. Es wird bestens bewirtet, das Festzelt ist beheizt.

Die Steinhofener Lenau Hexa stellen am Freitag, 11. Januar, auf dem Schulplatz in Steinhofen ihren Narrenbaum. Anschließend ist Hexentaufe.  

Die Hexen kommen, rein symbolisch natürlich, aus dem Lenau-Brunnen und verschwinden bei Fasnetsende wieder darin. Die Idee der Lenau Hexa entstand aus einer Laune heraus, aber die närrisch Begeisterten ließ der Gedanke nicht mehr los, und sie schlugen sich die Nächte um die Ohren, um zu recherchieren, Häs und Maske zu gestalten.  

Die Sage will, dass im Jahre 1850 ein Postkutscher einen langen Weg fuhr, um einen Reisenden abzuholen. Es war bereits Mitternacht, das Wetter war grau und neblig, der Kutscher hatte großen Durst. In einem weit abgelegenen Dorf pausierte er für eine Weile und erblickte einen Brunnen. Er erinnerte sich daran, dass er vor einiger Zeit bereits mit einem anderen Reisenden hier Rast machte und dieser dort sogar ein Gedicht verfasste. Dieser Reisende musste recht bekannt gewesen sein, denn der Brunnen wurde sogar nach ihm benannt, Lenau-Brunnen.  

Schaurige Sage

Die Einwohner des Dorfes erzählten sich über den Brunnen so einiges. Böse Geister, hässliche Kreaturen und Dämonen sollen sich dort rumtreiben.

Der Kutscher trat näher, es bot sich ihm ein zauberhafter Anblick, ein Schimmern und Glitzern, irgendetwas Magisches. Wie im Bann zog es ihn an – er trank von den Wasser und konnte nicht mehr aufhören. Das Wasser musste etwas Besonderes sein, denn der Mann veränderte sich von Schluck zu Schluck.

Sein Gesicht verzerrte sich zu einer grässlichen Fratze, widerliche und grausame Gedanken fuhren durch ihn hindurch. Er schrie und kreischte, das Böse platzte aus ihm heraus. Dies war die Geburt von Uanel – der Einzelfigur der Narren.

Der Kutscher füllte seine Reserveflaschen und führte seine Reise fort. All seinen Kunden erzählte er von diesem besagten Lenau-Brunnen, diesem magischen Wasser, welches einem unsagbare Kräfte verlieh. Jeden ließ er kosten – und jeder war in seinem Bann.

Extra große Bar

Mit schallendem Posthorn kehrt Uanel nun immer wieder an den Lenau-Brunnen zurück, begleitet von seinem Gefolge.

Am Freitag bläst Uanel wieder in sein Posthorn, um die Hexen aus dem Brunnen zu rufen. Programmstart ist um 17 Uhr, Hexentaufe ab 18 Uhr.

Es wird bewirtet. Im beheizten Zelt werden – an der extra großen Bar – auch Bargetränke ausgeschenkt.

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