Fenster und Haustüren sorgen für das Gesicht eines Hauses. Doch bei ihrer Auswahl sollte neben dem Design auch der Einbruchschutz eine entscheidende Rolle spielen. Hier hilft die Normierung nach DIN EN 1627 weiter. Innerhalb dieser werden unterschiedliche Widerstandsklassen geführt, die Auskunft geben, über welche einbruchhemmenden Mittel eine Haustür oder ein Fenster verfügt.

Langfinger müssen draußen bleiben

Eine Haustür für ein privates Wohnhaus sollte mindestens über die Widerstandsklasse RC2 (RC steht für „resistance class“), besser noch RC3, verfügen. Türen mit einer Einbruchshemmung verfügen über ein starkes Türblatt, Sicherheitsschlösser, einen Aufbohrschutz, eine Pilzkopfverriegelung sowie Sicherheitsbeschläge und -schweißbleche. Beim Thema Einbruchschutz sollte man aber nicht nur die Haustür im Blick haben, sondern auch die Terrassentür sowie eine Außentür in den Keller oder eine Tür, die Garage und Wohnhaus direkt miteinander verbindet.

Gerade diese sind von außen oft nicht einsehbar, so dass Einbrecher unbeobachtet ihr Werk verrichten können. Auch für Fenster und Fenstertüren (Balkon- und Terrassentüren) empfehlen Fachleute und Polizei die Widerstandsklassen RC2 oder RC3. Diese sind mit Pilzkopfzapfen-Beschlägen, einbruchhemmender Verglasung (P4A-Glas) und meist einem abschließbaren Fenstergriff ausgestattet. Sind die Fenster im Haus noch nicht alt, besteht die Möglichkeit, einbruchhemmende Mittel nachzurüsten. Dazu einfach den örtlichen Fachmann zu Rate ziehen. RC1 Fenster – die niedrigste Widerstandsklasse – sollten wenn überhaupt nur in oberen Stockwerken verbaut werden und auch nur dann, wenn sichergestellt ist, dass Einbrecher die Fenster nicht ohne Hilfsmittel erreichen können.


310 Millionen Euro betrug die Summe der Entschädigungsleistung für Opfer von Wohnungseinbrüchen im Jahr 2018.

Quelle: GDV


Sowohl bei Haustüren als auch bei Fenstern ist zudem ein Einbau durch einen Fachmann zu empfehlen. Nur dann ist gewährleistet, dass diese fachgerecht eingebaut wurden und die einbruchhemmenden Mittel im Falle eines Falles auch einwandfrei funktionieren. Von Anne Meßmer